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Das Mikroskop und seine Teile - eine einfache Erklärung zum Elektronenmikroskop

In der Cytologie, dem Teilgebiet der Biologie, das sich mit den Zellen beschäftigt, werden verschiedene Methoden benutzt, um Zellen sichtbar zu machen. Die Einzelteile des Elektronenmikroskops sind dabei etwas komplexer als jene des Lichtmikroskops.

Ein Elektronenmikroskop macht das Innenleben einer Zelle sichtbar.
Ein Elektronenmikroskop macht das Innenleben einer Zelle sichtbar. © Paul-Georg_Meister / Pixelio

Die Einzelteile des Elektronenmikroskop

Dieses Mikroskop besteht aus genau acht Teilen, die das Durchleuchten möglich machen.

  1. Am oberen Ende befindet sich die Kathode. Sie besteht aus einem Wolframdraht, der zum Glühen gebracht wird. Dabei werden Elektronen aus dem Draht geschleudert.
  2. Die Elektronen treffen auf die Anode. Diese beschleunigt die Teilchen. Zwischen Kathode und Anode besteht eine Hochspannung von gut 100.000 Volt.
  3. Die Elektronen treffen auf den Kondensor. Dieser ist eine elektromagnetische Linse, die das Licht bündelt.
  4. Unterhalb dieser drei Teile ist eine Aussparung, in die nun das zu untersuchende Objekt gelegt wird. Es wird via Schleuse eingebracht, da ein Vakuum im Inneren des Mikroskops herrschen muss.
  5. In einem magnetischen Objektiv darunter wird nun ein Zwischenbild des Objekts hergestellt.
  6. Das Bild wird durch den Tubus geschickt. Diese lange Röhre ist notwendig, damit der Elektronenstrahl weiterhin erzeugt werden kann.
  7. Nun fällt das Licht auf das Projektiv, auch elektromagnetisches Okular genannt. Dieses vergrößert das entstandene Zwischenbild noch einmal.
  8. Das Ergebnis wird am unteren Ende auf einen Fluoreszenzschirm geworfen, damit es für das menschliche Auge sichtbar wird. Dieser ist meist eine fotografische Platte.

Der Unterschied zwischen Licht- und Elektronenmikroskop

  • Während das einfache Lichtmikroskop nur eine Lichtquelle zum Durchleuchten eines Objekts benötigt, reicht das beim Elektronenmikroskop nicht. Hier benötigt man die Kathode.
  • Das einfache Modell arbeitet nur mit Glaslinsen und nicht mit elektromagnetischen Feldern.
  • Beide Arten besitzen als Teile einen Kondensor und einen Tubus und beide haben Vorrichtungen, um einen Objektträger einzubringen. Allerdings fällt beim Lichtmikroskop die Notwendigkeit eines Vakuums weg. Das Objekt wird daher einfach mit Klammern befestigt und nicht via Schleuse in das Innere gebracht.
  • Am Ende kann man die Vergrößerung beim Lichtmikroskop einfach mit dem menschlichen Auge betrachten und braucht keinen Fluoreszenzschirm.
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