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Das Kleinhirn - seine Funktion nachvollziehbar erklärt

Klein, aber mit einem großen Potenzial und wichtigen Funktionen, versteckt sich das Kleinhirn als Teil des Gehirns direkt hinter dem Großhirn. Wie wichtig ist aber das Kleinhirn in seiner Funktion für den Menschen?

Ein funktionierendes Kleinhirn bedeutet einen sicheren Stand.
Ein funktionierendes Kleinhirn bedeutet einen sicheren Stand. © Didi01 / Pixelio

Die Anatomie des Kleinhirns

  • Das Kleinhirn, in lateinischer Sprache Cerebellum, liegt anatomisch betrachtet hinter dem Hirnstamm in der hinteren Schädelgrube. Gut geschützt wird es vom Hinterhauptslappen, die es teilweise überdecken.
  • Das Kleinhirn wird in drei Bereiche entsprechend ihrer Verbindung zum Großhirn, zum Rückenmark und zum Gleichgewichtssystem eingeteilt und ist somit mit allen sensiblen und motorischen Nervenbahnen verbunden. Alle drei Bereich sind für spezielle Funktionen verantwortlich.

Die verschiedenen Funktion des Kleinhirns

Vielleicht ist Ihnen der Gag von Otto Waalkes noch in Erinnerung, in dem es unter anderem so schön heißt: „Kleinhirn an Großhirn, Kleinhirn an Großhirn: Jungs, nun lasst doch mal die Aufregung, ihr zieht doch sowieso den Kürzeren.“

  • Das Volumen des Kleinhirns ist wesentlich kleiner als das des Großhirns und macht etwa ein Siebentel davon aus.Trotzdem ist die Anzahl der Nervenzellen beider Gehirnteile, die des Großhirns und des Kleinhirns, mit immerhin einhundert Milliarden etwa gleich groß. Der Ausfall des Kleinhirns oder Teile davon hat für den Menschen eine große Bedeutung.
  • Das Kleinhirn arbeitet völlig selbstständig. Die Aufgabe des Kleinhirns besteht im Wesentlichen in der Kontrolle des Gleichgewichtssystems. Dabei kontrolliert es die Bewegungen des Bewegungsapparates und stimmt diese miteinander ab.
  • Fällt also plötzlich ein Teil des Kleinhirns aus, treten schwere Störungen im normalen Bewegungsablauf ein. Das wirkt sich zum Beispiel in einem übertriebenen Zittern der Hände, einem starken Schwanken beim Stehen oder einem unsicheren Gangbild aus. Über die Verbindung vom Kleinhirn mit dem Rückenmark wird also die Körperhaltung bzw. das Gleichgewichtssystem gesteuert.
  • Funktionell ist das Kleinhirn, außer bei der Bewegungskoordination, noch an Vorgängen des motorischen Lernens und an Vorgängen des Sprechens beteiligt.
  • Das beste Beispiel für die Funktion des Kleinhirns ist der von vielen gefürchtete Schlaganfall. Kommt es im Gehirn zu einem Ereignis, das einen Schlaganfall zur Folge hat, stirbt dieser Teil des Gehirns ab oder ist stark geschädigt.
  • Ein Schlaganfall im Bereich des Kleinhirns hat aufgrund der Funktion des Kleinhirns zur Folge, dass es zum Beispiel zu Funktionsausfällen im Bewegungsapparat, der Fein- und Grobmotorik und beim Sprechen kommt. Die Funktion des Kleinhirns ist für den Menschen also von großer Bedeutung.
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