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Die Handykosten im Ausland berechnen - so geht's

Gerade im Urlaub ist es besonders verlockend, sich per Mobiltelefon bei den Lieben daheim zu melden oder für Freunde weiterhin erreichbar zu sein. Außer vielleicht ein fremdes Providerlogo deutet zunächst nichts darauf hin, dass im Ausland Vorsicht beim Telefonieren mit dem Handy angesagt ist. Daheim folgt oft die Überraschung, wenn sich horrenden Handykosten für die Auslandsgespräche zeigen. Diese Anleitung erklärt Ihnen, wie Sie im Ausland die Handykosten berechnen. So geht‘s!

Bei Handykosten im Ausland müssen Sie aufpassen!
Bei Handykosten im Ausland müssen Sie aufpassen!

Obwohl es sich mittlerweile rumgesprochen haben dürfte, stolpern immer noch viele Nutzer von Mobiltelefonen in die Kostenfalle der Roaminggebühren. Während die Nutzung des eigenen Mobilfunknetzes in Deutschland gegenüber dem eigenen Mobilfunkprovider abgerechnet wird und mittlerweile recht günstig geworden ist, stellt sich im Ausland die Handykosten-Situation bislang anders dar. Dort nutzen Sie in der Regel die Netzinfrastruktur eines fremden Mobilfunkanbieters. Der eigene Anbieter muss praktisch Miete für die Nutzung des fremden Netzes zahlen. Versehen mit einem eigenen, heftigen Aufschlag holt sich der Mobilfunkanbieter diese Kosten dann in Form von Roaminggebühren zurück, die für jede Nutzung eines ausländischen Netzes erhoben werden. Diese bestimmen die hohen Kosten von Auslandsgesprächen.

So setzen sich die Handykosten zusammen

  • Wenn Sie vom Ausland nach Deutschland telefonieren, fällt jedes Mal eine Roaminggebühr an, abhängig von der Anrufdauer.
  • Achtung! Auch wenn Sie sich im Ausland anrufen lassen, tragen Sie einen wesentlichen Teil der Handykosten selbst! Das Anfallen der hohen Roaminggebühren können Sie also nicht dadurch umgehen, dass Sie sich im Ausland nur anrufen lassen. Schalten Sie deshalb auch die Mailbox aus - sonst kommen doppelte Kosten auf Sie zu.
  • Auch SMS-Nachrichten kosten Sie im Ausland grundsätzlich einen anderen Tarif.
  • Ein wesentlicher Faktor ist die Nutzung von mobilen Datendiensten wie UMTS im Ausland. Auch wenn Sie im Inland eine Datenflatrate haben, wird im Ausland jedes einzelne Megabyte teuer abgerechnet. Unbedarfte Nutzung eines Smartphones im Ausland konnte Sie bisher Tausende Euro kosten! Schalten Sie jeden mobilen Datenverkehr außer WLAN-Nutzung aus.
  • Die genaue Höhe der Zusatzkosten für jede dieser Handlungen können Sie auf der Homepage Ihres jeweiligen Mobilfunkanbieters nachschauen oder in Ihrem Mobilfunkvertrag nachschlagen. Je nach Mobilfunkanbieter fallen die Tarife hier sehr unterschiedlich aus.
  • Wissen Sie von vorneherein, dass Sie viel im Ausland telefonieren müssen, bieten Ihnen einige Anbieter spezielle Tarife für die Auslandsnutzung an, die sich vor allem für Vieltelefonierer auszahlen können.
  • Mittlerweile gibt es auch Angebote für eine Datenflatrate im Ausland.

Die Europäische Union deckelt die Kosten im EU-Ausland

Wegen überraschenden Handykosten für den Verbraucher hat inzwischen die Europäische Union entschlossen, diese Kostenfallen etwas zu entschärfen.

  • Damit nicht mehr mehrere Tausend Euro für eventuell unbemerkte Datennutzung bei Smartphones fällig werden, müssen nunmehr alle Anbieter bei Erreichen einer bestimmten Summe beziehungsweise eines bestimmten Datenvolumens die Datennutzung drosseln, um den Nutzer vor Kosten zu bewahren. Einige schalten bei Erreichen der Grenze den Datenverkehr ab, andere verlangsamen ihn so sehr, dass viel mehr als das Ablesen von E-Mails unmöglich wird.
  • Die Kosten für die Annahme von Gesprächen im Ausland wurde auf maximal Cent 19 Cent pro Minute festgelegt, die Kosten für eigene Anrufe nach Deutschland auf 49 Cent pro Minute. 
  • Am erfreulichsten ist der Maximalwert von 11 Cent für eine SMS. Damit kann eine solche billiger sein, als in manchem nationalem Tarif vereinbart.
  • Achtung! Außerhalb Europas müssen diese gesetzlichen Grenzen nicht gelten!

Anhand dieser Werte können Sie jetzt zumindest die maximalen Kosten pro Minute für die Handynutzung im Ausland abschätzen. Gerade wenn Sie nur sehr wenig telefonieren wollen, dürften diese gesetzlich festgeschriebenen Maximalkosten deutlich günstiger sein, als die speziellen Auslandstarife der Mobilfunkanbieter. Diese unterfallen dieser Begrenzung nämlich nicht. 

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