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Die Schütt-aus-hol-zurück-Methode verständlich erklärt

Sicherlich haben auch Sie schon einmal von der Schütt-aus-hol-zurück-Methode gehört. Hierbei geht es um Geld, das als Dividende ausgeschüttet wird und danach zur Erhöhung des Kapitals zurückgeholt wird. Beachten Sie, dass die Kapitalaufstockung mit der Dividende insofern übereinstimmt, dass die Steuern abgedeckt sind.

Die Schütt-aus-hol-zürück-Methode steigert das Kapital einer Gesellschaft.
Die Schütt-aus-hol-zürück-Methode steigert das Kapital einer Gesellschaft.

Wissenswertes über die Schütt-aus-hol-zurück-Methode

  • Es ist bei der Schütt-aus-hol-zurück-Methode zwischen zwei verschiedenen Ausgestaltungen zu unterscheiden. Die erste verläuft einperiodisch. Das bedeutet, dass Ausschüttung und Rückholung der Gewinne im gleichen Geschäftsjahr vollzogen werden. Die zweite verläuft mehrperiodisch. Hier erfolgt zuerst die fortlaufende Ausschüttung und dann einige Jahre später wird das Kapital inklusive Erhöhung zurückgeholt.
  • Sie sollten beachten, dass bei dieser effektiven Methode die Gewinne für die Aktionäre bestimmt sind. Dabei bleibt die Liquidität der Gesellschaft bestehen. Die Gesellschaft erlebt keinen Engpass.
  • Dieses Kapitalerhöhungsverfahren funktioniert so, dass zuerst die Dividende an die Gesellschafter ausgeschüttet werden muss. Danach erfolgt eine Erhöhung dieses Kapitals, indem die Gesellschafter die Einkommenssteuer in Abzug bringen. Letztendlich geben die Gesellschafter das erhöhte Kapital wieder in das Unternehmensvermögen zurück, indem sie das Grund- oder Stammkapital steigern, die Rücklagen erhöhen oder der Gesellschaft ein Gesellschafterdarlehen geben.
  • Die Aktionäre machen hierbei von ihrem Bezugsrecht Gebrauch.   

So kommt es bei der Anwendung der Methode zu Steuervorteilen

  • Es ist auch möglich, bei der Schütt-aus-hol-zurück-Methode steuerliche Vorteile zu erlangen.
  • Die Aktionäre müssen dann unterhalb der Progressionszone der Einkommenssteuer angelegt sein.
  • Es kann auch zu ertragssteuerlichen Vorteilen kommen. Hierzu muss die körperschaftsteuerliche Tarifbelastung der Gesellschaft die jeweiligen Einkommenssteuerspitzensätze der Gesellschafter überragen.
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