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"Der Esel nennt sich immer zuerst" - einfache Kommunikationsregeln

Es muss nicht immer das hochoffizielle Bewerbungsgespräch oder die Projektpräsentation sein, die das Einhalten gewisser Kommunikationsregeln verlangt. Manchmal genügen Szenen des Alltags, wenn es belehrend heißt: "Der Esel nennt sich immer zuerst."

Niemand will der Esel sein.
Niemand will der Esel sein. © Dieter_Schütz / Pixelio

Gelungene Kommunikation und was der Esel damit zu tun hat

  • Sprache und Kommunikation mögen dem Menschen ein nützliches Hilfsmittel beim Überwinden von Problemen und beim Organisieren des gesellschaftlichen Miteinanders sein, doch birgt sie oftmals einige Tücken und Fallstricke. Wenn Sie beispielsweise eine Reihe von Namen - zum Beispiel die Ihrer Freunde - nennen und Sie sich dabei selbst an den Anfang der Aufzählung stellen, können Sie eventuell das ein oder andere Mal den Satz "Der Esel nennt sich immer zuerst" zu hören bekommen.
  • Dies soll natürlich grundsätzlich keine Beleidigung darstellen, nur soll es vermutlich auf eine gesellschaftliche Konvention hindeuten, die still regelt, an welcher Stelle die eigene Person in einer Abfolge von Namen zu erscheinen hat. Nennt man sich an erster Stelle, wird dies nicht selten als unhöflich angesehen. In diesem Falle wäre man der "Esel".

Gründe, warum man sich grundsätzlich nicht zuerst nennt

  • Auch wenn über diesen kleinen Fauxpas oftmals hinweggesehen wird, zumal es wahrscheinlich eine eher unbedarfte Äußerung Ihrerseits gewesen sein könnte, oder die Eile der Situation das Überdenken des Satzes unterband, wird es seit jeher milde gerügt, wenn sich jemand zuerst nennt.
  • Seien es die Eltern oder Freunde und mal mehr oder weniger im Scherz: Richtet jemand dieses Sprichwort an Sie, will er Sie darauf aufmerksam machen, dass Sie in einer Reihe von Leuten, aus Gründen der Höflichkeit, andere zuerst zu benennen haben und Ihre Person am Ende der Kette stehen sollte.
  • Wird diese gesellschaftliche Etikette der Kommunikation nicht eingehalten, könnten Sie bei manchen Personen, die Sie nicht näher kennen, den Eindruck erwecken, dass Sie überheblich und sehr von sich selbst überzeugt sind und wahrscheinlich nicht viel für Ihre Mitmenschen übrig haben.
  • Das Voranstellen von Freunden, Mitarbeitern und anderen Personen bekundet zugleich Ihren Respekt und Ihre Achtung vor diesen. Eine Umkehrung der Positionen könnte diese in gewissen gesellschaftlichen Kontexten eventuell vermissen lassen.
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