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Disodium EDTA - Wissenswertes für Kosmetikfans

Disodium EDTA ist kein seltener Inhaltsstoff in Kosmetika. Doch welche Funktion hat er und wie wirkt er auf den menschlichen Organismus und die Umwelt?

Wissen Sie, was alles drin ist?
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Disodium EDTA und seine chemische Eigenschaften 

Die Listen der Inhaltsstoffe von Kosmetika werden immer länger und undurchsichtiger. Disodium EDTA ist ein häufiger Inhaltsstoff in konventionellen Produkten. Doch was verbirgt sich dahinter?

  • Disodium EDTA ist ein chemischer Komplexbildner, also ein Stoff, der leicht mit anderen Stoffen eine Bindung eingehen kann. 
  • Dabei ist es diesem Stoff sogar möglich, mit Teilchen Komplexe zu bilden, denen dies sonst kaum gelingt. 
  • Daher wird er in Kosmetika verwendet, um unterschiedliche Inhaltsstoffe miteinander zu mischen. So bleibt etwa eine Hautcreme lange cremig, während es beispielsweise bei Naturkosmetik schneller passieren kann, dass Öl sich absetzt. Diese Bindung ist auch zeitlich sehr stabil, sodass man von einem Konservierungsstoff sprechen kann. 
  • In Deutschland ist die Chemikalie allerdings nicht als Konservierungsstoff zugelassen. Daher wird sie meist als Feuchthaltemittel oder Enthärter deklariert. 

Die Wirkung der Chemikalie auf Körper und Umwelt 

Wie die meisten Chemikalien, die von der Kosmetikindustrie verwendet werden, haben einen großen Vorteil. Dieser betrifft die Kostenersparnis durch preiswerte Anschaffung und Vereinfachung der Produktion. Leider haben diese Stoffe aber für Mensch und Umwelt Folgen, die vielfach noch gar nicht absehbar sind. Einige Erkenntnisse gibt es dennoch:

  • Disodium EDTA wird als ökologisch bedenklich, also umweltschädlich, eingestuft. Das liegt daran, dass der Stoff - wenn überhaupt - nur sehr langsam abgebaut wird. 
  • Darüber, ob er für Mensch und andere Lebewesen schädlich ist, herrschen sehr geteilte Ansichten. Oft wird angeführt, dass er in den üblichen geringen Mengen keine negativen Auswirkungen auf den Menschen habe. 
  • Problematisch ist allerdings, dass er in der Lage ist, Schwermetalle zu lösen, die dadurch frei werden, anderweitige Bindungen einzugehen. Es wird vermutet, dass unter seinem Einfluss toxische Stoffe leichter in menschliche Zellen gelangen können. 
  • Die Chemikalie ist heute sowohl in Grund- als auch Trinkwasser nachweisbar. Daher sollte möglichst auf Ersatzstoffe zurückgegriffen werden, die leichter abbaubar sind, so das Bundesumweltamt. 

In Bezug auf Kosmetikprodukte ist zu befürchten, dass der Inhaltsstoff Disodium EDTA es weiteren enthaltenen bedenklichen Stoffen erleichtert, die Hautbarriere zu passieren und ins Innere des Körpers und der Zellen zu gelangen. 

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