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Dispositive Arbeit - die neuzeitliche Ergänzung der klassischen Produktionsfaktoren

Dispositive Arbeit gilt seit einiger Zeit als vierter der bereits in der klassischen Volkswirtschaftslehre bekannten Produktionsfaktoren. Bereits Adam Smith hatte Arbeit, Boden und Kapital als die Eckpfeiler einer Volkswirtschaft definiert.

Leitende Tätigkeit heißt Mitverantwortung für Unternehmenserfolg.
Leitende Tätigkeit heißt Mitverantwortung für Unternehmenserfolg.

Dispositive Arbeit - Unternehmensleitung als Produktionsfaktor

  • Die moderne Volkswirtschaftslehre hat erkannt, dass nicht nur Arbeit, Boden und Kapital notwendig sind, um Erträge zu generieren. Diese Prämissen gelten jedoch auch für die Betriebswirtschaftslehre.
  • Je größer ein Unternehmen ist, um so wichtiger wird auch die Leitung und Verantwortung für einzelne Unternehmensbereiche. Dispositive Arbeit bedeutet nichts anderes, als aufsichtsführend verantwortlich tätig zu sein. 
  • Stellen wir uns einmal vor, ein mittelständisches Unternehmen mit 500 Mitarbeitern hätte als einzige Führungskraft den Firmeninhaber. Beschaffung, Verarbeitung, Marketing, Controlling und Vertrieb würden ausschliesslich in seiner Verantwortung liegen - die klassischen Produktionsfaktoren sind gegeben, das Unternehmen wäre dennoch früher oder später nicht mehr wettbewerbsfähig.
  • Notwendig für den reibungslosen Ablauf der einzelnen Unternehmensbereiche ist auch dispositive Arbeit, die dezentrale Führung und Verantwortung der jeweiligen Abteilungen. Zu Zeiten Adam Smith waren Firmen sehr kleiner aufgestellt als heute, Konzerne noch unbekannt, Handwerk und Landwirtschaft waren trotz bereits bestehender Börsen die dominierende Wirtschaftsfaktoren.

Humankapital ist notwendiger Bestandteil

  • Arbeitnehmer als Humankapital zu bezeichnen, mag auf den ersten Blick zynisch klingen. Dispositive Arbeit setzt aber Wissen voraus, und Wissen ist eine Form von Kapital. Ohne Wissen oder Fachkenntnisse kann keine Tätigkeit ausgeübt werden. 
  • Dispositive Arbeit kummuliert das Wissen der einzelnen Fachkräfte, um deren Arbeitsleistung optimal zu steuern. Der Abteilungs- oder Bereichsleiter ist die Schnittstelle zu anderen Abteilungen. Das Unternehmen floriert dann ideal, wenn die Fertigkeiten der einzelnen Arbeitnehmer optimiert werden und das Ergebnis in der Summe mit den optimierten Ergebnissen der anderen Unternehmenseinheiten zusammen geführt wird. 
  • Klingt komisch? Dispositive Arbeit bedeutet, die Arbeit der eigenen Abteilung zu optimieren und mit der Arbeit der anderen Abteilungen zu einem Produktionsergebnis zu vereinen. 

Mit den richtigen Führungskräften Betrieb optimieren

  • Für Sie als Firmeninhaber bedeutet das nichts Anderes, als bei der Auswahl der Führungskräfte darauf zu achten, dass diese die gleichen Vorstellungen und Ansätze in der Umsetzung der Betriebsziele haben. Nicht nur eine methodische Verzahnung sondern auch positive Kommunikation zwischen den „Leitenden“ trägt zu einem konstruktiven Betriebsklima bei.
  • Die dispositive Arbeit als Drehscheibe der einzelnen Unternehmensbereiche ist langfristig für den Erfolg ausschlaggebend.

Dispositive Arbeit klingt hochtrabend, Humankapital hat einen Beigeschmack, Führungskräfte, die führen und die Mitarbeiter zu bestmöglicher Arbeit motivieren, sind neben Kapital, Boden und Arbeit Ihr wichtigstes Instrument zur Firmenleitung.

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