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Cidre selber machen - so gelingt der Apfelwein

Cidre selber machen - so gelingt der Apfelwein1:30
Video von Peter Oliver Greza1:30

In Frankreich brauten sich die Bauern früher ihren eigenen Apfelwein. Heute ist der Cidre aber nicht mehr nur Getränk der einfachen französischen Leute, sondern weit über die Grenzen Frankreichs bekannt und beliebt. In Hessen zum Beispiel heißt der leckere Apfelwein einfach „Äppelwoi“. Natürlich können Sie den Cidre in jedem Supermarkt für einen Euro oder mehr kaufen. Doch Cidre selber zu machen, das schmeckt immer noch am besten. Mit ein paar einfachen Tricks gelingt Ihnen der Apflewein. Probieren Sie es aus.

Was Sie benötigen:

  • Äpfel
  • Saftpresse/Entsafter oder Tuch
  • Zucker
  • Gärhefe
  • PET-Flasche oder Kunststoffkanister
  • Gärspund

Im August sind die ersten Äpfel reif. Aber was macht man mit dem leckeren Obst, wenn es schlichtweg zu viel ist? Die einfache Antwort: Cidre selber machen. Der leckere Apfelwein gelingt am besten mit reifen, frisch gepflückten Äpfeln. 50 Äpfel ergeben dabei etwa 30 Liter Cidre.

Cidre selber machen nur mit frisch gepresstem Apfelsaft

  1. Verwenden Sie für Cidre nur reife Äpfel. Denn bei zu sauren Äpfeln müssen Sie mehr Zucker hinzugeben und das führt schließlich zu mehr Alkohol im Äpflewein.
  2. Waschen und entkernen Sie die Äpfel. Schneiden Sie die Äpfel für den Cidre danach in Stücke und zerstampfen Sie sie.
  3. Geben Sie die zerstampften Äpfel in ein Tuch und pressen Sie den Saft aus den Äpfeln.
  4. Mit einer Saftpresse oder einem Entsafter gelingt die Gewinnung des Apfelsaftes sicherlich schneller.
  5. Oder Sie bringen Ihre Äpfel zu einem nahe gelegenen Bauernhof und lassen sie keltern. Die Äpfel für den Apfelwein werden dabei mechanisch geschreddert und der Saft aus ihnen heraus gepresst.

Mit dem richtigen Behälter gelingt der Apfelwein

  1. Wenn Sie die Äpfel keltern lassen, nehmen Sie einfach einen Kunststoffkanister mit, in den der Apfelsaft abgefüllt wird. Solche Kanister erhalten Sie in verschiedenen Größen im Baumarkt.
  2. Pressen Sie die Äpfel für den Cidre selbst, können Sie den Saft entweder in einen solchen Kanister füllen oder in eine PET-Flasche – je nachdem, wieviel Apfelsaft Sie selber machen.
  3. Wichtig: der Kanister sollte einen Gärspund haben, das ist ein Gärverschluss. Durch ihn gelangt weder Sauerstoff noch Schmutz, Fliegen oder Bakterien in den Behälter. Gase, die bei der Gärung des Cidre entstehen, können jedoch leicht entweichen. Für eine PET-Flasche erhalten Sie solche Gärspunde im Baumarkt.
  4. Aber auch ohne Gärspund funktioniert die Gärung des Apfelweins. Dazu müssen Sie jedoch entweder täglich die Flasche  ein wenig aufdrehen, damit die Gase entweichen können. Oder Sie drehen den Flaschenverschluss zu und dann wieder eine halbe Umdrehung auf. So kann zwar das Gas entweichen, aber es kommt nichts in den zukünftigen Cidre.

Erst die Gärung macht Cidre aus dem Apfelsaft

  1. Geben Sie Zucker zu dem  Apfelsaft hinzu, wenn Sie ihn in den Kanister beziehungsweise die PET-Flasche gefüllt haben. Auf 1 Kilogramm Äpfel können Sie ungefähr 1 bis 1,5 Kilogramm Zucker geben. Die natürlichen Hefen im Apfelsaft tun ihr Übriges bei der Gärung.
  2. Bis der Cidre fertig ist, dauert es allerdings 3 Monate.
  3. Schneller geht’s mit Gärhefe aus der Apotheke, die Sie zum Saft dazugeben. Schon nach etwa 14 Tagen ist der Cidre trinkfertig. Guten Appetit!

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