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Der Begriff Blaumann - woher er kommt und wie er verwendet wird

Sowohl der Begriff "Blaustrumpf" als auch der Begriff "Blaumann" bezeichnen Kleidungsstücke. Ersterer bezeichnet eher eine Frau, Zweiterer eher einen Mann. Wenn Sie Genaueres über den "Blaumann" erfahren möchten, woher das Wort kommt und in welcher Verwendung das Kompositum auftritt, dann lesen Sie weiter.

Ein Latz ist typisch für einen Blaumann.
Ein Latz ist typisch für einen Blaumann.

Woher der Begriff Blaumann kommt

  • Der Begriff bezeichnet einen Monteursanzug. Früher war diese Arbeitskleidung meist blau. Da meistens Männer Monteure waren und sind, hieß das Kleidungsstück "Blaumann" und nicht etwa "Blaufrau".
  • Die Blaufärbung war keine Frage des Geschmacks, sondern des Geldes, zumindest früher. In früheren Zeiten wurde Stoff in Behältern mit einer Färbeflüssigkeit gefärbt, die mit Alkohol angereichert wurde. Alkohol war früher teurer als heute. Darum tranken die Färber immer wieder einen erheblichen Teil des Alkohols, der eigentlich in den Färbkübel sollte. Da ihr Urin aber immer noch viel Alkohol enthielt, gossen sie diesen einfach in die Färbkübel. Die betrunkenen Färber - sie waren "blau" - und die Farbe der Kleidung (blau wurde die Kleidung bzw. die Stoffe allerdings erst, nachdem sie aufgehängt worden waren) - waren die Urheber dafür, dass der Arbeitsanzug "Blaumann" genannt wurde. Jetzt wissen Sie, woher der Begriff kommt. Kommt es Ihnen ein wenig spanisch vor? Sei's drum. Wie viel daran nun historische Wahrheit ist oder nicht, schön erfunden bliebe es.

Wie der Begriff verwendet wird

  • Der Begriff "Blaumann" ist ein umgangssprachlicher Ausdruck. Wenn Sie darum bemüht sind, sich beim schriftlichen Ausdruck angemessen auszudrücken, dann sollten Sie ihn vermeiden, es sei denn, er kommt in zitierter Rede vor oder Sie setzen ihn in Anführungszeichen. Denn auf diese Weise können Sie kenntlich machen, dass Sie sich bewusst sind, dass der Begriff in Ihrem ansonsten hochsprachlichen Text als umgangssprachlicher Ausdruck ein Fremdkörper ist, Sie also wissen, woher - aus welcher Sprachschicht - er kommt.
  • So seltsam es klingt, aber der Plural lautet tatsächlich: "Blaumänner". Und der Genitiv heißt: "des Blaumannes" oder besser, weil moderner, "des Blaumanns". Während aber der Singular gebräuchlich ist, ist der Plural ungewöhnlich. Wenn Sie also die Mehrzahl verwenden, müssen Sie damit rechnen, dass man Sie erst einmal fragend anschaut.
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