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Die Zombie-Apokalypse überleben

Der Tag wird kommen, an dem die Nachrichten das Auftreten eines merkwürdigen neuen Viruses bekanntgeben, der Menschen in Untote verwandelt. Dieser Tag wird der Beginn der Zombie-Apokalypse sein und ein Großteil der Menschheit wird ihr zum Opfer fallen. Vor allem all jene, die nicht wissen, wie sie auf die neue Situation reagieren sollen. Sie hingegen haben gute Chancen, zu überleben, zumindest dann, wenn Sie wissen, wie Sie sich verhalten müssen.

Ein Zombie kommt selten allein.
Ein Zombie kommt selten allein.

Was Sie benötigen:

  • Nahrung
  • Waffen
  • ein sicheres Versteck
  • medizinisches Zubehör
  • Unterhaltungsmedien

Sich gegen die Zombies verteidigen

In jedem Zombie-Szenario spielen Waffen eine große Rolle. In Filmen sind Kettensäge und Schrotflinte die Waffen der Wahl. Zumindest die Schrotflinte hätte auch in der Realität eine Daseinsberechtigung, verlassen sollten Sie sich dennoch nicht auf sie.

  • Es gibt drei Gründe, die gegen Schusswaffen sprechen. Erstens: Sie leben nicht in den USA, es wird folglich schwierig sein, an Waffen und Munition im großen Stil heranzukommen. Zweitens: Vermutlich fehlt Ihnen die Erfahrung im Umgang mit den Waffen. Ein bewegliches Ziel in einer Stresssituation zu treffen, ist keine leichte Aufgabe. Drittens: Geräusche ziehen noch mehr Zombies an; und so ein Pistolenschuss ist lauter, als Sie glauben.
  • Mit ein wenig Übung bietet sich eine Armbrust als Fernkampfwaffe an. Sie ist geräuscharm und die Bolzen lassen sich wiederverwenden. Auch Wurfmesser kommen infrage. Diese verlangen in der Benutzung aber einiges an Geschick.
  • Was den Nahkampf angeht, so bedienen Sie sich zu Beginn der Pandemie im örtlichen Baumarkt: Äxte, Beile, Brechstangen, Macheten oder Stahlrohre eignen sich hervorragend zur Zombiebekämpfung. Denken Sie nur daran, dass es einige Kraft kostet, diese Gerätschaften zu schwingen.
  • Eigentlich gehört es zur Allgemeinbildung, zur Sicherheit sei es dennoch erwähnt: Sie können Zombies nur töten, indem Sie ihr Hirn beschädigen. Selbst von einem Zombiekopf ohne Körper geht noch Gefahr aus, Körpertreffer sind folglich sinnlos.

Der ideale Unterschlupf

  • Das Wichtigste im Falle einer Zombieapokalypse ist ein guter Unterschlupf. Dieser muss so gewählt sein, dass er sich beim Ausbruch der Seuche schnell erreichen lässt. Jede lange Anfahrt birgt ungeheure Risiken und ist daher zu vermeiden.
  • Ihr Unterschlupf muss so gewählt sein, dass er auch einem wahren Ansturm von Untoten standhält. Ein einfacher Bauzaun genügt nicht, hier ist solides Mauerwerk gefragt. Ebenerdige Fenster oder große Türen sind zu verbarrikadieren, um Sicherheitslücken zu schließen.
  • Ein großes Gebäude hat viele Vorteile, so können Sie auf seinem Dach vielleicht Nahrung anbauen und es existiert auch ausreichend Stauraum für Ihre Habe. Dennoch sind kleine Quartiere sinnvoller. Der Grund: Sie sind besser von einer einzelnen Person zu verteidigen; und niemand garantiert Ihnen, dass es noch andere Überlebende geben wird.
  • Angriffen standzuhalten, ist eine Sache, es gar nicht erst dazu kommen zu lassen, eine andere. Wenn Zombies und Plünderer (siehe unten) nicht wissen, dass es Sie gibt, können sie auch nicht versuchen, Ihrer habhaft zu werden. Deshalb hat Unauffälligkeit Vorrang. Ein kleines, gut befestigtes Haus auf dem Land ist deutlich sicherer als ein massiver Bürokomplex in der Zombie verseuchten Innenstadt. Apropos: Dort wo früher viele Menschen lebten, wird es nach Ausbruch der Seuche viele Zombies geben. Innenstädte sind also grundsätzlich eine Todesfalle.

