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Die Kosten für den Lebensunterhalt berechnen

Die Kosten für den Lebensunterhalt berechnen2:43
Video von Galina Schlundt2:43

Die Kosten für den Lebensunterhalt steigen immer weiter. Vor allem im Bereich der Energien wie Strom, Heizung und Kraftstoff ist die Preisspirale nach oben kaum noch zu rechtfertigen. Nicht nur, wenn Sie einen Kredit benötigen, ist ein Überblick über Ihre ganz persönlichen Lebenshaltungskosten von Vorteil.

Das gehört zu den Kosten für den Lebensunterhalt

  • Einer der größten Posten ist sicherlich die Miete. Je nach Region sind Quadratmeterpreise zwischen 6 und 20 Euro die Regel, wobei in Großstädten wie München die Mieten extrem hoch sind. Hier müssen Sie für eine Zweizimmerwohnung mit 60 Quadratmetern Wohnfläche in einigermaßen guter Lage mittlerweile ca. 750 Euro Kalt- bzw. 900 Euro Warmmiete rechnen (Stand: 2011). Je kleiner die Wohnung, desto teurer. 
  • Die Kosten für Lebensmittel veranschlagen Sie pro Person mit etwa 150 bis 200 Euro pro Monat (Stand: 2011), also auch ein großer Posten beim Lebensunterhalt.
  • Weiter gehören Kosten für Bekleidung und Hygiene dazu.
  • Einen mittlerweile großen Anteil an den Kosten für den Lebensunterhalt machen die Energiekosten aus. Bei einem Vierpersonenhaushalt müssen Sie ungefähr 150 Euro für Strom veranschlagen. Kommen noch die Heizkosten dazu, wenn Sie zum Beispiel mit Gas heizen, rechnen Sie fast denselben Betrag nochmals hinzu.
  • Je nach persönlichen Verhältnissen sind weiter die Versicherungsprämien hinzuzuzählen. Viele Leute zahlen in eine Lebensversicherung, private Unfallversicherung, Zahnzusatzversicherung, Selbstständige zusätzlich in die private Krankenversicherung ein. Wer ein Auto hat, wird außerdem mit Beiträgen für die Kfz-Haftpflichtversicherung sowie Kfz-Steuer und natürlich Kosten für Benzin/Diesel zu rechnen haben.
  • Es folgen mehr oder weniger kleinere Positionen wie Festnetztelefon und Internet (ca. 50 bis 80 Euro monatlich), Handy (ca. 20 Euro).
  • Da sehr viele Ehen geschieden werden, aus denen Kinder hervorgingen, sind Unterhaltszahlungen für Kinder eine Position, die bei vielen dazugehört.
  • Haben Sie Haustiere, benötigen auch diese Futter, Hygiene und Tierarztbesuche für Impfungen oder bei Krankheit.
  • Laufende Raten für Kredite gehören zwar laut Statistischem Bundesamt nicht zu den Lebenshaltungskosten, sind jedoch ebenfalls ein oft anzutreffender Posten bei den Ausgaben.

So berechnen Sie die monatlichen Kosten

  1. Schreiben Sie auf einen Zettel alle Ausgaben, die Sie monatlich, vierteljährlich oder jährlich haben, und zwar unterteilt nach diesen Zahlungsweisen.
  2. Die Summe der Beträge, die Sie vierteljährlich zahlen (wie zum Beispiel Versicherungsprämien), teilen Sie durch drei. Somit haben Sie den monatlichen Betrag.
  3. Die Summe der jährlich fälligen Beträge (zum Beispiel Mitgliedsbeiträge) teilen Sie durch zwölf.
  4. Nun addieren Sie alle Ergebnisse.
  5. Rechnen Sie zu dieser Summe noch einen Betrag von etwa 20 % hinzu für unvorhergesehene Ausgaben, wenn zum Beispiel die Waschmaschine ihren Dienst verweigert.

Es ist eine gute Idee, die Lebenshaltungskosten im Auge zu behalten. Auch können Sie so Schwachstellen Ihrer Finanzplanung herausfinden, zum Beispiel überflüssige Versicherungen oder vermeidbare Ausgaben. Die Führung eines Haushaltsbuchs erleichtert es, einen Überblick zu bekommen.

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