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Die Welle als Theaterstück aufführen - so planen Sie es

Wer den Roman "Die Welle" als Theaterstück aufführen möchte, muss einige Zeit in die Planung und Vorbereitung stecken. Dabei gibt es bei der Planung einiges zu bedenken.

"Die Welle" als Theaterstück - rechtzeitig planen
"Die Welle" als Theaterstück - rechtzeitig planen © Illustartion_Marcus_Stark / Pixelio

Der Roman "Die Welle"

Der Roman "Die Welle" sorgt seit seinem Erscheinen vor mehr als dreißig Jahren für einige Aufmerksamkeit.

  • "The Wave" ist ein 1981 erschienener amerikanischer Roman von Norton Rhue, der 1984 in der Übersetzung von Hans-Georg Noack auf Deutsch erschien. In Deutschland lautete der komplette Titel "Die Welle. Bericht über einen Unterrichtsversuch, der zu weit ging".
  • Ausgangspunkt ist ein Film über die Shoah, den ein Geschichtslehrer seinen Schülern vorführt. Diese können nicht begreifen, wie sich der Nationalsozialismus in Deutschland durchsetzen konnte und wie es passieren konnte, dass so viele von der Shoa nichts gewusst haben wollen. Auch glauben sie, dass es eine solche Manipulation der Massen kein zweites Mal geben könne. Weil der Lehrer darauf keine Antwort hat, entschließt er sich zu einem Versuch. Er möchte zeigen, wie man Menschen mit einfachen Mitteln manipulieren kann. Das Experiment zeigt eine solch massive Wirkung, dass es vom Geschichtsunterricht auf die ganze Schule überschwappt und schließlich völlig außer Kontrolle gerät, bis der Lehrer reagiert und den Schülern bewusst macht, dass auch Sie gute Nazis gewesen wären. Diese sind entsetzt und möchten, bis auf einen namens Robert, den Versuch so schnell wie möglich vergessen.
  • Schon vor dem Roman entstand ein Drehbuch für einen Film, auf dem der Roman basiert. Das Drehbuch bezieht sich wiederum auf einen 1967 von einem Geschichtslehrer in Palo Alto durchgeführten Versuch. Dennis Gansel verfilmte das Experiment 2008 unter dem Titel "Die Welle" in Deutschland neu. Dieser Film spielt nicht mehr in Amerika, sondern im heutigen Deutschland und hat einen veränderten Schluss, denn der Schüler Tim, der in dieser Verfilmung die Rolle Roberts innehat, schießt zunächst auf einen Mitschüler, schließlich erschießt er sich selbst.

Wie Sie das Theaterstück planen können

Möchten Sie "Die Welle" als Theaterstück aufführen, müssen Sie sich überlegen, wie Sie dabei vorgehen können.

  • Da Romane nicht für die Bühne geschrieben sind, brauchen Sie zunächst eine Bühnenadaption. Der Roman ist schon verschiedentlich als Theaterstück aufgeführt worden, entsprechend sind auch bereits Bearbeitungen für die Bühne erhältlich. Der Pegasus Theater- und Medienverlag bietet beispielsweise Textbücher zum Kauf an, dabei sind jedoch auch bestimmte Aufführungsrechte zu beachten. Fragen hinsichtlich der Rechte sollten Sie unbedingt vorher abklären.
  • Anstatt eine fertige Bearbeitung zu wählen, können Sie auch selbst eine Bühnenadaption erarbeiten. Fangen Sie damit rechtzeitig an und überlegen Sie sich nach gründlicher Lektüre zunächst, in welchem Land und zu welcher Zeit die Handlung spielen soll, hier müssen Sie sich so wenig wie der Film von 2008 an die Vorgaben des Romans halten. Überlegen Sie sich außerdem, wie viele Darsteller für die Bühne sinnvoll sind oder wie viele Sie zur Verfügung haben, und stellen Sie das Personal entsprechend zusammen.
  • Haben Sie eine Bühnenfassung entwickelt oder besorgt, können Sie die Aufführung gemeinsam mit den Darstellern erarbeiten. Dafür ist es wichtig, dass alle nicht nur die Bühnenadaption, sondern auch den Roman gelesen haben und außerdem über die nötigen Geschichtskenntnisse verfügen. Hilfreich sein können hier auch Gespräche mit Zeitzeugen über ihre Erlebnisse im Nationalsozialismus.
  • Bei der Wahl der Kostüme und Kulissen kommt es auf die Zeit, in der Sie Ihr Stück spielen lassen und auf den Handlungsort an. Kostüme und Kulissen müssen nicht aufwendig sein, es reichen ein paar geeignete Symbole. Gleichschaltung können Sie beispielsweise durch ein einheitliches Äußeres zusätzlich verdeutlichen.

Wichtig ist, dass Sie für die Vorbereitung genügend Zeit einplanen.

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