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Cyber-Gothic-Maske - das soll sie ausdrücken

Es gibt immer wieder neue Mode- und Musikströmungen, in denen sich Jugendliche (aber auch Erwachsene) zusammenfinden und durch das gemeinsame Interesse eine sogenannte Subkultur bilden. Auch die Cyber-Goths, auch nur Cyber genannt, sind eine solche Strömung. Für sie charakteristisch ist die Cyber-Gothic-Maske.

Masken sind ein Symbol des Verkleidens und des Versteckens
Masken sind ein Symbol des Verkleidens und des Versteckens © Candy_Luiskandl / Pixelio

Cyber und Gothic sind eigentlich zwei verschiedene Jugendkulturen

  • Der Begriff Cyber-Goth ist recht geläufig, doch eigentlich gibt es keine kulturellen Bezüge zwischen beiden Strömungen.
  • Gothic etablierte sich in den 1980er Jahren. Cyber entwickelte sich erst um das Jahr 2000 und bediente sich einigen Elementen der dunklen Szene, wodurch der Eindruck der Zugehörigkeit bei den Medien entstand.
  • Während Gothic-Anhänger musikalisch vor allen Dingen Gothic-Rock, Dark-Wave und Mittelaltermusik hören, gehören die Cyber eher der Techno-Szene an.
  • Cyber bedienen sich bei der Mode zwar auch der Farbe schwarz, verwenden diese aber meist in futuristisch anmutenden Kleidungsstücken, während Goths aktuelle Schnitte oder mittelalterliche Kleidung bevorzugen.
  • Auch die Verbindung mit grellen Farben, das Tragen künstlicher Dreadlocks und sogenannten Cyber-Masken (die oft Cyber-Gothic-Masken genannt werden), zählen zu den Subkulturelementen, die Cyber deutlich von Goths unterscheidet.

Die Maske der Cyber

  • Die äußere Erscheinung der Szeneanhänger ist extrovertiert, variiert aber natürlich von Individuum zu Individuum. Dennoch gibt es Schlüsselelemente, die zu Erkennungsmerkmalen geworden sind. Dazu zählt auch Gesichtsschmuck wie die Cyber-Gothic-Maske.
  • Neben Masken aus Stoff (getragen wie Op-Masken) findet man auch oft aus Gummi oder Metall bestehende Stücke in Gasmasken-Optik.
  • Schon seit Jahrtausenden ist die Maske ein Symbol für eine Verkleidung, um das wahre Ich nicht erkennbar zu machen. Die Symbolik des Maskenballs findet auch hier Anwendung, denn viele Cyber sind im Alltag normal gekleidet und tragen nur in der Disco oder auf Festivals ihre Masken.
  • Die Masken können vom Träger auch als Schmuck getragen werden, um einmal die Abgrenzung von Goths zu zeigen, die derart Schmuck niemals tragen, oder als Abgrenzung von „Normalen“, die der dunklen Szene nicht angehören.
  • Da die Szene kontrastreiche Kleidung mag, wird nicht nur mit grellem Make-up gearbeitet, sondern auch mit farbigen Kontaktlinsen und eingefärbten Masken. So tragen viele Cyber gen Op-Masken in pink oder neongrün, um selbst dem Gesicht noch mehr Farbe zu verleihen.
  • Androgynie ist ein häufiges Merkmal innerhalb der Szene, weshalb die Maske durchaus auch das Geschlecht des Trägers teilweise kaschieren soll.
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