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Die Muscheln der Nordsee - Übersicht

In der Nordsee leben viele Muschelarten, deren Schalen immer wieder am Strand zu finden sind. Für Sie ist es unbedenklich und erlaubt, leere Muschelschalen zu sammeln und mit nach Hause zu nehmen. Noch lebende Muscheln sollten Sie im Wasser belassen. Anhand der leeren Muschelschalen können Sie ganz einfach bestimmen, um welche Art es sich handelt.

Die Herzmuschel ist die häufigste Muschelart in der Nordsee.
Die Herzmuschel ist die häufigste Muschelart in der Nordsee.

Die aktive Bohrmuschel

Die Bohrmuschel ist eine Art, die sehr aktiv ist. Sie bohrt sich in den Boden des Wattenmeers und hat dort ihren Lebensraum. Die Muschelart ist nicht einheimisch, sondern wurde von Amerika gemeinsam mit Zuchtaustern eingeschleppt. Die Schalen der Muschel sind hell und länglich oval. Von der einen Seite der Muschel geht ein geripptes Muster aus, das zur anderen Seite immer schwächer wird. Das Innere der Bohrmuschel können Sie nicht essen.

Die Scheidenmuschel mit ihrer besonderen Optik

Die Scheidenmuschel ist auch unter dem Namen Schwertmuschel bekannt. Sie wird bis zu 17 Zentimeter lang und hat ein sehr schmales Gehäuse. Insgesamt erinnert ihr Aussehen an eine Schwertscheide, wodurch sie ihren Namen erhält. Die Scheidenmuschel wurde aus Amerika in die Nordsee eingeschleppt. Sie können die Muschel nicht essen.

Die Herzmuschel als häufigste Art in der Nordsee

Herzmuscheln sind die häufigste Muschelgruppe im Wattenmeer. Ihren Namen trägt sie wegen ihres herzförmigen Umrisses. Auf der Oberfläche befinden sich kleine Rillen. Die Grundfarbe der Schalen ist hell. Die meisten Arten der Herzmuscheln können Sie essen. Das Fischen dieser Muscheln ist in Deutschland verboten. Das hat verschiedene Gründe. Besonders Vogelarten, die sich von Herzmuscheln ernähren, sind durch das Fischen beeinträchtigt. Auch der Lebensraum der Muscheln macht das Fischen zu einem Problem. Sie leben wenige Zentimeter im Boden des Wattenmeers. Um an die Muscheln heranzukommen, wird der Boden beim Fischen zerstört.

Die Miesmuscheln sind keine miesen Muscheln

Der besondere Name der Miesmuschel ist nicht Programm. Er leitet sich von dem mittelhochdeutschen Wort "mies" ab. Dieses Wort steht für das Moos. Die Miesmuschel spinnt kleine Fäden, deren Optik an Moos erinnert. Die Schalen der Muschel sind länglich oval und haben eine dunkle grau-violette Farbe. Miesmuscheln leben für gewöhnlich in Miesmuschelbänken in der Nordsee. Durch die Fischerei wurden diese Bänke allerdings zerstört. Muschelfressende Vögel haben deswegen ein Nahrungsdefizit. Die Art Mytilus Edulis der Ordnung Mytiloida können Sie essen. Um den Genuss trotz der naturschutzmäßigen Probleme zu ermöglichen, werden Miesmuscheln kultiviert.

Die Auster als Delikatesse

Die europäische Auster hat leicht gewellte Schalen, die weiß und braun gefärbt sind. In Deutschland gibt es aufgrund der Überfischung keine lebenden Tiere mehr. Trotzdem kommt es vor, dass noch immer leere Schalen angespült werden. Diese sind mindestens 70 Jahre alt. Die pazifische Auster hingegen ist die Delikatesse schlechthin. Auch Sie haben diese bestimmt schon auf der einen oder anderen Speisekarte entdeckt. Die Oberfläche ihrer Schalen hat eine felsenartige Maserung und Farbe. Die Muschel stammt eigentlich aus dem Nordpazifik, lebt aber auch in der Nordsee. Das ist auf den ständigen Import von Jungtieren zurückzuführen. In Asien genießen die Menschen die Auster meist gegart. Der Europäer genießt sie fast ausschließlich roh.

Jeder Mensch hat wohl in seinem Leben schon Muscheln gesammelt. Doch nur wenige …

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