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Diesel eingefroren - was tun?

Bei tiefen Temperaturen kann es vorkommen, dass Diesel eingefroren ist. Aufgrund der Kälte bilden sich im Diesel Flocken aus Paraffin. Diese verstopfen den Dieselfilter und die Förderpumpe. Das führt dann schließlich dazu, dass der Motor nicht mehr läuft.

Ist Diesel eingefroren, entstehen Flocken aus Paraffin.
Ist Diesel eingefroren, entstehen Flocken aus Paraffin.

Was Sie benötigen:

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Diesel kann bei niedrigen Temperaturen und ausflocken. Dabei entstehen Paraffinteilchen, die den Dieselfilter und das Sieb der Förderpumpe verstopfen können. Im Volksmund heißt es dann, dass der Diesel eingefroren ist. Es führt auf jeden Fall dazu, dass der Motor schon bald nicht mehr läuft. Das Problem lässt sich allerdings nicht so ganz einfach beheben. Die einzige Möglichkeit, es zu verhindern, besteht in der Vorbeugung. Dazu muss bei tiefen Temperaturen unter -10 Grad Celsius ein Frostschutzmittel in den Kraftstoffbehälter mit dem Diesel gegossen werden. Derartige Mittel erhalten Sie an jeder Tankstelle. Bei den meisten Tankstellen ist der Diesel in den Wintermonaten schon mit einem Frostschutzmittel angereichert, sodass Sie nichts weiter unternehmen brauchen.

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Wenn der Diesel eingefroren ist, müssen Sie handeln

    1. Zunächst muss, wenn der Diesel eingefroren ist, der Kraftstofftank restlos entleert werden. Der Prozess der Paraffinausflockung lässt sich nicht wieder rückgängig machen. Deshalb muss der Dieselkraftstoff fachgerecht entsorgt werden.
    2. Als Nächstes müssen Sie den Dieselfilter ausbauen und ihn durch einen neuen ersetzen.
    3. Bei einigen Motoren befindet sich an der Dieselförderpumpe auch noch ein Sieb. Dieses müssen Sie natürlich auch reinigen oder erneuern. Erst danach können Sie wieder sauberen Dieselkraftstoff in den Tank füllen.
    4. Bei älteren Motoren müssen Sie dann bei eingefrorenem Diesel die Kraftstoffanlage entlüften. Dazu lösen Sie die Dieselleitungen an den Einspritzdüsen und pumpen mit dem Hebel an der Förderpumpe so lange, bis Diesel aus der gelösten Leitung ausfließt. Dann ziehen Sie die Überwurfmuttern der Dieselleitungen wieder fest. Neuere Dieselmotoren brauchen nicht mehr entlüftet werden.
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