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Doppelstegplatten verlegen - so gelingt die Schuppen-Überdachung

Der selbst gebaute Schuppen steht, aber etwas Wichtiges fehlt noch - die Überdachung. Attraktiv, sicher und einfach kann man diese selbst mit Doppelstegplatten anbringen. Wer aber tatsächlich in Eigenregie zum Hammer greifen und seinen Schuppen überdachen will, der sollte dabei einige wichtige Dinge beachten.

Doppelstegplatten eignen sich perfekt für Überdachungen.
Doppelstegplatten eignen sich perfekt für Überdachungen.

Vorbereitungen für das Verlegen von Doppelstegplatten

  1. Zunächst sollte Ihnen klar sein, dass bei Hohlkammerplatten genau wie bei allen anderen Kunststoffplatten mit einer
    sogenannten Wärmeausdehnung gerechnet werden muss. Daher dürfen Sie solche Platten nicht fest verlegen, sondern sollten sie lieber locker befestigen, was in der Fachsprache als 'schwimmend' bezeichnet wird. Abhängig vom Material kann die Wärmeausdehnung pro Millimeter Breite um die 3 bis 4 mm ausmachen. Damit sich am Ende keine Spannungen ergeben, sollten Sie die Platten also lieber etwas weiter voneinander platzieren, als sie zu eng zu setzen.
  2. Bevor Sie anfangen, die Doppelstegplatten zu verlegen, müssen Sie eine Unterkonstruktion bauen. Dabei können Sie auf Konstrukte aus Eisen oder Aluminium, genauso aber auf solche aus Holzleimbindern zurückgreifen. Normales Holz eignet sich jedoch nicht für den Unterbau, weil das schnell feucht und rissig wird und so zu unangenehmen undichten Stellen im neuen Dach führen kann.
  3. Merken Sie sich für die Planung der Schuppenüberdachung, dass eine Dachneigung von mindestens 5 Grad bestehen sollte. Die Richtung der Neigung sollte dabei die gleiche wie die der Stege sein. Beachten Sie die entsprechende Neigung beim Verlegen später nicht, so ist weder der Wasserabfluss noch die Selbstreinigung der Doppelstegplatten am Ende gesichert.
  4. Wichtig sind bei der Planung der Überdachung auch lokale Bauvorschriften über Abstand von Sparren, Sicherung von Sog oder Dachneigung. Auch die Unterkonstruktion muss bestimmte Richtwerte erfüllen - die Norm sollte dabei für ein Konstrukt von 0 - 8 m Höhe um eine Windlast von 750 N/m2 liegen.
  5. Sobald Sie die Unterkonstruktion richtig geplant und aufgebaut haben, können Sie sich ans Verlegen der Aluminium-Unterprofile machen. In die Anbohrrinnen am rechten und linken Rand der Unterprofile bohren Sie auf die Größe Ihrer Schrauben abgestimmte Löcher, die sich in einem Abstand von ca. 0,4 m immer wechselseitig auf der Unterkonstruktion wiederfinden sollten.

Kunststoffplatten zur Überdachung verlegen

  1. Nachdem Sie das Profil mit nicht verzinkten Schrauben auf die Unterkonstruktion geschraubt und den dabei entstandenen Schmutz entfernt haben, können Sie den Kunststoffthermokern einlegen und ihn im Aluminiumprofil befestigen. Um den Thermokern zu schützen, empfiehlt es sich, ihn mit einem möglichst glatten Stück Holz abzudecken. Es ist außerdem ratsam, am obersten Profilende mit dem Verlegen zu starten und den Thermokern in etwa 10 cm langen Abständen mit einem Hammer und kurzen, jedoch kräftigen Schlägen in das Holz einzubringen, sodass das Profil am Ende nicht beschädigt wird.
  2. Damit der Anschluss zwischen den Profilen stabiler wird, müssen Sie an den beiden äußersten zwei Gummidichtungen einbauen. Diese sollten Sie vor dem Einlegen mit etwas Wasser benetzen, um sie leichter dazwischenrutschen zu können. Sie sollten zuvor sicherstellen, dass die von Ihnen gewählten Dichtungen sich nach dem Einbringen nicht ausdehnen, weil das dazu führen könnte, dass am Ende die Platten verrutschen und so das Dach undicht wird.
  3. Schließlich geht es ans Einpassen der Doppelstegplatten. Weil an beiden Seiten der Platte immer 5 - 8 mm Platz bleiben sollte, ist es möglicherweise nötig, dass Sie die Platten in ihrer Stegrichtung ein bisschen schmälern. Nachdem Sie sie zugeschnitten haben, sollten Sie sie mit Pressluft reinigen und keinesfalls Seife oder ölhaltige Substanzen dazu verwenden. Die Schutzfolie, die sich wegen des Transports auf den Platten befindet, muss überall da, wo die Platte aufliegt, umgehend entfernt werden. Nachdem Sie die Montage abgeschlossen haben, sollten Sie auch den Rest der Folie abziehen.
  4. Damit später weder Schädlinge noch Feuchtigkeit in die Doppelstegplatten eindringen kann, müssen Sie ihre oben liegenden Seiten mit einem Aluminiumklebeband abdecken, auf dem am Ende das Profil zur Aussteifung angebracht wird. Auf die untere Öffnung der Platten bringen Sie ein Aluminium-Gewebevlies an, um sicherzustellen, dass das Profil auch belüftet wird. Auf die vordere Kante der Platten befestigen Sie schließlich das Regenabtropfprofil aus Alu, das zudem für Stabilität sorgt.
  5. Haben Sie die Platten nach diesem Prinzip vorbereitet, so können Sie sie auf das auf der Unterkonstruktion befestigte Profil legen. Dabei müssen Sie vor allem darauf achten, dass die Platten mit der UV-geschützten Seite nach oben zeigen, was sich am einfachsten durch den Druck auf der Schutzfolie erkennen lässt. Außerdem ist es wichtig, dass die Platten nicht direkt am Thermokern anliegen. Unter Beachtung dessen können Sie nun das obere Aluminiumprofil auf den Thermokunststoffkern platzieren und mit Hammer und einem Brett zum Schutz vor direkter Schlageinwirkung befestigen. Unten am Unterprofil setzen Sie schließlich den Befestigungswinkel mit zwei Nieten oder Schrauben an.

Beachten Sie immer, dass die Doppelstegplatten während des Verlegens auf keinen Fall begangen werden sollten. Jede Belastung kann dazu führen, dass Sie noch einmal ganz von vorne beginnen müssen, und sollte daher dringend vermieden werden.

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