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Dickes Ohr beim Hund - Ursachen und Gegenmaßnahmen

Ihr Hund kratzt sich häufig am Kopf und schüttelt ihn häufig? Der Grund dafür kann ein dickes Ohr sein. Stellen Sie diese Schwellung am Hörorgan fest, sollten Sie sofort Ihren Tierarzt aufsuchen, damit eine frühzeitige Behandlung erfolgen kann.

Ein geschwollenes Ohr sollte vom Tierarzt untersucht werden.
Ein geschwollenes Ohr sollte vom Tierarzt untersucht werden.

Gründe für eine dickes Ohr 

Die Anschwellung der Hörorgane ist beim Hund eine schwerwiegende Erkrankung. Die Ursachen sind unterschiedlich und können nur von Ihrem Tierarzt richtig erkannt und behandelt werden.

  • Suchen Sie Ihren Veterinär auf, weil Sie bei Ihrem Hund eine Veränderung des Ohrs festgestellt haben, können die Auslöser dieser Erkrankung Parasiten, Pilze und Fremdkörper sein. Außerdem führen Ohrverletzungen durch Raufereien oder durch wildes Spielen zu Entzündungen, die sich durch rote, erwärmte Stellen zeigen.  
  • Der dadurch entstehende Juckreiz und die Schmerzen veranlassen Ihren Hund, sich fortwährend zu kratzen und den Kopf zu schütteln. Es ist möglich, dass durch das Kopfschütteln kleine Adern, die die Ohrmuscheln mit Blut versorgen, aufplatzen. Die Flüssigkeit tritt ins Gewebe ein, verursacht einen Bluterguss und dadurch ein dickes Ohr. Sie sollten wissen, dass diese Erkrankung Blutohr oder Othämatom genannt wird.
  • Aber auch Tumore und Fisteln können zur Anschwellung der Hörorgane führen. Daher wird Ihr Tierarzt auch dahingehend eine sorgfältige Diagnose durchführen.

So erfolgt eine Behandlung des Hörorgans beim Hund 

Stellen Sie bei Ihrem Hund ein dickes Ohr fest, sollten Sie dies nicht alleine behandeln. Obwohl sich der Bluterguss nach einigen Wochen wieder auflösen kann, muss die Ursache der Krankheit durch eine ärztliche Diagnose festgestellt werden. Eine versäumte Behandlung kann zur Narbenbildung führen. Außerdem ist eine Verformung der Ohrmuschel möglich.

  • Um die Ursachen für das Othämatom herauszufinden, ist eine genaue Untersuchung erforderlich. Dabei ist es manchmal notwendig, Ihren Hund zu narkotisieren, wenn er durch das dicke Ohr starke Schmerzen erleiden muss.
  • Stellt Ihr Veterinär entzündete Kratzwunden oder eine Gehörgangsentzündung fest, werden diese mit entzündungshemmenden Mitteln und Antibiotika behandelt. Pilze und Parasiten können durch wirksame Ungeziefermittel entfernt werden, wodurch der Juckreiz abklingt.
  • Ist die Erkrankungsursache nicht durch äußere Merkmale erkennbar, muss eine Punktion des Blutohres durchgeführt werden. Mit einer Spritze entnimmt Ihr Tierarzt dem Bluterguss Flüssigkeit, die auf andere Krankheiten hin untersucht wird. Störungen bei der Blutgerinnung oder Hinweise auf eine Tumorerkrankung sind so feststellbar.
  • Um einer Deformierung der Ohrmuschel vorzubeugen, muss Ihr Veterinär das Blut aus dem Ohrgewebe entfernen. Durch ein mehrmaliges Absaugen der Flüssigkeit und das Einbringen von heilenden Medikamenten, ist eine Gesundung häufig möglich.
  • Heilt ein dickes Ohr trotz mehrfacher Behandlung nicht ab, ist eine Operation bei Ihrem Vierbeiner unumgänglich. Hierbei erfolgt die Entfernung des Blutergusses durch das Öffnen der Haut. Die Wunde wird mit einer Naht versehen und durch einen Verband vor eindringenden Keimen geschützt.
  • Bei einer Tumoroperation ist es manchmal notwendig, einen Teil der Ohrmuschel zu entfernen. Wenn auch der Eingriff das Aussehen Ihres Hundes verändern wird, kann er sein Leben verlängern oder retten.
  • Beachten Sie, dass sich Ihr Haustier während der Heilungsphase nicht am Kopf kratzt oder ihn häufig schüttelt. Nur so gewährleisten Sie, dass die Haut mit dem Ohrknorpel zusammenwächst und größere Wunden schnell verheilen. 

Präventionen, um ein dickes Ohr beim Hund zu verhindern

Um beim Hund ein dickes Ohr zu verhindern, sollten Sie die Pflege der Hörorgane in regelmäßigen Abständen durchführen. Besonders Hunde mit herunterhängenden Ohrmuscheln sind anfällig für Erkrankungen, da stehende Ohren besser belüftet sind und Verschmutzungen sofort ins Auge fallen.

  1. Klappen Sie nach unten fallende Ohren nach außen. Halten Sie Ausschau nach Verunreinigungen und entfernen Sie diese mit einem feuchten Tuch. Stellen Sie kleine Verletzungen an der Haut fest, können diese mit einem Ohrenbalsam oder einer entzündungshemmenden Creme eingerieben werden.
  2. Verzichten Sie auf das Entfernen von Ohrenschmalz. Auch das Abschneiden der Haare in der Ohrmuschel sollte von Ihrem Tierarzt fachgerecht durchgeführt werden. So verhindern Sie Verletzungen, die sich entzünden und ein dickes Ohr verursachen können.
  3. Behandeln Sie das Fell Ihres Vierbeiners regelmäßig mit Ungeziefermittel. Parasiten sind häufig Ursache von Juckreiz, der zum ständigen Kratzen an den Hörorganen führen kann.
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