Dornwarzen behandeln

Dornwarzen sind unangenehm - und mit der richtigen Behandlung nach ein paar Tagen vergessen. Dornwarzen sind unangenehm - und mit der richtigen Behandlung nach ein paar Tagen vergessen.
So mancher Besuch im Freibad oder in der Sauna bleibt in negativer Erinnerung zurück, wenn sich kurze Zeit darauf an den Fußsohlen, Fersen oder Handflächen Dornwarzen bilden. Dieser ansteckende Warzentyp entsteht im feuchten Hautmilieu und wird häufig in Schwimmbädern oder Sportanlagen übertragen. Dornwarzen sind nicht nur optisch unansehnlich, sondern verursachen v.a. im Fußbereich stechende Schmerzen. In vielen Fällen zeigt eine äußerliche Behandlung mit Medikamenten innerhalb weniger Wochen Erfolg: Bei regelmäßiger Anwendung verschwinden die Dornwarzen und mit ihnen die störenden Schmerzimpulse. Bleibt die Eigentherapie jedoch unwirksam, müssen die Warzen ärztlich entfernt werden.
Agnes Nießler
18.06.2010 Agnes Nießler
  • Die Beschaffenheit der Dornwarzen spiegelt sich in ihrem Namen wider: Sie wachsen wie Dornen in die Haut hinein und sind meist sehr schmerzhaft, da der Dorn beim Auftreten auf Nervenfasern drückt. Typisch ist ein dunkler Punkt in der Mitte der Warze, die insgesamt wie eine verdickte Hornhautstelle aussieht. Dornwarzen werden auch Sohlen- oder Plantarwarzen genannt.  
  • Bedenken Sie, dass Dornwarzen hochgradig ansteckend sind. Gehen Sie bei Warzenbefall auf keinen Fall barfuß und treffen Sie entsprechende Hygienemaßnahmen (keine Handtuch-Doppelbenutzung).

Behandlung von Dornwarzen mittels Tinkturen oder Pflaster

  • Flüssige Arzneimittel, die Salicylsäure oder Milchsäure enthalten, sind die am häufigsten eingesetzten Präparate zur äußerlichen Behandlung von Warzen.
  • Man trägt die Tinktur mehrmals täglich auf. Richten Sie sich bezüglich der genauen Anwendungsvorschriften (wie viel und wie oft wird aufgetragen) nach den Angaben Ihres Arztes oder Apothekers.
  • Vor dem erneuten Auftragen müssen Sie den vorhandenen weißlichen Film auf der Warze durch Abziehen bzw. Abrubbeln entfernen. Bei regelmäßiger Anwendung des Arzneimittels können Sie die weich gewordene Hornschicht der Warze mühelos entfernen.
  • Diesen Vorgang – Tinktur auftragen, Hornschicht ablösen – wiederholt man so lange, bis die Warze vollständig abgetragen ist oder abfällt.
  • Spezielle Wirkstoffpflaster sollten Sie nach dem Aufkleben mit Klebeband fixieren, das Pflaster nach ein paar Tagen erneuern und dann die erweichte Hornschicht entfernen. Befolgen Sie dabei die Angaben der Packungsbeilage.

Generelle Vorsichtsmaßnahmen bei Anwendung von Tinkturen gegen Warzen

  • Wer eine Überempfindlichkeit gegen Salicylsäure, Milchsäure oder weitere Bestandteile in der jeweiligen Tinktur hat, muss auf eine Anwendung gänzlich verzichten.
  • Lösungen bzw. Tinkturen mit den erwähnten Säuren  darf man nicht im Gesicht oder Genitalbereich anwenden, ebenso wenig mit den Augen und Schleimhäuten in Berührung bringen.
  • In der Schwangerschaft dürfen Sie diese Warzenmittel nur nach ärztlicher Rücksprache anwenden.
  • Arzneimittel zur Behandlung von Dornwarzen sollten Sie nicht auf die gesunde Haut in der Umgebung der Warze auftragen. Am besten benutzen Sie eine Fettcreme, um die umliegenden Hautpartien zu schützen.

Behandlung von Dornwarzen ohne Medikamente

  • Besprechen von Dornwarzen bei Kindern: Gerade bei Kindern helfen psychologische Tricks wie das „Besprechen“ der Warzen oder das Bestreichen mit „Zaubertinkturen“ (z.B. Lebensmittelfarben). Durch diese sanften Maßnahmen können Sie bei Ihrem Kind die Ausbreitung der Warzen verhindern und womöglich eine spontane Heilung erzielen.
  • Besprechen von Dornwarzen bei Erwachsenen: Auch bei manchen Erwachsenen kann das „Besprechen“ bzw. „Abbeten“ der Warzen durchaus wirkungsvoll sein. Wenn Sie persönlich davon überzeugt sind, dass diese Methode für Sie geeignet ist, können Sie sich an einen Heilpraktiker oder an eine sonstige Person wenden. Ob das Besprechungsritual aber tatsächlich Wirkung zeigt und sich Ihre Dornwarze(n) dadurch vertreiben lassen, ist nicht vorhersehbar. Kurz gesagt: Eine generelle Erfolgsgarantie gibt es nicht. Bei manchen Patienten werden jedoch Selbstheilungskräfte angeregt, die sich positiv auf das Verschwinden der Warzen auswirken können.

Hausmittel und Rezepte aus der Volksmedizin gegen Dornwarzen

  • Entfernen Sie mit einer Hautschere die oberste Schicht der Dornwarze. Seien Sie vorsichtig, Ihre Haut darf nicht bluten. Danach tränken Sie ein Wattepad mit Zitronensaft und tupfen Ihre Dornwarze mehrmals am Tag damit ab. Anstelle von Zitronensaft können Sie auch Apfelessig verwenden.
  • Reiben Sie Ihre Dornwarze(n) mit einem Brei aus Löwenzahn oder Schöllkraut ein.
  • Streichen Sie bei Vollmond mit einer aufgeschnittenen Zwiebel über Ihre Dornwarze(n) und vergraben Sie anschließend diese Zwiebel in der Erde.
  • Nehmen Sie einen Faden und machen Sie in ihn Knoten – entsprechend der Anzahl Ihrer Warzen. Diesen Knoten-Faden binden Sie im Anschluss an einen Ast oder Zweig und lassen ihn verrotten.

All diese Hausmittel sind jedoch sehr umstritten. Ein Erfolg ist vor allem von Ihrem eigenen Glauben an solche Rituale abhängig.

Wann Sie mit einer Dornwarze zum Arzt gehen sollten

  • Bei besonders hartnäckigen Dornwarzen sollten Sie einen Arzt aufsuchen, d.h. wenn Ihre Eigenbehandlung über einen längeren Zeitraum nicht erfolgreich war.
  • Auch im Falle heftiger Druckschmerzen, die Ihnen das Gehen nahezu unmöglich machen, müssen Sie schnellstens einen Arzt konsultieren.
  • Eine mögliche Therapie, für die sich Ihr Arzt dann entscheiden könnte, wäre entweder die chirurgische Entfernung oder die Vereisung der Dornwarze mittels flüssigem Stickstoff.
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