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Dehnungsfuge im Estrich richtig setzen - so geht's

Ein Estrich ist sozusagen ein zusätzlicher Boden auf dem Boden. Darin könnten Sie beispielsweise eine eigene Bodenheizung verlegen. Achten Sie bei der Estrichherstellung auf das Einfügen einer Dehnungsfuge.

Eine Dehnungsfuge garantiert einen schönen Boden.
Eine Dehnungsfuge garantiert einen schönen Boden.

Was Sie benötigen:

  • Trittschalldämmung
  • Fugenplan gemäß DIN 18560

So fügen Sie eine Dehnungsfuge im Estrich ein

  • Eine Dehnungsfuge dient dazu, dass sich der neue Estrichboden dehnen kann, sobald er sich erwärmt. Das Mauerwerk verschiebt den Boden bei Erwärmung nicht, aber ohne Dehnungsfuge könnte sich der Estrich nach oben wölben und sich so in der Flächenmitte ausdehnen. Dies hat dann beispielsweise auf einen Bodenbelag, der aus Fliesen besteht, negative Einflüsse. Jene könnten brechen, weil sie sich hier nicht durch Krümmen anpassen können. Auch ein Parkettbelag würde ähnlich reagieren. Laminat und Teppichboden, die jeweils von der Rolle kommen, sind hinsichtlich einer Wärmeausdehnung unproblematisch.
  • Deshalb fügen Sie in Ihren Estrich eine Dehnungsfuge ein. Die beste Stelle dafür sind die Wände. Die Herstellung dieser Fuge ist relativ einfach. Dabei wird die Trittschalldämmung nicht einfach nur unter den jeweiligen Estrich gelegt, sondern ebenso an den vorhandenen Wänden vorbei. Dafür genügt ein schmaler Streifen, der aber etwas höher sein muss, als der geplante Estrich. Der Streifen besteht aus Trittschalldämmung und ist etwa 4 - 5 cm dick.
  • Wenn Sie den Estrich nun gießen, so kann er dann die Wand sozusagen nicht mehr erreichen. Dadurch entsteht zwangsläufig die Dehnungsfuge. Schneiden Sie den Überstand der Trittschaldämmung ab, sobald der Estrich ausgetrocknet ist und begangen werden kann.
  • Eine Profifirma zur Estrichherstellung wird zusätzlich Fasern in den Estrich verarbeiten. Diese verhindern dann zusätzlich, dass der Estrichbelag reißen kann. Die Dehnungsfuge nimmt jeweils die Längenausdehnung Ihres Estrichs auf und verhindert die Entstehung von Rissen.
  • Vorhandene Türen und Vorsprünge sind mit noch größerer Vorsicht zu behandeln. Hier sollten Sie einen Fachmann befragen oder den Fugenplan gemäß DIN 18560 anfertigen.
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