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Das Wappen von Rom – Wissenswertes zum Hoheitszeichen der Ewigen Stadt

Die sich über fast drei Jahrtausende erstreckende Geschichte der italienischen Hauptstadt, die gemäß der Legende 753 vor Christus gegründet wurde, spiegelt sich auch im Wappen der Stadt Rom wieder. Welchen Ursprung dieses hat und was die Symbole bedeuten, erfahren Sie hier.

Rom hat eine lange Geschichte.
Rom hat eine lange Geschichte. © Stefan_Schuster / Pixelio

Die Bedeutung und Geschichte des Wappens von Rom

Das Hoheitszeichen der Stadt am Tiber besteht aus einem purpurfarbenen, gotischen Schild mit einer goldenen Krone mit acht lilienförmigen Spitzen, von denen fünf sichtbar sind. Auf dem Schild befindet sich im linken, oberen Eck ein byzantinisches Kreuz und daneben, in absteigender Anordnung, die Buchstaben „SPQR“, beides in Gold. Das Wappen von Rom ist in annähernd dieser Form seit dem 13. Jahrhundert nachweisbar.

  • SPQR ist eine Buchstabenfolge, die oft in der römischen Antike verwendet wurde. Dabei handelt es sich um die Anfangsbuchstaben folgender lateinischer Worte: Senatus Populusque Romanus, was „Der Senat und das römische Volk“ bedeutet. Das an den vorhergehenden Begriff anzuhängende Wort „que“ bedeutet „und“ und wird dabei mit berücksichtigt. Dieser Schriftzug stammt aus der Zeit der römischen Republik, die vor über 2500 Jahren ihren Anfang und, mit dem Übergang zum Kaisertum 27. nach Christus, ihr Ende fand. SPQR steht dabei für die Stadt Rom im Sinne von allen Bürgern, in dem zum einen der Senat erwähnt wird, der für die Regierung und stellvertretend für den adligen Teil der Bevölkerung steht und zum anderen das Volk. Da sowohl der Senat als auch das Volk als Souverän galten, war die Bürgerschaft auch über alle Zeiten sehr stolz auf diese Versinnbildlichung der Herrschaft Roms und brachte es auch lange nach dem Zerfall des Reiches beispielsweise an ihren Häusern an. Das Kürzel hat sich bis heute erhalten.
  • Das byzantinische Kreuz ist ein Hinweis für Rom als Zentrum der Christenheit. Dies liegt vor allem daran, dass sich in der Stadt auch der Vatikan befindet, der als Sitz des Papstes immer noch einem großen Teil der Christenheit, dem katholischen, vorsitzt und vor den reformatorischen Bewegungen dieser das Oberhaupt fast aller Christen war.
  • Die Farben des Wappens, also Purpurrot und Gold, gelten als die Farben des antiken Römischen Weltreiches und der christlichen Kirche. Die Geschichtsforschung sieht den Ursprung der römischen Farben in der Verwendung der Farbe des Kriegsgottes Mars rot, und einer symbolhaften Darstellung des goldenen Lichts der Sonne, die, auch in übertragenem Sinne, auf die Stadt scheint bzw. scheinen soll.

Das Hoheitszeichen war nicht immer gleich

  • Ursprünglich wurde im Wappen von Rom ein Schild verwendet, das im unteren Bereich rund war, was wohl dem Geschmack der Zeit angepasst wurde, indem dieses später spitz zulaufend gestaltet wurde. In der napoleonischen Zeit wurde vorübergehend gar ein gänzlich anderes Wappen gestaltet. Ursprünglich wurde SPQR alleine stehend oder zusammen mit dem römischen Adler als Zeichen der Stadt genutzt. Letzterer war das heilige Tier der obersten Gottheit des damaligen Götter-Pantheons Jupiter, das alle menschlichen Tugenden symbolisierte.
  • Das Stadtzeichen SPQ wurde von den Herrschenden im Laufe der Zeit auch in Verbindung mit dem Anfangsbuchstaben der betreffenden Gemeinde an Orte verliehen, welchen Stadtrechte zugestanden wurden. Beispiele hierfür sind Messina und Pisa. SPQM stand dann für Senatus Populusque Messanensis bzw. Pisanus. Dieser Brauch fand später auch europaweit Anwendung.
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