Daseinsberechtigung: Mensch - so diskutieren Sie darüber

Schwierige Frage - warum gibt es Menschen? Schwierige Frage - warum gibt es Menschen?
Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist so alt wie die Menschheit selbst und geht Hand in Hand mit der Frage nach der Daseinsberechtigung des Menschen. Doch wie lässt sich über dieses Thema angemessen diskutieren?
Sarah Müller
03.02.2012 Sarah Müller

Die Daseinsberechtigung des Menschen ist ein großes Thema und die Frage danach kann aus verschiedenen Richtungen angegangen werden: Am logischsten sind hier wohl die philosophische, die religiöse und die biologische Sichtweise, doch auch ökonomische Aspekte können beim Versuch der Beantwortung eine wichtige Rolle spielen. Welche nachvollziehbaren Argumente Sie selbst anführen können, wenn Sie über das Thema diskutieren, lesen Sie im Folgenden.

Ob der Mensch vielleicht keine Daseinsberechtigung hat

  • Im Angesicht der immer wieder durch den Menschen verursachten Katastrophen auf der Welt sind viele Menschen der Auffassung, dass die Menschheit als Ganzes eigentlich keine Daseinsberechtigung hat.
  • Wenn Sie auf diese Art argumentieren möchten, können Sie sich beispielsweise auf Fukushima berufen.
  • Auch die Willkür, mit der menschliches Leben oft vernichtet wird (durch Naturkatastrophen, Amokläufe, Unglücke ...) bringt viele Leute dazu, zu glauben, dass die Existenz des Menschen ein purer Zufall und damit wertlos sei.
  • Wenn Sie diese Auffassung vertreten, denken Sie aber daran, dass sie leicht für Kontroversen sorgen könnte.
  • Zuletzt sind es oft die "biologischen Mängel" des Menschen, die als Argument gegen eine Daseinsberechtigung angebracht werden.
  • Denken Sie einmal darüber nach, dass Tiere ohne Hilfsmittel in der Natur bestehen könnte, der Mensch ohne die Zivilisation aber recht hilflos wäre. 

Sie sehen: Mit ein paar treffenden Argumenten ist es recht einfach, den Wert des Menschen bis hin zur Bedeutungslosigkeit herunterzuspielen. Gerade Umweltaktivisten fügen gern hinzu, dass der Mensch für die Erde nur schlecht und schädlich sei. Natürlich kann man eine so negative Auffassung vertreten - doch es gibt auch zahlreiche Argumente für die gegenteilige Sichtweise.

Argumente für eine Daseinsberechtigung des Menschen

  • Das wohl schlagendste Argument für den Menschen: Wenn es ihn nicht geben sollte, dann hätte er sich wohl kaum entwickelt. Denn warum sollte die Natur die Existenz eines Wesens zulassen, das ihr schadet?
  • Auch, wenn Sie religiös sind, können Sie so argumentieren: Wenn es den Menschen nicht geben sollte, hätte Gott ihn nicht geschaffen. Das ist eine einfache Logik, die aber bestens funktionieren kann.
  • Wenn Sie handfestere Argumente anbringen und mehr auf den Einzelnen eingehen möchten, sollten Sie sich auf die Gesellschaft und die Wirtschaft beziehen.
  • Hier können Sie so argumentieren: Jeder Mensch erfüllt in der Gesellschaft und der Ökonomie eine Aufgabe, er ist ein Teil des Ganzen oder - verbildlicht - ein Rädchen im Getriebe.
  • So kommt es, dass jeder Mensch gebraucht wird und somit eine Daseinsberechtigung hat.
  • Wenn Ihnen das zu nüchtern ist, dann können Sie auch mit Ansichten aus der Biologie argumentieren: Laut vielen Biologen ist der menschliche Körper ein perfekt funktionierendes "Meisterwerk". Allein schon die Ausgeklügeltheit seiner Funktionen verschafft ihm eine Daseinsberechtigung.

Sie sehen: Es gibt zahlreiche Argumente für oder gegen eine Daseinsberechtigung des Menschen und das waren längst nicht alle. Eine Diskussion über dieses Thema ist aber immer spannend.

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