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Disziplin lernen - so gelingt es in der Kindererziehung

Zur Erziehung gehört auch, dass Kinder ein gesundes Maß an Disziplin erlernen. Denn nur damit ist gewährleistet, dass sie später im Leben gut zurechtkommen. Wie Sie Ihren Kindern Disziplin vermitteln können, lesen Sie hier.

Kinder machen glücklich.
Kinder machen glücklich.

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Inwieweit Disziplin in der Erziehung eine Rolle spielen sollte

  • Es ist wichtig für Kinder, ein gesundes Maß an Disziplin zu erlernen, damit sie mit den Anforderungen, die im Leben auf sie zukommen, zurechtkommen. Mit einem Mangel an Disziplin geht oft auch ein Mangel an Verantwortungsgefühl oder Schuldgefühl einher.
  • Disziplin brauchen Ihre Kinder, um später selbstständig ihr Leben meistern zu können. Wer mit dem Klingeln des Weckers aufsteht und in die Schule geht, statt sich herumzudrehen und weiter zu schlafen, braucht Disziplin. Wer für eine Klassenarbeit immer wieder lernt, auch wenn er den Stoff nicht sofort versteht, braucht Disziplin. Wer eine Ausbildung durchzieht, auch wenn diese vielleicht nicht immer Spaß macht, benötigt ebenfalls Disziplin. Sie sehen: Disziplin braucht man in vielen Lebenslagen.
  • Daher sollten Ihre Kinder früh lernen, sich in bestimmten Situationen diszipliniert zu verhalten. Dies heißt jedoch nicht, dass Ihre ganze Erziehung auf Gehorsam, Zurückhaltung und Disziplin in allen Lebenslagen ausgerichtet sein sollte. Es sollte auch mal erlaubt sein, undiszipliniert zu sein und einfach Spaß zu haben. In bestimmten Bereichen sollte Ihr Kind allerdings frühzeitig lernen, seine Aufgaben zu übernehmen und diese diszipliniert durchzuhalten.

So lernen Ihre Kinder am Ball zu bleiben und Verantwortung zu tragen

  • Egal, was Sie Ihren Kindern vermitteln wollen: Leben Sie es vor! Wenn Sie selbst völlig undiszipliniert sind, wird es schwierig, Ihre Kinder zur Disziplin zu erziehen. Gehen Sie also mit gutem Beispiel voran und erledigen alle Aufgaben, die zu tun sind, diszipliniert und mit Vorbildcharakter.
  • Erklären Sie Ihren Kindern, warum es nötig ist, in bestimmten Bereichen Disziplin zu zeigen und zeigen Sie ihnen, dass man etwas leisten muss, um bestimmte Dinge im Leben zu erreichen.
  • Dazu gehört auch, dass Sie Ihren Kindern den Wert bestimmter Dinge klar machen und Sie nicht mit materiellem Besitz überschütten.
  • Lassen Sie Ihre Kinder frühzeitig bestimmte Aufgaben übernehmen. Eines Ihrer Kinder kann zum Beispiel regelmäßig den Tisch decken, ein anderes räumt dafür regelmäßig die Spülmaschine aus. Durch diese Aufgaben lernen Ihre Kinder, dass bestimmte Dinge gemacht werden müssen.
  • Seien Sie konsequent in der Erziehung zur Disziplin. Machen Sie Ihren Kindern klar, dass die Arbeit vor dem Vergnügen kommt. Lassen Sie Ihre Kinder zum Beispiel immer erst alle Hausaufgaben erledigen, bevor diese raus zum Spielen dürfen und immer erst ihre Zimmer aufräumen, bevor sie sich verabreden dürfen. Nur wenn es klare Regeln gibt, erlernen Kinder Disziplin.
  • Klar dürfen Sie mal Ausnahmen machen. Aber Ausnahmen sollten auch wirklich einen Ausnahmecharakter haben. Wenn Sie zwei Mal in der Woche Ihre eigenen Regeln brechen und Ihrem Kind erlauben, die Hausaufgaben später zu machen, ist dies keine Ausnahme und Ihre Erziehung wird nicht fruchten.
  • Stellen Sie die Regeln klar und freundlich auf. Üben Sie aber nicht zu viel Druck aus. Erklären Sie Ihrem Kind, welchen Sinn bestimmte Aufgaben und Regeln haben. Machen Sie Ihrem Kind außerdem klar, dass es selbst in der Hand hat, wie seine Freizeit aussieht. Es kann sich an die Regeln halten und dann den Rest der Zeit nach Lust und Laune gestalten oder die Regeln verweigern und damit aber eben auch das Vergnügen nach getaner Arbeit. Auf diese Weise lernt Ihr Kind, dass es angenehme Dinge nur dann gibt, wenn es dazu bereit ist, vorher auch mal lästige Dinge zu erledigen.
  • Wenn Ihr Kind einen Freizeitkurs angefangen hat, der ihm keinen Spaß macht, sollten Sie es nicht quälen und generell dazu zwingen, diesen durchzuziehen. Sie sollten es jedoch auch nicht alle möglichen Hobbys anfangen und wieder abbrechen lassen. Wenn Sie merken, dass Ihr Kind sofort alles Mögliche aufgibt, sollten Sie es ruhig auch einmal dazu zwingen, etwas durchzuziehen. Lassen Sie Ihrem Kind die Wahl, welchen Kurs es von Anfang bis Ende machen will, aber bestehen Sie dann auch darauf.
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