Das Dativobjekt, auch indirektes Objekt genannt, ist das Satzglied, nach dem mit "wem" gefragt wird. Es gibt an, an wem das Subjekt handelt. Dabei kann das Dativobjekt beliebig lang sein, denn es ist ein Satzglied und nicht an Wortarten gebunden. Beispiele:

  • "Meine Mutter gibt meinem Vater einen Kuss." Wem gibt meine Mutter einen Kuss? Antwort: meinem Vater. "Meinem Vater" ist also das Dativobjekt.
  • "Ich helfe ihm gerne." Wem helfe ich gerne? Antwort: ihm. "Ihm" ist das Dativobjekt.
  • "Sie gibt der getigerten kleinen Katze ihr Lieblingsfutter." Wem gibt sie ihr Lieblingsfutter? Antwort: der getigerten kleinen Katze. "Der getigerten kleinen Katze" ist das Dativobjekt.

Das Dativobjekt in den verschiedenen Wortarten

Fehler bei der Verwendung des Dativobjekts treten vor allem bei Pronomen, Artikeln und Adjektiven, die zum Dativobjekt gehören, auf.

  • Der bestimmte Artikel des Dativobjekts heißt im Singular (maskulin, feminin, neutrum) "dem, der, dem" und im Plural "den". Beispiel: Ich helfe dem Freund / der Freundin / dem Tier. Der unbestimmte Artikel heißt "einem, einer, einem": Ich helfe einem Freund / einer Freundin / einem Tier.
  • Die Personalpronomen im Dativ heißen "mir" (1. Person Singular), "dir" (2. Person Singular), "ihm, ihr, ihm" (3. Person Singular), "uns" (1. Person Plural), "euch" (2. Person Plural) und "ihnen" (3. Person Plural). Beispiel: Peter hilft mir / dir / ihm / ihr / ihm / uns / euch / ihnen.
  • Gehört zum Dativobjekt ein Adjektiv, so endet es immer auf -en. Beispiele: Ich helfe einem guten Freund / der guten Freundin / dem kleinen Tier / den alten Bekannten.
  • Die Possessivpronomen, Demonstrativpronomen und Relativpronomen enden genau so wie der bestimmte Artikel, also "meinem, meiner, meinem", "diesem, dieser, diesem" und "welchem, welcher, welchem".
  • Der Dativ steht auch nach bestimmten Präpositionen, wie zum Beispiel zu (Ich gehe zu dem Kind.), auf (Das Glas steht auf dem Tisch.), in (Die Schokolade ist in der Schachtel.), bei (Er wohnt bei seinen Eltern.) und anderen.