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Die Pille danach - so geht's

Das Kondom ist gerissen, Sie haben die Pille vergessen, Sie hatten es sehr eilig oder das Diaphragma ist verrutscht. Das könnten Zeichen für eine ungewollte Schwangerschaft sein. Es gibt Ausnahmesituationen für die Pille danach. Lesen Sie, welche das sind.

Glücklich sein geht auch ohne Kind.
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So gehen Sie mit der Pille danach um

  • Nicht jeder bekommt die Pille danach in jedem Fall. Es ist eine reine Notfallverhütung.
  • Das Medikament soll verhindern, dass die betroffene Person schwanger wird. In 80 Prozent der Fälle gibt die Pille danach die Sicherheit, dass keine Schwangerschaft entsteht.
  • Um die Pille danach zu bekommen, müssen Sie entweder zu Ihrem Frauenarzt oder zu einer entsprechenden Beratungsstelle, beispielsweise pro familia. Sie benötigen für die Pille danach ein Rezept, weil dieses Medikament verschreibungspflichtig ist.
  • Nach einem Gespräch entscheidet der Frauenarzt oder die Beratungsstelle, ob Sie dieses Medikament bekommen. Es müssen keine Voraussetzungen bestehen, um das Medikament einnehmen zu können. Sie werden trotzdem genau befragt, warum Sie die Pille danach unbedingt haben möchten.
  • Falls es gerade Sonntag ist, können Sie auch in das nächstgelegene Krankenhaus gehen, in die Notfallambulanz. Sie sollten vorher dort anrufen. Nicht jedes Krankenhaus verschreibt die Pille danach.
  • Wenn der Eisprung erst nach fünf Tagen nach dem Missgeschick stattfindet, sollten Sie bedenken, dass es immer noch zu einer Schwangerschaft kommen kann, trotz Pille danach.
  • Die Spermien überleben circa drei bis fünf Tage im Eileiter. Dann geht's zur Befruchtung an die Eizelle. Und hier setzt das Medikament ein.
  • Das Medikament verhindert die Reifung der Eizelle im Eileiter und die Einnistung der Eizelle in der Gebärmutter.
  • Verwechseln Sie die Pille danach nicht mit einer Abtreibungspille. Das ist sie nicht. Sie wirkt nicht, wenn sich das Ei bereits in der Gebärmutter eingenistet hat.
  • Je früher Sie sie einnehmen, desto sicherer ist die Wirkungsweise. 
  • Das Medikament hat allerdings üble Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Erbrechen, Übelkeit, Brustspannen, Bauchschmerzen, Schmierblutungen oder auch Schwindelgefühle. Der Zyklus kann sich verschieben und es können Menstruationsstörungen auftreten.
  • Die Pille danach besteht aus starken Hormonen und kann den Hormonhaushalt stark beeinträchtigen. Deshalb sind die Nebenwirkungen auch so schwerwiegend.
  • In der Regel müssen Sie die Kosten selbst tragen. Die Krankenkasse zahlt die Pille danach nur bis zum vollendeten 20. Lebensjahr. Die entsprechenden Vor- und Kontrolluntersuchungen zahlt sie auch.
  • Nach dem 20. Lebensjahr muss jede Frau die Kosten für die Pille danach selbst tragen. Sie kostet in etwa 20 Euro.
  • Nach drei Wochen sollten Sie noch einmal zu Ihrem Frauenarzt gehen, für eine Kontrolluntersuchung.
  • Die Pille danach muss eine absolute Ausnahme sein. Wenn Sie diese öfters nehmen, kann auch die Wirkung nachlassen.
  • Auch Teenager unter 16 Jahren können die Pille danach einnehmen. Manche Frauenärzte wollen die Einwilligung der Eltern. Die Eltern müssen aber nur bei Mädchen unter 14 Jahren zustimmen.
  • Gehen Sie nicht so leichtfertig mit ungeborenem Leben um. Auch, wenn es die Pille danach gibt, ist es kein Grund nicht zu verhüten.
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