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"Der Kater in der Fabel" - Wissenswertes

Wer kennt aus seiner Schulzeit nicht die Geschichten, in denen Tiere sich wie Menschen benehmen und verhalten? Manchmal erkannte man Wesenszüge des Tieres bei sich selbst oder einem anderen Menschen. Diese Geschichten, auch Fabeln genannt. sollen dem Menschen einen Spiegel vorhalten und zu moralisch richtigem Verhalten anleiten. Dabei verbindet man mit jedem Tier in einer Fabel eine bestimmte Eigenschaft. Welche Eigenschaften man dem Kater in der Fabel zuschreibt, erfahren Sie hier.

Über die Bedeutung des Katers in der Fabel
Über die Bedeutung des Katers in der Fabel

Das Wort Fabel stammt vom lateinischen Wort fabula ab und heißt übersetzt Geschichte, Sage oder Erzählung. Diese Geschichten werden in Prosa- oder Versform geschrieben und beinhalten immer eine Belehrung des Lesers.

Was tut der Kater in der Fabel?

  • In einer Tierfabel werden einem Tier bestimmte Eigenschaften und auch ein bestimmter Beiname zugeordnet. Wer kennt nicht den Hasen "Meister Lampe" oder den schlauen Fuchs "Reineke"? Diese Eigenschaften und Beinamen eines Tieres sind bei allen Fabeln gleich.
  • Durch den Namen und die ihm zugeordnete Eigenschaft wird in der Fabel ein Aspekt der menschlichen Persönlichkeit besonders betont. Das Tier handelt in der Fabel wie ein Mensch, das heißt, es kann sprechen, mit anderen in Beziehung treten, seine eigenen Überlegungen anstellen oder Pläne verfolgen.
  • Indem eine Charaktereigenschaft in einer Fabel überbetont wird, fällt dem Leser sofort deren negative Wirkung auf. Der Leser wird angeregt über sein eigenes Verhalten nachzudenken und anders zu handeln als das Tier in der Fabel. 
  • Mit dem Fuchs verbindet der Fabelschreiber eine eher rücksichtslose Schläue, der Eule wird Klugheit als Charaktereigenschaft attestiert, während man dem Adler einen unbändigen Freiheitswillen zuordnet. Auch dem Kater werden in der Fabel bestimmte Eigenschaften zugeordnet.

Der Kater in der Fabel - seine Bedeutung

  • Kennen Sie folgendes Sprichwort: "Katzen haben keine Besitzer, sondern lediglich Personal"? Dieses Sprichwort sagt viel über die Eigenschaften von Katzen aus. Denn im Gegensatz zu Hunden liefern sie sich dem Menschen nicht bedingungslos aus, sondern bleiben eigenständige Wesen.
  • In der Fabel wird genau zwischen Kater und Katze unterschieden. Die Katze nennt man häufig "Murner" und sie wird als verschlafen und auch etwas träge dargestellt. Sie liegt auf der warmen Ofenbank oder genießt die ersten Sonnenstrahlen im Frühling. Nur zum Milchtrinken oder Mäusefangen erwacht sie aus ihrer Lethargie.
  • Ganz anders der Kater. In der Fabel trägt er häufig den Namen "Murr" oder "Hinze". Jeder, der eine Katze zu Hause hat, weiß, dass sich Kater anders verhalten als Katzen. Kater gelten als unruhig, kampfbereit, distanziert und eigenwillig.
  • Diese Eigenschaften werden dem Kater auch in der Fabel zugeschrieben. Unruhig streicht der Kater in der Fabel umher. So genau weiß er nicht, wo er hingehört, obwohl die Sehnsucht nach einem zu Hause groß ist. 
  • Doch oft steht sich der Kater in der Fabel bei der Suche nach einem zu Hause oder nach sich selbst sich selber im Wege. Seine Distanziertheit anderen gegenüber, aber auch seine Haltung sich jederzeit einem Kampf zu stellen, schreckt andere ab.
  • So muss der Kater in der Fabel oft viele Wege gehen und  Abenteuer bestehen, bis er endlich am Ziel angekommen ist. Mit Mut und Unerschrockenheit meistert er auch schwierige Situationen und findet dann sein Lebensglück.

Tierfabeln sind nicht nur für Kinder Lehrgeschichten. Eine Fabel deckt versteckte Eigenschaften eines Menschen auf. Der Kater in der Fabel zeigt dem Leser, dass man Mut und eine gehörige Portion Eigenwilligkeit braucht, um sein Lebensglück zu finden.

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