Alle Kategorien
Suche

Der Lohn als Hotelfachfrau - Wissenswertes zu den Verdienstmöglichkeiten

Hotelfachleute haben, je nach Größe des Hotels, sehr vielfältige Aufgaben, auch der Lohn einer Hotelfachfrau kann unterschiedlich hoch ausfallen, auch wenn es Tarifverträge gibt.

Hotelfachfrau: Der Lohn fällt sehr unterschiedlich aus.
Hotelfachfrau: Der Lohn fällt sehr unterschiedlich aus. © Marianne_J. / Pixelio

Die Hotelfachfrau: Ausbildung und Berufsbild

Eine Hotelfachfrau hat rund um die Betreuung der Gäste viel zu tun.

  • Die Ausbildung zur Hotelfachfrau dauert drei Jahre und findet in Hotels sowie in der Berufsschule statt. Möglich ist es auch, zunächst eine zweijährige Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe zu machen und bei Eignung durch die darauf aufbauende Ausbildung zur Hotelfachfrau zu ergänzen. Während Auszubildende zur Fachkraft im Gastgewerbe überwiegend den Hauptschulabschluss haben, hat etwa die Hälfte der Ausbildungsanfänger zur Hotelfachfrau oder zum Hotelfachmann einen mittleren Bildungsabschluss, große First-Class-Hotels erwarten häufiger das Abitur.
  • Hotelfachleute betreuen den Gast in allen Dingen des Hotelaufenthalts, das heißt, sie nehmen Reservierungen entgegen, bedienen im Restaurant, arbeiten am Empfang, richten die Zimmer her, kontrollieren diese, helfen in der Küche, kümmern sich um die Lagerhaltung und planen Veranstaltungen. Auch für allerlei Büroaufgaben können sie zuständig sein. Während es in kleinen Hotels vorkommt, dass sie alle Aufgaben, die gerade anfallen, übernehmen müssen, ist es in größeren Hotels üblich, dass Hotelfachleute nur in einem der Bereiche tätig sind.
  • Wichtig ist, dass eine Hotelfachfrau bereit ist, sehr unregelmäßig zu arbeiten, sie muss außerdem sehr serviceorientiert sein, gerne mit Menschen kommunizieren und sie sollte über Fremdsprachenkenntnisse, vor allem Englischkenntnisse, verfügen. Den von manchen als nachteilig empfundenen Arbeitsbedingungen steht die Möglichkeit gegenüber, immer wieder für eine Saison im Ausland zu arbeiten, wenn man Englisch kann und bereit ist, die jeweilige Landessprache einigermaßen zu erlernen.

Hotelfachleute und ihr Lohn

Der Lohn für Hotelfachleute hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Für Hotelfachleute gibt es Tarifverträge, die von den Landesverbänden des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands, DEHOGA, und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, NGG, ausgehandelt werden.
  • Auszubildende verdienten, dem WSI-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung zufolge, im Jahr 2012 abhängig vom jeweiligen Bundesland zwischen 338 und 615 Euro brutto pro Monat im ersten Ausbildungsjahr, zwischen 465 und 700 im zweiten Ausbildungsjahr und zwischen 520 und 789 im dritten Ausbildungsjahr.
  • Für fertig ausgebildete Hotelfachfrauen hängt der Tariflohn nicht nur vom Bundesland, sondern auch von der entsprechenden Position, die eine Hotelfachfrau bekleidet, ab. So sieht, ebenfalls dem WSI-Tarifarchiv zufolge, beispielsweise der Tarifvertrag für eine Hausdame in Bayern im Jahr 2012 je nach Tarifgruppe 2096 beziehungsweise 2301 Euro vor, in Sachsen dagegen 1448 beziehungsweise 1508 Euro, je nach Leistungsanforderung. Beim Hotelsekretär sind es in Bayern 1906 beziehungsweise 2096 Euro, in Sachsen 1448 beziehungsweise 1508 Euro. Ein Empfangschef oder Oberkellner verdient dagegen einige hundert Euro mehr. 
  • Je nach Hotel, Region, Anforderung und Verantwortung ist es jedoch auch möglich, übertariflich zu verdienen. Dies hängt auch von der individuellen Leistung und vom Verhandlungsgeschick ab. Hinzu kommen teilweise außerdem Zahlungen wie ein 13. Monatsgehalt oder Urlaubsgeld sowie manchmal nicht zu verachtende Trinkgelder. 

Der Lohn einer Hotelfachfrau kann also sehr unterschiedlich ausfallen.

Teilen: