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Der Berufskraftfahrer und sein Verdienst - Wissenswertes zu den Verdientmöglichkeiten als LKW-Fahrer

In der Europäischen Union gilt seit 2009 das Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz. Dabei wurde auch der Begriff EU-Berufskraftfahrer klar definiert. Für eine Berufsausübung reicht unter Umständen ein LKW-Führerschein, erworben nach 2008, nicht mehr aus. Notwendig ist zusätzlich eine Grundausbildung oder eine dreijährige Berufsausbildung. Die EU-weit einheitliche Regelung sollte sich künftig positiv auf den Verdienst auswirken.

Berufskraftfahrer erfordert Berufsausbildung oder Grundqualifikation.
Berufskraftfahrer erfordert Berufsausbildung oder Grundqualifikation.

Unzählige Lkw sorgen dafür, dass die Wirtschaft nicht zum Stillstand kommt und dass die Supermarktregale immer gut gefüllt sind. Da der Transport von Gütern und Personen mit hoher Verantwortung  verbunden ist und entsprechende Sachkenntnis erfordert, regelt die EU mittlerweile genau, wer und unter welchen Voraussetzungen beruflich Lkw oder Bus in den Mitgliedsländern fahren darf.

Berufskraftfahrer mit Berufsausbildung oder Grundqualifikation

  • Das Berufsbild Berufskraftfahrer hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Mittlerweile reicht es für einen Berufsbeginn nicht mehr aus, lediglich im Besitz eines entsprechenden Führerscheins zu sein. Wer ab September 2009 seinen LKW- (oder Bus) Führerschein gemacht hat, braucht für eine Berufsausübung eine weitergehende Qualifikation.
  • Alteingesessene Lkw-Führerscheininhaber müssen sich keiner teuren Grundausbildung stellen. Alle fünf Jahre muss immer eine Weiterbildung absolviert werden. Als Azubi kann man gleich den staatlich anerkannten Ausbildungsberuf für die spätere Tätigkeit im gewerblichen Personen- und Güterverkehr erlernen.
  • Wer keinen Ausbildungsplatz erlangt, kann dennoch den Lkw-Führerschein machen. Um beruflich Dinge oder Personen transportieren zu dürfen, bedarf es weiterer Qualifikationen. Sollte die Kosten nicht ein Unternehmen übernehmen, dann wird es privat teuer. Man muss mit etwa 10.000 bis 20.000 Euro (pro Schulungstag um die 200 Euro) rechnen. 

Verdienst - Tarifvertrag im öffentlichen Dienst

Das neue Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz hat in der gesamten EU Klarheit darüber geschaffen, welchen Stellenwert der Beruf Berufskraftfahrer in Zukunft haben wird. 

  • Aufgrund fehlender Ausbildungsplätze oder ungeklärter Finanzierungsfragen kann es sein, dass es an Nachweis mangeln wird. Wenn die Zahl insgesamt weniger wird, dann wird sich das auf den Verdienst der dann beschäftigten Berufskraftfahrer positiv auswirken.
  • Möglicherweise werden Kraftfahrer auch so gut entlohnt, dass es sich lohnt, die Ausbildung selbst zu bezahlen. 
  • Gehälter von Berufskraftfahrern sind nicht generell tarifvertraglich geregelt. Gehälter sind daher auch sehr unterschiedlich. Berufserfahrung und Qualifikation spielen ebenso eine Rolle wie Unternehmen und Region. Bei einer Beschäftigung im öffentlichen Dienst gibt das Gehalt entsprechend des Tarifvertrages.
  • Neben der Grundvergütung sind weitere Zulagen und Sonderzahlungen (Urlaubsgeld, 13. Monatsgehalt, Urlaubsgeld, vermögenswirksame Leistungen) möglich. Kraftfahrergehälter liegen im bundesweiten Durchschnitt unter 2.000 Euro brutto (im Osten der Republik weit darunter, im Westen dagegen um 2.500 Euro brutto).

Damit zählen Kraftfahrer nicht zu den Spitzenverdienern. Gemessen an den teilweisen schwierigen Arbeitsbedingungen und nicht immer familienfreundlichen Arbeitszeiten fällt der Verdienst eher gering aus.

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