Was Sie benötigen:
  • guten Willen
  • Zeit
  • Mithilfe der Familie
  • evtl. ein Fass Bier
  • selbstgebackenen Blechkuchen
  • Lutscher

Beteiligung am Dorfleben ohne finanziellen Aufwand

  • Stellen Sie sich bei den nächstliegenden Nachbarn persönlich vor. Erklären Sie ein wenig, weshalb Sie sich für das Dorfleben entschieden haben. Deuten Sie Interessen an und erfragen Sie bei der Gelegenheit Dinge, die Sie unbedingt wissen sollten, um sich wohlfühlen zu können: Ämter, Ärzte, Geschäfte, Müllentsorgung, gute Stellen zum Pilzesuchen, Ruhezeiten usw.. Betonen Sie, dass Sie für Tipps immer dankbar sind.
  • Passen Sie sich den örtlichen Gepflogenheiten an, was z. B. Straßenreinigung usw. betrifft. Wird vor den Grundstücken geharkt, dann harken Sie eben auch. Solch Tipps einzuhalten, macht wenig Mühe, hinterlässt aber einen guten Eindruck.
  • Nehmen Sie gute Tipps für ein gutes Dorfleben an und lassen Sie sich helfen. Bestehen Sie nicht darauf, alles besser zu wissen und zu können. Ihre neuen Nachbarn haben unter Umständen jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit der Natur und freuen sich sicher, auf Basis dieses Wissens Tipps abzugeben. Bieten Sie aber ruhig auch Ihre Hilfe im Rahmen Ihrer Möglichkeiten an.
  • Beteiligen Sie sich an gemeinschaftlichen Arbeiten und Aufgaben im Dorf, wie der Vorbereitung und Durchführung von Festen (z. B. Osterfeuer am 1. Mai), Wahlen, evtl. an einer Renovierung der Kindertagesstätte oder Ähnlichem. Bieten Sie ohne Hemmungen Ihre Tipps und Ihre Einfälle an.
  • Stehen Sie auch einmal mit einem Nachbarn am Zaun zu einem Schwätzchen. Isolieren Sie sich nicht, auch wenn Sie vielleicht einen höheren Bildungsstand haben oder wohlhabender sind.
  • Vermeiden Sie Zank und Streit. Passt Ihnen etwas nicht (Äste ragen auf Ihr Grundstück, die Nachbarskinder sind mittags zu laut), lassen Sie den Zorn nicht anwachsen, führen Sie gleich ein klärendes Gespräch. Sie wollen sich im Dorfleben wohlfühlen, der Nachbar will es auch. Es gibt immer gute Tipps und Lösungen gegen Unstimmigkeiten.

Tipps, um sich in die Nachbarschaft einzubringen

  • Wenn Sie es sich leisten können, beginnen Sie den Einstieg in Ihr Dorfleben mit einem Fass Bier für die Männer in der Nachbarschaft und reichlich selbst gebackenem Blechkuchen für Frauen und Kinder. Auch eine große Tüte mit Lutschern kommt bei den Kindern gut an. Originell ist es, wenn Sie einen Handwagen (vielleicht mit Plakat „Wir sind die Neuen!“) damit beladen und von Gartentor zu Gartentor ziehen. Solche Tipps sprechen sich schnell herum und verbessern Ihren Einstieg ins Dorfleben.
  • Gründen Sie so nach und nach eine Art „Grillgemeinschaft“ oder Kartenspielrunde etc. Sie lernen auf diese Art das Dorfleben und die Nachbarn kennen.
  • Bringen Sie sich in gegenseitige Kinder- und Haustierbetreuung (falls vorhanden) ein und bieten Sie an, bei Krankheit oder im Urlaubsfall beim Nachbarn zu gießen und den Briefkasten zu leeren. Solche Tipps bedeuten zwar im Moment mehr Arbeit, ersparen Ihnen dann aber Sorgen im eigenen Urlaub.

Bei aller Mühe, sich ins vorhandene Dorfleben einzubringen, sollten Sie aber auch akzeptieren, wenn vielleicht einer Ihrer Nachbarn lieber allein bleiben möchte.