Ihre Mitmenschen sind das wahre Problem

  • Wenn Sie alles richtig gemacht haben, sich vor der Apokalypse ein sicheres Quartier gesucht und es mit Nahrung, Wasser und Waffen gefüllt haben, so bleibt ein Problem: Ihre Mitmenschen. Der Zusammenbruch der sozialen Ordnung wird mit einem Zusammenbruch des gesellschaftlichen Wertekanons einhergehen. Das heißt, ab sofort stellt jeder andere Überlebende eine Gefahr für Sie dar, denn er will ebenfalls überleben und wird dazu im Zweifelsfall auch über Ihre Leiche gehen.
  • Meiden Sie andere Menschen, wo Sie nur können. Verstecken Sie sich gegebenenfalls und nehmen Sie keinen Kontakt zu ihnen auf. Lassen Sie niemanden wissen, dass Sie über Vorräte verfügen, denn das würde Begehrlichkeiten wecken.
  • Sichern Sie Ihr Quartier nicht nur gegen Untote, die bekanntlich weder klettern noch balancieren können, sondern gehen Sie auch von menschlichen Angreifern aus. Seien Sie bei entsprechenden Abwehrmaßnahmen nicht zimperlich, es geht immerhin um Ihr Leben.

Überleben nach der Apokalypse

  • Wenn Sie die letzte Dose Ravioli geöffnet gegessen und die letzte Cola-Flasche getrunken haben, haben Sie ein Problem. Aus diesem Grund sollten Sie schon direkt nach Ausbruch der Pandemie damit beginnen, Ihren Nachschub an Nahrung zu sichern. Holen Sie sich Bücher über Ackerbau aus der Bibliothek und Saatgut aus dem Baumarkt und beginnen Sie damit, Gemüsegärten anzulegen.
  • Haushalten Sie mit Ihren Vorräten. Sommer und Herbst stellen nahrungstechnisch kein Problem dar - der Winter schon. Versuchen Sie daher, sich in der warmen Jahreszeit von frischem Obst und Gemüse zu ernähren und greifen Sie erst dann auf Konserven zurück, wenn alles andere aufgebraucht ist.
  • Denken Sie daran, dass es im Winter keine funktionierende Zentralheizung geben wird und mögliche Wasserquellen eingefroren sein werden. Kümmern Sie sich also rechtzeitig um Brennstoff und eine zuverlässige Wasserversorgung.

Pflegen Sie Ihre Psyche

Wenn die heiße Phase der Zombieapokalypse vorüber ist und Sie in einem gut gesicherten Haus sitzen, werden Sie sich einem neuen Gegner gegenübersehen: der Langeweile. Depressionen und Selbstmordgedanken sind in dieser Situation so sicher wie das Amen in der Kirche. Wehren Sie den Anfängen.

  • Suchen Sie sich ein Hobby. Was zynisch klingt, ist ein ernst gemeinter Ratschlag. Ein Hobby gibt Ihnen etwas, an dem Sie arbeiten können. Es schenkt Ihnen Erfolgserlebnisse und lenkt Sie von Ihrer Gesamtsituation ab. Vermeiden Sie nur auffällige Hobbys wie ein Dudelsackspielen oder Paragliding, sonst haben Sie bald eine ungebetene Fangemeinde.
  • Soziale Kontakte können in einer Extremsituation viel Rückhalt geben. Wie gesagt stellen andere Menschen aber eine große Gefahr dar. Bestehende Verbindungen können unter dem Situationsstress leicht zerreißen. Legen Sie sich im Zweifelsfall ein Haustier zu. Das ist am sichersten.
  • Routinen sind ebenfalls eine große Hilfe. Wenn Sie Alltagsritualen nachgehen, ist ein guter Teil Ihrer Zeit fest verplant. Wenn Sie etwas zu tun haben, werden Sie sich währenddessen keine Gedanken über Ihre Gesamtsituation machen. Und in einer Welt voller hirngeifernder Untoter, wahnsinniger Plünderer und dem nahenden Winter sind Gedanken über Ihre Gesamtsituation etwas, das Sie unbedingt vermeiden sollten.
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