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Copenhagen Porzellan - Wissenswertes über die dänische Manufaktur

Wenn auf der Kaffeetasse eine Möwe durch den blauen Himmel fliegt, dann handelt es sich wohl um Copenhagen Porzellan. Das Geschirr aus dem nördlichen Nachbarland kennt mancher auch unter der Bezeichnung "Königlich Kopenhagen".

Kein Copenhagen Porzellan, aber auch schön.
Kein Copenhagen Porzellan, aber auch schön. © Rainer_Sturm / Pixelio

Copenhagen Porzellan - Geschirr aus dem Nachbarland

So bekannt wie Meißner oder Nymphenburger ist das Copenhagen Porzellan in Deutschland nicht. Geschirrliebhabern ist es jedoch durchaus ein Begriff.

  • Die königliche Porzellanfabrik wurde im Jahr 1775 in Kopenhagen von Frantz Heinrich Müller, einem Chemiker gegründet. Die Bezeichnung "königlich" trug sie damals allerdings noch nicht im Namen, erst ein paar Jahre später, als das Königshaus dem Unternehmen finanziell unter die Arme griff, bekam es diesen Zusatz und hieß von da an Royal Copenhagen. Das blieb auch so, als die Firma wieder privatisiert wurde.
  • Das Geschirr ist an seiner Manufakturmarke zu erkennen. Rund um eine Krone steht Royal Copenhagen geschrieben. Darunter sind drei Wellenlinien zu sehen, die symbolisch für den Großen und den Kleinen Belt sowie den Öresund stehen.

Beliebt bei Sammlern

Die Tassen, Teller und Kaffeekannen aus Dänemark sind bei manchen Sammlern sehr beliebt.

  • Bekannt sind vor allem verschiedene Serien in blau-weißem Design, darunter „Möwe“, ein Geschirr in den Farben des Himmels mit einer fliegenden Möwe sowie Musselmalet. Mit diesem Design nahm sich die Manufaktur das ältere Meißner Unternehmen als Vorbild. Wie es zu seinem Namen kam, ist nicht bekannt, es existieren lediglich Vermutungen, darunter vor allem jene, er werde von der Muschel abgeleitet, weil das Service nicht glatt, sondern geriffelt ist wie eine Muschel. Erst später wurde der Name auf das Muster bezogen, das keine Muscheln zeigt, sondern zierliche blaue Blüten und Zweige auf weißem Grund. Obwohl sich das Unternehmen an anderen Vorbildern orientierte, gilt das Design heute weltweit als typisch dänisch.
  • Für die Dänen eine besondere Bedeutung hat die Serie Flora Danica, ins Deutsche übersetzt "dänische Pflanzenwelt". Für diese wurden die Pflanzen aus dem gleichnamigen botanischen Atlas von Georg Christian von Oeder, einem Botaniker, Arzt und Sozialreformer, auf das Porzellan übertragen. Es zählt zu den teuersten und exklusivsten Geschirrdesigns und wurde 2006 in den Dänischen Kulturkanon, ein bei vielen umstrittenes Verzeichnis, das das kulturelle Erbe Dänemarks erfassen soll, aufgenommen.
  • Bei Sammlern bekannt ist die Manufaktur auch ihrer Weihnachtsteller wegen. Jedes Jahr erscheint eine solche Serie, stets mit einem anderen Motiv, aber immer in Blautönen.

Nach Dänemark muss keiner fahren, um das Geschirr zu erwerben, für neue Serien gibt es den Webshop des Unternehmens und für ältere Serien Internet-Auktionshändler und andere Internethändler.

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