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Den Keller aufräumen – so können Sie vorgehen

Hand aufs Herz, Keller aufräumen steht auf der „zu Erledigen Liste“ meist irgendwo ganz unten. Der Keller ist schnell vollgestellt mit Dingen, die in den Wohnräumen im Weg standen, aber bestimmt irgendwann noch einmal gebraucht werden. Ist der Keller aber vollkommen zugestellt, können Sie gar nicht mehr verhindern, dass die Zeit, Schmutz, Schimmel und sogar Ungeziefer an dem Kellergut nagen und somit Wert und Nutzen der Gegenstände zerstören. Wie Sie Ihren Keller gründlich aufräumen können und wo Sie alles, was Sie nicht mehr benötigen, entsorgen können, lesen Sie in diesem Artikel.

Auch ein Keller muss aufgeräumt werden.
Auch ein Keller muss aufgeräumt werden. © KFM / Pixelio

Die erste Frage ist: Wo den Anfang machen? Nun nehmen Sie sich als Faustregel zum Aufräumen des Kellers vor, dass alles, was Sie in den vergangenen ein bis zwei Jahren weder gebraucht noch vermisst haben, konsequent entsorgen.

So bereiten Sie die Entsorgung im Keller vor

  • Zunächst kontrollieren Sie, welche Dinge im Keller durch die Lagerung Schaden genommen haben. Dass dies entsorgt werden muss, liegt klar auf der Hand. Bilden Sie einzelne Haufen, auf die Sie die Gegenstände die nicht im Keller bleiben sollen, nach Entsorgungsweise aufteilen. Nicht alles müssen Sie zum Entsorgen wegfahren, entsorgen Sie so viel wie möglich über den Hausmüll. Je nach Region ist es möglich, zusätzlich zu dem regulären Hausmüll in speziellen, gebührpflichtigen Mülltüten eine größere Menge an Abfall zu entsorgen.
  • Der jährliche Sperrmüll sollte von Ihnen genutzt werden, um sich von sperrigen Dingen zu trennen. Somit müssen Sie nicht unbedingt einen Sprinter mieten, um Gerümpel loszuwerden.
  • Informieren Sie sich im Internet, welcher Wertstoffhof für Ihren Wohnort zuständig ist, auf der Internetseite ist meist auch aufgeführt, welcher Müll angenommen wird, wie die Öffnungszeiten sind und welche Müllabgabe Sie Geld kosten wird.

Was beim Aufräumen entsorgt werden kann

  • Kisten und Säcke mit Kleidung oder anderen Textilien, die schon seit geraumer Zeit im Keller lagern, sollten Sie überprüfen, denn alte Matratzen und Textilien nehmen in Ihrem Keller nicht nur Schaden, sie laden auch Ungeziefer ein.
  • Haben sich Stockflecken auf der Kleidung gebildet, fragen Sie sich ernsthaft, ob Sie diese rauswaschen möchten und ob Sie die Kleidung überhaupt noch tragen. Wenn nicht, entsorgen Sie alte Textilien mit Stockflecken in die Restmülltonne und den Rest in einen Altkleidercontainer. Der Verkauf von gebrauchten Textilien bringt heutzutage kaum noch etwas ein, da brandaktuelle Mode ungebraucht schon für wenig Geld zu haben ist.
  • Befindet sich in Ihrem Keller ein Gerätefriedhof aus alten Kaffeemaschinen, Mikrowelle und Radio etc., ist es nun Zeit, sich endgültig davon zu verabschieden. Elektronikschrott müssen Sie zwar meist selbst zu einem Wertstoffhof bringen, aber um den Keller aufzuräumen, lohnt sich das, wenn Sie mehr als nur ein Gerät haben.
  • Bücher in großen Mengen können Sie noch verkaufen, wenn Sie nicht zu alt sind und über eine ISBN-Nummer verfügen. Möchten Sie nicht auf einem Flohmarkt Ihr Glück versuchen, dann verkaufen Sie die Bücher über das Internet, dort gibt es mehrere Anbieter, die gebrauchte Bücher aufkaufen. Die Bücher dürfen aber nicht beschädigt sein und auch nicht nach Kellermief riechen, der Geruch geht nicht mehr weg, solche unbrauchbaren Bücher entsorgen Sie über den Papiermüll.
  • Die größte Gerümpelfalle im Keller sind Möbel, hier vor allem Schränke, die aufgebaut sind und so nicht nur eine Menge Platz wegnehmen, sondern auch dazu einladen, das Möbelstück mit Krimskrams vollzustellen. Möchten Sie den Schrank wirklich noch aufbewahren, dann bauen Sie ihn ab. Verhüllen Sie die einzelnen Bretter und legen Sie diese platzsparend ab. Nippes, dem Sie einen emotionalen Wert beimessen, können Sie auch entsorgen, denn ganz ehrlich - wenn Sie es für wertvoll halten, warum liegt es dann im Keller?

Letzte Schritte nach dem Aufräumen des Kellers

  • Fahrräder dürfen zwar im Keller stehen, aber bewahren Sie nur die auf, die auch fahrbar sind. Verrostete Ersatzteile oder Fahrräder, die Sie seit ewiger Zeit wieder in Schuss bringen wollen, sollten Sie entweder entsorgen oder wirklich reparieren. Stellen sie die Fahrräder nicht ungeschützt in den Keller, sondern werfen Sie eine Decke darüber.
  • Gegenstände, die je nach Saison untergestellt werden, wie Grill, Gartenstühle etc., sollten Sie ebenfalls abdecken, um sie vor Verschmutzung zu schützen. Dekoartikel wie Weihnachtsschmuck, Osterartikel usw. sollten Sie nur in beschrifteten Kisten in den Keller stellen. Kaufen Sie, wenn noch nicht vorhanden, Kellerregale und bringen Sie die Kisten darin unter.
  • Haben Sie den Keller nun gründlich aufgeräumt, kehren Sie den Boden und widmen Sie sich auch den Wänden und Böden, denn Schimmel im Keller ist keine Selbstverständlichkeit, sondern sollte ebenfalls behandelt werden.

Desto häufiger Sie Ihren Keller aufräumen und reinigen, desto weniger Aufwand ist damit verbunden. Einmal alle paar Monate durchkehren und kontrollieren, was entsorgt werden kann, ist schon hilfreich.

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