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Die Milchstrasse fotografieren - eine Anleitung für Anfänger

Die Frage, wie Ihr Nachbar das macht, stellt sich hier nicht, da dessen seine Kompetenz nicht ausreichen wird, die Milchstraße zu fotografieren. Machen Sie sich das zunutze, was technisch möglich ist.

Die Milchstraße zeigt sich nur begrenzt.
Die Milchstraße zeigt sich nur begrenzt.

Mit einer Kamera lässt sich der Sternenhimmel fotografieren.Technik ist dabei die eine Seite, das, was möglich ist, die andere.

Die Milchstraße ist eine von 100 Milliarden Galaxien

Die Milchstraße insgesamt können Sie von der Erde aus nicht erkennen. Jedem Beobachter auf der Erde versperrt nämlich der Horizont den Blick in die unter ihm liegende Hälfte des Himmels.

  • Wenn Sie die Milchstraße fotografieren möchten, müssen Sie wissen, wie sich diese präsentiert. Der Begriff bezeichnet zunächst das leuchtende Band am Himmel. Das gesamte Ausmaß der Milchstraße lässt sich von der Erde so nicht überblicken. Die Milchstraße ist eine von mindestens 100 Milliarden Galaxien im Universum.
  • Auf der nördlichen Halbkugel der Erde sehen Sie theoretisch ungefähr 5800 Sterne mit dem bloßen Auge. Nur die Hälfte erscheint jeweils über dem Horizont, blasse Sterne sind meist nicht zu erkennen. Wenn Sie insgesamt 2500 Sterne tatsächlich sehen, sehen Sie sehr viel.
  • Die Milchstraße hat eine Ausdehnung von ca. 100.000 Lichtjahren mit einer zentralen Verdickung von ca. 10.000 Lichtjahren im Durchmesser.
  • Die Sonne liegt ungefähr 30.000 Lichtjahre vom galaktischen Zentrum entfernt.
  • Ein Überblick über die Milchstraße lässt sich allenfalls aus einer Vielzahl von Aufnahmen von verschiedenen Standpunkten auf der Erde aus wie ein Fotomosaik zusammensetzen.

So fotografieren Sie das, was Sie sehen

  • Wenn Sie das, was sichtbar ist, fotografieren möchten, befestigen Sie den Fotoapparat auf einem Stativ, wählen einen Film mit einer hohen Lichtempfindlichkeit, stellen die Entfernung auf "unendlich" und belichten für einige Sekunden den Sternenhimmel. Die Bildqualität verbessert sich, wenn Sie die Blende gering einstellen.
  • Wählen Sie eine zu lange Belichtungszeit, werden aus den Sternenpunkten kurze Striche.
  • Experimentieren Sie mit Belichtungszeiten zwischen 15 min und einigen Stunden.
  • Sie können natürlich an ein Fernrohr eine Kamera mit Objektiv anbringen und so weiter in das Universum vordringen. Informieren Sie sich über das große Angebot an Technik.
  • Die Bildqualität verschlechtert sich, je mehr Lichtquellen (Stadt, Straßenlaterne, Autobahn) sich in der Umgebung befinden.
  • In den frühen Morgenstunden werden die Sterne immer heller und sind besser zu fotografieren.

Astronomische Vereine und Planetarien helfen weiter

  • Das Fotografieren des Sternenhimmels ist eine Kunst für sich. Schließen Sie sich einem astronomischen Verein an und lassen Sie sich in die Technik einweisen. Profitieren Sie von den Erfahrungen älterer Mitglieder.
  • Wenn Sie sich für die Milchstraße und das Universum interessieren, besuchen Sie ein Planetarium. Dort bekommen Sie einen plastischen Eindruck von der Welt, in der wir leben, und der Dimension des Universums.
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