Voraussetzungen für den LKW-Führerschein

Um den LKW-Führerschein zu erlangen, benötigen Sie von Ihrem Arbeitsamt zunächst einen Bildungsgutschein. Um diesen zu erhalten, müssen Sie gewisse Punkte beachten. 

  • Sie besitzen bereits einen Führerschein der Klasse B (Autoführerschein).
  • Sie dürfen keiner gesundheitlichen Einschränkung unterliegen, die Sie im Führen eines Lastkraftwagens behindern würde, wie zum Beispiel Amputationen.
  • Sie müssen mindestens 4 Jahre gearbeitet haben. Wo und wie und als was, spielt dabei nur eine untergeordnete  Rolle. Das bedeutet, dass Sie nicht zuvor eine Ausbildung absolviert haben müssen. Wenn Sie zum Beispiel 5 Jahre in verschiedenen Firmen als Helfer gearbeitet haben, können Sie eine Umschulung zum LKW-Fahrer bei dem für Sie zuständigen Arbeitsamt beantragen.
  • Sie benötigen einen rechtsgültigen Arbeitsvertrag einer Spedition oder einer ähnlichen Firma, um den Bildungsgutschein zu erhalten. Der Arbeitsvertrag enthält unter anderem die Klausel, dass Sie nach Erlangen des LKW-Führerscheins in dem Betrieb als Kraftfahrer eingesetzt werden. Der Arbeitsvertrag darf bis zur Erlangung des LKW-Führerscheins vorausdatiert sein. Als Alternative können Sie sich auch mit Ihrem Chef einigen, dass der Arbeitsvertrag sofort anfängt und dass Sie bis zur Erlangung bezahlten Urlaub nehmen.

Die Finanzierung über das Arbeitsamt

  • Wenn Sie die oben genannten Punkte erfüllen, erhalten Sie von Ihrem Arbeitsamt einen sogenannten Bildungsgutschein. Dieser berechtigt Sie, in einer Fahrschule den LKW-Führerschein kostenlos zu erlangen.
  • Sie suchen sich am besten eine Ganztagsfahrschule. Hier geht die Ausbildung zügig voran. Die Ausbildung umfasst die Theorie und die Praktische Ausbildung genauso wie Ladungssicherung, Zollrecht und das Güterkraftverkehrsgesetz.
  • In der Ausbildung sind ebenfalls der ADR-Schein (Gefahrengut)  und der Staplerschein enthalten.
  • Die Ausbildung dauert je nach Schule zwischen drei und fünf Monate. Bei Bestehen erhalten Sie ein Zertifikat der IHK (Industrie- und Handelskammer) und sind nun geprüfter EU-Berufskraftfahrer IHK.