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Der Physiker und sein Gehalt - Wissenswertes zu Berufsbild und Verdienstmöglichkeiten

Angela Merkel, Ranga Yogeshwar und Hermann Requardt machen es vor: Berühmte Physiker arbeiten heute in physikfremden Tätigkeitsfeldern, so etwa als Politiker, Wissenschaftsjournalist oder im Unternehmensvorstand. Wollen Sie mit Ihrem Physikstudium klassische Aufgaben erfüllen, bleiben Sie in der Universität, um zu forschen, aber auch der Lehrauftrag in Schulen und an Hochschulen bietet sich an. Die "Fachleute für Problemlösungen" sind überall gefragt, dabei richtet sich das Gehalt nach Ihrem persönlichem Engagement sowie Ihren Vorkenntnissen.

Physiker lernen, Probleme zu lösen.
Physiker lernen, Probleme zu lösen.

Als Physiker seine erworbenen Kenntnisse anwenden

In Deutschland sind durchschnittlich etwa 80.000 Physiker beschäftigt. Diese arbeiten in den unterschiedlichsten Tätigkeitsfeldern.

  • Der klassische Weg nach dem Physikstudium besteht darin, in die Forschung zu gehen. Dies können Sie an der Universität selbst tun, aber auch in renommierten Forschungseinrichtungen wie dem Max-Planck-Institut oder den Fraunhofer-Instituten. Aber auch in den Forschungsabteilungen von Unternehmen arbeiten Sie an der Entwicklung neuer Technologien. Bessere Chancen auf ein hohes Gehalt haben Sie, wenn Sie promoviert haben.
  • Studieren Sie Physik auf Lehramt, können Sie als Physiklehrer arbeiten. Sie schlagen in diesem Fall die Laufbahn des höheren Dienstes ein. Alternativ bleiben Sie an der Universität und arbeiten sich bis zu einer Professorenstelle hoch. 
  • Physiker gelten als "Problemlöser". Während des Studiums erwerben Sie die Fähigkeit, Ihr analytisches Denkvermögen auf komplexe Probleme anzuwenden und eine Lösung zu finden. Zudem können Physiker sich meist auch schnell neues Wissen aneignen. Aus diesem Grund gelten Absolventen als Wunschkandidaten in den Analytikabteilungen von (Investment-)Banken, in Anwaltskanzleien oder bei Versicherungen. 
  • Als Physiker haben Sie die Wahl aus den unterschiedlichsten Tätigkeitsfeldern. So könnten Sie in Technologieunternehmen forschen und neue Produkte entwickeln. An Bedeutung haben Stellen in Optik-, Software- und Halbleiterunternehmen, aber auch in der Photovoltaik und im Energiehandel gewonnen. Kerntechnik und Raumfahrtindustrie sind weniger wichtig geworden. Viele erreichen in solchen Unternehmen eine Position mit Führungsaufgaben. Diese wird entsprechend höher vergütet. Manchmal ist sogar eine Position im Vorstand in international tätigen Unternehmen drin.

Gehalt nach dem Abschluss

  • Ihr Gehalt ist stark abhängig von Ihren Tätigkeiten, aber auch Ihrem Engagement im Studium sowie Ihren Vorkenntnissen in der Industrie und Wirtschaft. Sind diese perfekt auf das Unternehmen abgestimmt, steigt das Einkommen.
  • Haben Sie sich beispielsweise während Ihrer Promotion mit einem bestimmten Produkt auseinandergesetzt und bewerben sich anschließend bei einem Unternehmen, welches genau diese Produkte herstellt, haben Sie gute Chancen auf ein hohes Einstiegsgehalt. Besitzen Sie Sprachkenntnisse, haben Sie in international tätigen Firmen bessere Chancen auf ein höheres Einkommen. 
  • Gehen Sie von einem durchschnittlichen Gehalt von etwa 52.000 Euro, fünf Jahre nach Ihrem Abschluss aus. 
  • In der freien Wirtschaft ist Ihr Gehalt am höchsten. Bessere Möglichkeiten haben Sie mit Spezialwissen, das dem Unternehmen nützt. Wer es bis zum Vorstandsposten schafft, kann mit einem Grundgehalt von bis zu einer Million rechnen, dazu kommen zahlreiche Zuschläge und Boni. 
  • Wollen Sie als Physiklehrer arbeiten, hängt Ihr Einkommen sowohl vom Bundesland, Ihrem Alter sowie Ihrem Status ab. Verbeamtete Lehrer verdienen mehr als Angestellte. Sie werden in eine Besoldungsgruppe einsortiert. Ihr Gehalt liegt als Lehrer zwischen 3000 und knapp 7000 Euro und steigt mit dem Dienstalter.
  • Ähnlich sieht es mit Professorenstellen an Universitäten aus. Reich werden Sie mit einem Lehrauftrag nicht. Entsprechend der W-Besoldung verdienen Juniorprofessoren ein Grundgehalt von knapp 4000 Euro, entsprechend Ihrem Alter, Familienstand und der Erfahrung kann es bis auf 7000 Euro steigen. Hinzu kommen Zuschläge.

Physiker gelten als Generalisten unter den Naturwissenschaftlern, Ihnen stehen also alle Möglichkeiten offen. Ihre Berufswahl bestimmt über das spätere Einkommen.

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