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Demenz und die Beschäftigungsmöglichkeiten - Ideen und Anregungen

Der Begriff Demenz steht für eine Vielzahl von Erkrankungen, bei denen es zu einer zunehmenden Verschlechterung des Denkvermögens, des manuellen Geschicks, der Sprache und der Gedächtnisleistungen kommt. Im fortgeschrittenen Stadium können die Betroffenen alltägliche Aufgaben nicht mehr ausführen und sind auf eine Rundumbetreuung angewiesen. Demenzpatienten sollten nach Möglichkeit nicht nur verwahrt werden, wünschenswert ist, ihre noch vorhandenen Ressourcen durch einfache Spiele zu aktivieren. Was bei der Auswahl geeigneter Beschäftigungsmöglichkeiten zu beachten ist, lesen Sie hier.

Demenzerkrankte leben oft in der Vergangenheit.
Demenzerkrankte leben oft in der Vergangenheit.

Bei Demenz Geist und Körper aktivieren

Um Emotionen, noch vorhandenes Wissen und das Sinneserleben zu aktivieren, kommen verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten infrage, die einzeln oder in Gruppen durchgeführt werden können.

  • Bei Ihrer Auswahl der Beschäftigungsmöglichkeiten für Demenzerkrankte sollten Sie immer das Ziel im Auge halten, nämlich die Aktivierung von Geist und Körper sowie die Förderung des Wohlbefindens.
  • Achten Sie darauf, dass keine Situationen entstehen, in denen die Betroffenen sich wie bei einer Prüfung fühlen und gegebenenfalls versagen. Bei der Beschäftigung in Gruppen dürfen keine Konkurrenzsituationen entstehen.
  • Die Beschäftigung soll das Interesse Ihren verwirrten Patienten oder Angehörigen wecken und Spaß machen, bei Spielen in der Gruppe sollte sich Gesprächsstoff entwickeln.
  • Auch im fortgeschrittenen Stadium der Demenz können einfache Spiele, die nicht viel Konzentration und Gedächtnisleistung erfordern, gut ankommen.

So könnten die Beschäftigungsmöglichkeiten aussehen

Demenzerkrankte sind in der Regel nicht mehr in der Lage, neue Dinge zu erlernen, besitzen jedoch ein Erinnerungsvermögen für bereits Erlerntes.

  • Bieten Sie Spiele und Beschäftigungen an, die sich mit Erinnerung und Vergangenheit beschäftigen.
  • Legen Sie eine Erinnerungskiste an, in die Sie Gegenstände aus der persönlichen Vergangenheit packen oder stellen Kisten zu bestimmten Themen zusammen, zum Beispiel zu Ostern und Weihnachten, bestimmten Bereichen wie Büro oder Küche, oder passend zu den Jahreszeiten.
  • Noch vorhandene Fähigkeiten können Sie auch mit einfachen Bastelarbeiten fördern, in Gruppen wirkt das zudem anregend und sorgt für Gesprächsstoff. Setzen Sie thematische Schwerpunkte, zum Beispiel die Jahreszeiten oder Festtage.
  • Auch Memory-Spiele sind bei Demenz sinnvoll, bei denen passende Bildmotive oder Wortfamilien zusammengesucht werden müssen. Diese Spiele können Sie selbst herstellen oder im Fachhandel erwerben.
  • Versuchen Sie auch einfache Puzzles, bei denen Bildausschnitte wieder zusammengefügt werden müssen, bis das Motiv erkannt werden kann. Als Bildmotive eignen sich Pflanzen, Tiere, Personen oder Wahrzeichen.
  • Mit alten Volksliedern aus Kindheit und Jugend können Sie manchen verstummten Demenzkranken sehr gut aktivieren, indem er plötzlich mitsingt. Gemeinsames Singen eignet sich besonders in der Gruppenarbeit und zur Lösung von Ängsten und Anspannungen.
  • Auch Wortspiele sind eine gute Beschäftigungsmöglichkeit. Geben Sie zum Beispiel ein bekanntes Sprichwort oder einen Liedtext unvollständig vor und lassen es ergänzen.
  • Versuchen Sie auch einfache Kinderspiele, die jeder kennt, zum Beispiel „Ich sehe was, was Du nicht siehst“.
  • Regen Sie das Erinnerungsvermögen von Demenzkranken durch die Aktivierung der Sinne an, nämlich durch Fühlen, Schmecken und Riechen. Verwenden Sie Küchenkräuter und Gewürze, Gegenstände aus dem Alltag, die betastet werden können.
  • Für die Gruppenarbeit sind auch einfache Brettspiele wie „Mensch-ärgere-dich-nicht“ geeignet. Besorgen Sie eventuell im Fachhandel spezielle Ausführungen für Senioren in großformatiger Ausgabe.  
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