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Dachschindeln aus Bitumen selber verlegen - so geht's

Vornehmlich bei Zweckgebäuden, aber auch zur Bedachung von Wohnhäusern werden Dachschindeln aus Bitumen gern verwendet, wenn die Dachkonstruktion nicht für ein schweres Dach ausgelegt ist. Alle hierfür notwendigen Arbeiten können vom Heimwerker selber erledigt werden.

Auch ein Schindeldach kann gut aussehen.
Auch ein Schindeldach kann gut aussehen.

Was Sie benötigen:

  • Hammer
  • Hakenmesser
  • Bituminöser Kleber
  • Verzinkte Pappnägel
  • Unterspannbahn
  • Traufblech

So werden erfolgreich Dachschindeln aus Bitumen verlegt

Sie benötigen als Unterlage eine ebene Fläche, die genagelt werden kann. Eine schadhafte Beplankung muss vor dem Eindecken mit Dachschindeln immer ausgebessert werden. Dort halten keine Nägel mehr und es besteht die Gefahr des Durchbrechens beim Begehen. Das Anbringen von Randblechen aus Aluminium ist zwar nicht unbedingt erforderlich, verbessert aber die Schutzfunktion, besonders bei extremen Wetterbedingungen, erheblich. Darüber hinaus sieht ein solches Dach optisch gefälliger aus.

  1. Nageln Sie zuerst das Traufblech an. Um ein wirklich winddichtes Dach zu bekommen, muss eine Unterspannbahn aufgebracht werden, wie sie auch bei Ziegeldeckung üblich ist. Je geringer die Dachneigung ist, desto weiter (bis 0,5m) sollte die Unterspannbahn überlappen. Nageln Sie die Bahn nur sparsam zur Fixierung. An der Traufe wird die Unterspannbahn über das Traufblech gelegt, an den Seiten nageln Sie die Bleche über die Unterspannbahn. So erzielt man eine gute Stabilität, auch bei Sturm und Wasser oder Schnee.
  2. Der erste Streifen Dachschindeln muss mit dem Hakenmesser beschnitten werden. Entfernen Sie die Zungen. Die erste Reihe sollte ca. 8 mm über das Traufblech überstehen. Darauf folgt die erste normale Reihe von Schindeln, deren Zungen bis an die Traufe reichen. Genagelt wird immer so, dass die Nägel unter der nächsten Reihe Schindeln verschwinden - 3 cm über den Zungenschlitzen ist anzuraten. Die Nägel sollten das Bitumen nicht verletzen, sondern gerade und nur bündig eingeschlagen werden.
  3. Die jeweils nächsten Reihen müssen immer um eine halbe Zunge gekürzt werden, um die Stöße entsprechend zu versetzen. Achten Sie auf gleichmäßigen Abstand zum First und teilen Sie sich die Fläche in die passende Zahl von Reihen ein, damit Sie am First nicht mit 1/2 Zunge oder etwas Ähnlichem abschließen müssen. Ziehen Sie sich dazu Hilfslinien mit Kreide.
  4. Der First wird wieder nur mit abgeschnittenen Streifen belegt. Beginnen Sie an der der Hauptwindrichtung abgewandten Seite. Kleben Sie die Randschindeln und die Firstteile zusätzlich mit einem für Bitumen geeigneten Kleber ab. Die Eindeckung von Kehlen erfordert besondere Maßnahmen, auf die hier nicht eingegangen werden kann. Darüber hinaus erlässt jeder Hersteller eigene Vorschriften für seine Erzeugnisse, die zu beachten sind.
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