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Die Strandkrabbe und ihre Feinde - Wissenswertes zur Lebensweise der Krabbenart

Die Krebstiere, zu denen auch die Strandkrabbe gehört, sind eine Tiergruppe, die bereits im Erdaltertum, also vor etwa 600 Millionen Jahren, lebte. Da sie viele Feinde haben, können Sie die Tiere an den Küsten oder Ufern von Flüssen meist in der Dämmerung beobachten.

Die Lebensweise der Standkrabbe beobachten
Die Lebensweise der Standkrabbe beobachten © M.Schlüter / Pixelio

Anatomie der Strandkrabbe beschreiben

  • Die Strandkrabbe gehört zu den Kurzschwanzkrebsen. Dies bedeutet für Sie, dass ihr Hinterleib verkümmert ist und fest unter das querovale Kopfbruststück geschlagen ist.
  • Krebse besitzen einen festen Panzer aus Kalk und Chitin, der auch Außenskelett genannt wird. Er gibt dem Körper eine feste Form und dient nach innen als Ansatzstelle für die Muskeln.
  • Da das Skelett mit dem Tier nicht mitwachsen kann, muss es von Zeit zu Zeit gewechselt werden. Diesen Vorgang nennt man Häutung. Dazu platzt eine vorgesehene Nahtstelle des Panzers auf und wird innerhalb von einigen Minuten abgestreift. Dies ist die Zeit, in der die Krabbe für ihre Feinde eine leichte Beute ist. Daher versteckt sich das zunächst weichhäutige und schutzlose Tier so lange, bis der neue Panzer nach etwa 10 Tagen ausgehärtet ist.
  • Merken Sie sich, dass das Gehirn und das Herz im starren Kopfbruststück liegen, wobei das röhrenförmige Rückenherz das sauerstoffreiche Blut zum Kopf befördert, von wo aus es in einem offenen Blutkreislauf durch den Körper zum Herz zurückfließt.
  • Die Strandkrabbe atmet mit Kiemen. Dies sind fadenförmige Anhänge des oberen Teils der Beine. Diesen Kiemenbüschel finden Sie unter einer Ausbuchtung des Rückenschildes.
  • Schauen Sie sich eine Krabbe an, werden Sie 5 Beinpaare erkennen, wobei das erste Beinpaar zu Scheren umgewandelt wurde. Mit diesen Greifzangen packt sie ihre Beute, wie beispielsweise Pflanzen, Schnecken, Würmer und kleine Fische, zerkleinert sie und führt sie der Mundöffnung zu.
  • Die restlichen Beinpaare sind Laufbeine. Beachten Sie, dass weibliche Krebse an den Afterfüßen ihre Eipakete tragen. Frisch geschlüpfte Krabben halten sich an den Füßen fest, wodurch durch leichte Bewegungen ein Wasserstrom erzeugt wird, der das Muttertier, die Eier und die Jungtiere mit sauerstoffreichem Frischwasser versorgt.
  • Standkrabben besitzen auf beweglichen Stielen sitzende Augen, wodurch ein weites Gesichtsfeld ermöglicht wird. Mit dem antennenähnlichen ersten Fühlerpaar tasten sie die Umgebung ab. Merken Sie sich, dass die Riechsinneszellen an den kürzeren zweiten Antennen das Aufspüren von Pflanzen und Beutetieren erleichtern.

So verteidigt sich die Krabbe gegen Feinde

  • Die Standkrabbe besitzt vier Laufbeinpaare, die gleich lang sind und es ihr erlauben, mit ihnen schnell wegzulaufen oder auch kurze Strecken rudernd zu schwimmen, wenn Feinde in der Nähe sind. Beachten Sie, dass die laufende Bewegung dabei seitwärts verläuft.
  • Es ist interessant für Sie zu wissen, dass die Tiere mit den kräftigen Greifzangen versuchen, sich vor Feinden wie Vögeln oder Fischen zu wehren. Dabei werden die Zangen weit auseinandergespreizt und gegeneinander geschlagen.
  • Der beste Schutz vor Feinden ist für die Krabbe ein sicheres Versteck. Bei der Beobachtung der Tiere werden Sie sehen, dass sie sich in Höhlen verkriechen oder sich in den Sand eingraben.
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