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DIN 50976 - Informationen zur Norm

In der DIN 50976 ist die Dicke des Zinküberzuges für feuerverzinkte Metallteile genormt. Feuerverzinken wird angewendet, um Eisen oder Stahlteile vor Rost zu schützen. Durch die Norm wird eine gleichbleibende Qualität der Bauteile gewährleistet. Die DIN 50976 ist aber nur in Deutschland genormt, international gibt es eine andere Normbezeichnung.

Feuerverzinkte Leitplanke
Feuerverzinkte Leitplanke © Egon_Häbich / Pixelio

Die DIN 50976 ist eine "Deutsche Industrie Norm" die heutzutage immer seltener wird. Die DIN 50976 wurde mittlerweile durch die internationale Norm DIN EN ISO 1461 ersetzt. Diese gilt weltweit. EN bedeutet "Europäische Norm" und ISO steht für die "Internationale Organisation für Normung". Man findet die DIN 50976 aber noch heute und sie ist nach wie vor identisch mit der internationalen Norm.

Was in der DIN 50976 genau genormt ist

  • Die DIN 50976 ist für das sogenannte Stückverzinken, eine besondere Art des Feuerverzinkens entwickelt worden. Beim Stückverzinken werden fertige Bauteile nach einer Vorbehandlung in ein Zinkschmelzbad getaucht. Leitplanken oder Lkw-Auflieger werden mit diesem Verfahren z. B. vor Rost geschützt.
  • Damit die verzinkten Stahl- oder Eisenteile lang vor Korrosion geschützt sind, ist die Dicke des Zinküberzuges ausschlaggebend. Die Dicke des Überzuges wird in µm gemessen. 1 µm (Mikrometer) entspricht einem tausendstel Millimeter.
  • Der genaue Titel der DIN 50976 oder der DIN EN ISO 1461 lautet "Durch Feuerverzinken auf Stahl aufgebrachte Zinküberzüge (Stückverzinken)“ und fällt in den Bereich Korrosionsschutz.

Mindestschichtdicke von Zinküberzügen gemäß DIN 50976

Die Dicke des Zinküberzuges richtet sich dabei nach der Stärke des Trägermaterials. So ergeben sich für die unterschiedlichen Materialstärken folgende Richtwerte in der DIN 50976:

  • Bei einer Materialdicke von  0 bis 1,5 mm wird mindestens eine Überzugsdicke von 45 µm vorgeschrieben.
  • Bei einer Materialstärke von 1,5 bis 3 mm sind mindestens 3 mm erforderlich.
  • Bei Materialstärken von 3 bis 6 mm beträgt die Überzugsdicke mindestens 70 µm.
  • Ab einer Materialstärke von 6 mm benötigt die Zinkschicht eine Stärke von 85 µm.

In der Praxis fällt der Zinküberzug bei den meisten Werkstücken deutlich höher aus, als es in der DIN 50976 genormt ist. Die Dicke des Zinküberzuges beträgt oft bis zu 150 µm.

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