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Der Hochbauzeichner und sein Lohn - Wissenswertes zu Berufsbild und Verdienstmöglichkeiten

Für viele dürfte der Architektenberuf einen echten Traumberuf bedeuten. Was dabei leicht in Vergessenheit gerät: All jene Aufgaben um einen Architekten und die damit zusammenhängenden Berufsbildern, ohne die die Realisierung keines einzigen Architektenplans überhaupt möglich wäre. Einer von jenen Berufen: Der Hochbauzeichner. Doch was treibt ein Hochbeuzeichner eigentlich? Welcher Lohn und welche weiterführenden beruflichen Chancen hängen mit seiner Tätigkeit zusammen?

Die Planerstellung - bedeutendstes Zuständigkeitsgebiet des Hochbauzeichners
Die Planerstellung - bedeutendstes Zuständigkeitsgebiet des Hochbauzeichners © Siegfried_Fries / Pixelio

Tätigkeit des Hochbauzeichners

  • Im Großen und Ganzen können Sie sich unter einem Hochbauzeichner einen Bauzeichner vorstellen, der nach Entwürfen von Architekten Pläne zeichnet und Hochbauten entwirft, damit zusammenhängende, administrative Aufgaben erledigt und zusätzlich Baukontrollen durchführt.
  • Daneben liegen perspektivische Darstellungen wie der Bau von vereinfachten Modellen oder die Fertigung von Detailskizzen und 3D-Ansichten im Zuständigkeitsbereich des Bauzeichners. Dazu muss in Baubeschreibungen oft detailliert auf die Einzelheiten eines bestimmten Projekts eingegangen werden. Genauso können auch Bauberichte und Vermessungen vom Hochbauzeichner verlangt werden.
  • Die Pläne, die Sie als Hochbauzeichner erstellen, beziehen sich auf vielfältige Anwendungsbereiche. So zeichnen Sie Projektpläne für Bauherren, Eingabepläne für Behörden, genauso aber auch Detailpläne für die auf dem Bau Beschäftigten.
  • Wichtig ist es, sich dabei präzise an etwaige Vorgaben zu halten. So müssen Sie als Hochbauzeichner Vorgaben der Bauordnung, Baukonstruktionsprinzipien und konkrete Bauabläufe berücksichtigen, während Sie sich beim Zeichnen selbst stets an Darstellungs-, Bemessungs- und Beschriftungsnormen halten.
  • Für die Arbeit eines Hochbauzeichners sind schließlich vor allem PC Programme wie CAD bedeutend. Trotzdem sollten Sie als ambitionierter Berufseinsteiger auch das Freihandzeichnen beherrschen, da Sie direkt auf Baustellen keinen PC zur Hand haben werden.
  • Grundsätzlich spezialisiert der Hochbauzeichner sich im Laufe seiner 4-jährigen Ausbildung auf bestimmte Aufgabenbereiche wie beispielsweise die Bauleitung. Auch die Spezialisierung auf einzelne Tätigkeitsgebiete wie Industriebau ist dabei möglich.

Ausbildung, Lohn und berufliche Aussichten

  • Um Hochbauzeichner werden zu können, benötigen Sie mindestens einen Abschluss der Volksschule, bevorzugt einen Gymnasialabschluss, jedoch nicht zwingend. Dabei ist es von Vorteil, wenn Sie vor allem in Algebra, Geometrie und anderen mathematischen Bereichen gute Noten vorzuweisen haben.
  • Zu den Eigenschaften, die Sie als zukünftiger Hochbauzeichner mitbringen sollten, zählen vor allem Organisationstalent, räumliches Vorstellungsvermögen und die Fähigkeit zu abstrakt-logischem Denken. Auch die Freude am Kontakt mit Menschen kann Ihnen hier zum Vorteil werden.
  • In der Regel werden Hochbauzeichner, nach ihrer 4-jährigen Ausbildung mit Praxisschwerpunkt und theoretischer Wissensvermittlung durch einen Tag Berufsfachschule die Woche, in Planungsbüros oder Bauämtern fest angestellt.
  • Um schließlich einen möglichst lukrativen Lohn zu verdienen, sollten Sie nicht nur die reguläre Ausbildung zum Hochbauzeichner absolvieren, sondern zusätzlich Weiterbildungen besuchen. Berufsprüfung, höhere Fachschule und Fachhochschule bieten hierzu Lehrgänge an, die Fachhochschule beispielsweise den Bachelor FH in Bauingenieurswesen. Während ein Hochbauzeichner nach seiner regulären Ausbildung um die 2000 Euro Lohn verdient, kann ein Bauingenieur es auf einen Bruttolohn von bis zu 3800 Euro im Monat bringen.

Scheuen Sie daher am besten keine Mühen und schrecken Sie nicht vor Weiterbildungen zurück. Leider spielt für den Lohn in der heutigen Zeit der akademische Titel zuweilen eine größere Rolle als Wissen und Berufserfahrung. Wie sollte es da mit dem Beruf des Hochbauzeichners anders aussehen?

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