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Digitale Spiegelreflexkamera richtig bedienen - so steigen Sie ein

Digitale Spiegelreflexkamera richtig bedienen - so steigen Sie ein4:55
Video von Erkki Meyer4:55

Der Schritt, auf eine digitale Spiegelreflexkamera aufzurüsten und damit tiefer in die Fotografie einzusteigen, bringt einige Änderungen im Umgang mit der Kamera mit sich. Nicht nur ist sie größer und schwerer, sie hat auch wesentlich mehr Einstellmöglichkeiten als eine Kompaktkamera. Um nicht am Anfang durch die Fülle der Optionen überfordert zu werden, gibt es einige grundlegende Bedienmöglichkeiten.

Die neue digitale Kamera richtig bedienen

Lassen Sie sich am Anfang vom professionellen Aussehen einer digitalen Spiegelreflexkamera (DSLR) nicht verunsichern. Mit ihr kann man genauso einfach fotografieren wie mit einer Kompaktkamera, wenn man jedoch mehr Freiheiten in den Einstellungen wünscht, hat man mit ihr auch diese Möglichkeiten.

  • Im Unterschied zu den meisten Kompaktkameras werden Sie hier manuelle Bedienringe für den Zoom und das Scharfstellen vorfinden. Der Zoomring ist immer der, der dem Kameragehäuse am nächsten ist, der Fokusring sitzt mehr in Richtung Frontlinse des Objektivs.
  • Digitale Spiegelreflexkameras werden vor allem wegen der Objektivwechselmöglichkeiten geschätzt. Nutzen Sie diese Möglichkeit und kaufen Sie sich Objektive, die genau Ihren Anforderungen entsprechen. In Fotografiefachgeschäften können Sie die Objektive vor dem Kauf in aller Regel ausleihen und in Ruhe testen. Einige bieten auch einen Mietservice an, sodass man sich teure Objektive für ein paar Tage mieten kann.
  • Die Schaltzentrale der Kamera ist das Moduswählrad. Hier stellen Sie den Aufnahmemodus der Kamera ein. Wollen Sie sich um die Einstellungen keine Gedanken machen, wählen Sie den Modus "Auto". Hier übernimmt die Kamera die Einstellung der Belichtung und aller anderen wichtigen Optionen und Sie drücken lediglich auf den Auslöser. So fotografieren Sie wie mit einer Kompaktkamera und können sich erst einmal an die neue Kameraform gewöhnen.
  • Der Modus "P" (Programm) bietet Ihnen zumindest die Möglichkeit, nicht belichtungsrelevante Parameter wie den Weißabgleich, die Fokusmethode oder den ISO-Wert einzustellen, Blende und Verschlusszeit werden weiterhin von der Kamera gewählt.
  • Der Modus "A" (Aperture Priority = Blendenvorwahl, bei Canon "Av") bietet Ihnen die Möglichkeit, die Blende selbst zu wählen, die Verschlusszeit wird passend von der Kamera gewählt. Durch eine kleine Blendenzahl (z. B. 2.8) erreichen Sie eine geringe Schärfentiefe (der Hintergrund wird verschwommen) und können auch bei wenig Licht noch ohne Blitz fotografieren. Eine hohe Blendenzahl (z. B. 22) gewährt eine große Schärfentiefe, erfordert aber auch längere Belichtungszeiten, sodass eventuell ein Stativ für bestimmte Aufnahmen nötig wird.
  • Der Modus "S" an einer digitalen Spiegelreflexkamera steht für "Shutter Priority" (Verschlusszeitvorwahl, bei Canon "Tv") und ermöglicht Ihnen, die Verschlusszeit frei zu wählen, die Blende wird entsprechend passend von der Kamera gewählt. So können Sie kurze Verschlusszeiten für schnelle Bewegungen oder lange Verschlusszeiten für ein weicheres, nicht maximal scharfes Bild wählen.
  • Der letzte Modus "M" (Manuell) ermöglicht Ihnen die Einstellung von Blende und Verschlusszeit so, wie Sie es wünschen. Um in diesem Modus gute Fotos zu erzielen, benötigen Sie aber ein fundiertes Wissen über den genauen Zusammenhang von Blende und Verschlusszeit und müssen sich mit der Belichtung eines Fotos auskennen, denn hier gibt Ihnen die Kamera keinerlei Hilfen.

Die Spiegelreflexkamera richtig handhaben

Neben dem Wissen über die neuen Modi gegenüber einer Kompaktkamera wird eine digitale Spiegelreflexkamera auch anders gehandhabt.

  • Halten Sie die Kamera mit der rechten Hand an dem dafür vorgesehenen Seitengriff, die linke Hand hält von unten das Objektiv. Sie schauen mit dem rechten Auge durch den Sucher, so vermeiden Sie, aus Versehen Einstellungen durch das Drücken von Tasten mit der Nase zu verändern.
  • Die meisten digitalen Spiegelreflexkameras bieten Ihnen auch die Möglichkeit, wie bei einer Kompaktkamera, den Bildschirm als Sucher zu nutzen. Ein optischer Sucher ist einem Bildschirm oder digitalen Sucher jedoch immer vorzuziehen, da er das Bild ohne elektronische Verarbeitung anzeigt und gleichzeitig das Auge von Eindrücken aus der Umgebung abschirmt. So können Sie sich voll und ganz auf Ihr Foto konzentrieren.

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