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Dispo überzogen - was nun?

Jetzt haben Sie nicht nur Ihr Girokonto, sondern auch noch den Dispo überzogen und fragen sich, was Sie nun tun können? Da gibt es durchaus einige Ansatzpunkte, die Sie der Reihe nach abarbeiten sollten. Wichtig ist, dass Sie handeln!

Wer sich verschuldet, lebt gefährlich.
Wer sich verschuldet, lebt gefährlich.

Wenn Sie Ihren Dispo überzogen haben und sich fragen, was Sie nun tun sollen, wird die Standardantwort nur lauten: "Sparen, sparen und nochmals sparen!". Damit dürfte Ihnen aber nur bedingt geholfen sein.

Ein Dispo verführt zum Geldausgeben

  • Natürlich ist es richtig, wenn Sie nun sparen und Ihre Ausgaben so weit als möglich reduzieren. Passen Sie Ihre Ausgaben Ihren Einnahmen an. Ihnen muss klar sein, dass Sie auf Dauer nur so viel ausgeben können, wie Sie tatsächlich auch einnehmen. Tun Sie dies nicht, leben Sie über Ihren Verhältnissen und rutschen in eine Schuldenspirale, der Sie kaum mehr entkommen können.
  • Wenn Sie Ihren Dispo überzogen haben, nehmen Sie einen geduldeten Überziehungskredit von der Bank in Anspruch. Die Bank erwartet von Ihnen, dass Sie die Überziehung nur kurzfristig vornehmen und Ihren Kontostand kurzfristig wieder unter die Grenze des Dispokredits zurückführen.

Wenn Sie überzogen haben, zahlen Sie Strafzinsen

  • Bedenken Sie, dass Sie bereits für einen Dispokredit einen Zinssatz entrichten müssen, der um einiges über einem normalen Kreditzinssatz liegt. In der Regel ist er zweistellig. Überziehen Sie auch noch Ihren Dispokreditrahmen, berechnet Ihnen die Bank noch höhere Zinsen, die Ihren Kontostand noch stärker in den Minusbereich hineinzwingen.
  • Sollte Ihnen die kurzfristige Zurückführung in den Rahmen des Dispokredits nicht möglich sein, sprechen Sie Ihren Sachbearbeiter in der Bank an. Bitten Sie ihn, Ihren Dispokreditrahmen noch weiter zu erhöhen, damit Sie aus dem geduldeten Überziehungsbereich wieder in den vereinbarten Dispobereich zurückgelangen. Sie sparen damit Zinsen.
  • Beachten Sie, dass die Bank Ihren Disporahmen nach Ihren Einkommensverhältnissen bemisst und in der Regel das auf Ihrem Girokonto regelmäßig eingehende, dreifache Nettogehalt zugrunde legt.

Schulden Sie nun besser um

  • Verfügen Sie über regelmäßige Einnahmen auf dem Girokonto und müssen Sie davon ausgehen, den Dispo längere Zeit in Anspruch nehmen zu müssen, sollten Sie einen normalen Verbraucherkredit beantragen, für den Sie meist weniger als die Hälfte der Dispozinsen bezahlen. Schulden Sie den Dispo also um.
  • Im Idealfall können Sie eine Immobilie als Sicherheit anbieten und ein Hypothekendarlehen beantragen, dessen Zinsen nochmals meist weniger als die Hälfte eines Verbraucherkredits betragen.

Verlassen Sie sich nicht auf andere

  • Sollte Ihnen all dies nicht gelingen, sollten Sie jedenfalls nicht versuchen, sich noch zusätzlich zu verschulden, ohne gleichzeitig zu sparen. Vergessen Sie den Gedanken, sich an private Darlehensvermittler zu wenden, die Sie oft nur mit Kredithaien in Kontakt bringen, denen Sie Wucherzinsen zahlen müssen und eine Entschuldung auf Dauer verhindern.
  • Betrachten Sie die Inanspruchnahme eines Dispos und das eigennützige Angebot der Banken, Ihnen einen solchen einzuräumen, immer objektiv und fragen Sie sich, ob Sie Ihre Lebensführung tatsächlich auf Kreditbasis gestalten wollen. Bedenken Sie, dass jeder ersparte Euro, den Sie für Zinsen zahlen müssen, verdientes Geld ist. Lassen Sie sich nicht verführen, Geld auszugeben, das Sie eigentlich nicht haben.
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