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Die Waschwirkung von Seife anschaulich erklärt

Im Deutschland der Gegenwart werden riesige Mengen an Körperpflege-, Wasch- und Reinigungsmittel produziert und verbraucht. Dabei gehört die Herstellung von Seife seit mehr als 4.000 Jahren zu den bekannten chemischen Verfahren. Die Waschwirkung von Seife wurde erst zu späterer Zeit erkannt und genutzt.

Heute ist Seife ein beliebtes Wasch- und Kosmetikmittel.
Heute ist Seife ein beliebtes Wasch- und Kosmetikmittel.

Babylonier, Ägypter und Phönizier verkochten vor tausenden Jahren Öl und Fett mit Laugen. Germanen und Gallier benutzten später Ziegentalg und Holzasche für die Seifenherstellung, die damals nur für die Kosmetik eingesetzt wurde.

Seifenherstellung mit langer Tradition

  • Immer kam es bei der Seifenherstellung durch Römer oder Germanen zur Hydrolyse von Fetten, wie sie auch noch heute bei der modernen Seifenproduktion vorkommt. Bei dieser Hydrolyse entstehen gewöhnliche Seifen und Glycerin.
  • Gewöhnliche Seife besteht aus einer Mischung von Natriumsalzen und Fettsäuren. Sie eignet sich zur Reinigung und ist gleichzeitig ein reines Salz.
  • Marseiller Seife wird mit Olivenöl gewonnen. Alkohol macht Seife durchscheinend. Zugesetzt werden Seife auch Duftstoffe, Farbstoffe und Desinfektionsmittel.

Waschwirkung von Seife beruht auf Eigenschaften von Seifenlösungen

  • Die Waschwirkung von Seifen lässt sich anhand der Eigenschaften von Seifenlösungen verdeutlichen.
  • Eine nennt sich Grenzflächenaktivität. Hier verteilen sich die grenzflächenaktiven Stoffe nicht gleichmäßig in der Flüssigkeitsmenge. Ein Sammeln findet vor allem an den Grenzflächen statt. 
  • Das Wasser wird entspannt und Stoffe leichter benetzt. Dazu bilden die Stoffe Schaum. Sie zerstreuen Öl- und Schmutzteilchen und emulgieren weitere nicht kristalline Stoffe. Sie gelangen auch in Spalten zwischen Schmutz und Gewebe/Haut und trennen den Schmutz ab.
  • Die Eigenschaft der Anionenaktivität beruht auf der Feststellung, dass Schmutz und Fasern in wässriger Lösung eine schwache elektrische Negativladung aufweisen.
  • In Seifenlösung ist die negative Aufladung sehr erhöht. Dadurch ist auch die abstoßende Wirkung größer.
  • Die elektrische Ladung von Teilchen verhindert, dass sie fest an den gelösten Schmutz- und Fettteilchen haften. So können sich auch kleinere nicht zu größeren Teilen zusammenballen, was eine erneute Bindung mit den Fasern bedeuten würde. Im Prinzip erhöht sich dadurch das sogenannte Schmutztragevermögen. 

Die Waschwirkung von Seife vergrößert sich bei Bewegung bei höherer Temperatur. So kommt es zur besseren Schmutzablösung und Zerteilung in kleinere Schmutzpartikel. Seifenlauge muss immer mit reinem Wasser abgespült und entfernt werden. 

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