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Chirurgenstahl - Informatives

Chirurgenstahl wird in der Medizin häufig verwendet. Daneben werden Sie diesen Edelstahl aber vielleicht auch als Schmuck kennen. Dabei verfügt dieser spezielle Stahl durch seine Zusammensetzung über besondere Eigenschaften, die Sie vor der Verwendung kennen sollten.

Chirurgenstahl wird als Schmuck und in der Medizin verwendet.
Chirurgenstahl wird als Schmuck und in der Medizin verwendet.

Die besonderen Eigenschaften von Chirurgenstahl

  • Bei Chirurgenstahl handelt es sich um eine besondere Eisenlegierung, die auch unter der Bezeichnung Edelstahl oder 316L bekannt ist. Diese Eisenlegierung verfügt über einen Nickelgehalt, der in diesem Material in unterschiedlicher Höhe vorkommen kann. Der Nickelanteil schwankt dabei zwischen 6 und 13 Prozent.

  • Ein Oxydschicht sorgt auf der Oberfläche des Stahls dafür, dass dieser nicht rosten kann. Jedoch ist diese Schicht nicht sichtbar. Die Oberfläche ist glänzend und lässt sich leicht polieren.

  • Das Material hat die Eigenschaft, dass es bei äußerlicher Kälte sehr kalt werden kann. Dadurch ist es, insbesondere wenn es als Schmuck verwendet wird, im Winter nicht immer angenehm zu tragen. Zugleich ist dieser Stahl schwerer, als viele andere Materialien, wodurch insbesondere beim Tragen von größeren Schmuckstücken Probleme auftreten können.

Verwendung des Edelstahls

  • Chirurgenstahl kommt in der Medizin zum Beispiel in Form von Körpernadeln, Klammern und bei Herzschrittmacherelektroden zum Einsatz. Ebenso werden Sie dieses Material aber auch bei einigen Schmuckstücken vorfinden. Dabei ist es vor allen Dingen bei Schmuck, der direkt und lange am Körper getragen wird, wie es bei Piercingsteckern der Fall ist so, dass dieser aus dieser speziellen Stahlart hergestellt wird.

  • Aufgrund des hohen Nickelanteils war der Ruf des Chirurgenstahls allerdings lange Zeit nicht besonders gut. Im Jahre 1994 wurde dieses Material durch die EU deshalb sogar als neuer Piercingschmuck verboten. Allerdings wurde das Verbot durch eine neue Richtlinie zehn Jahre später wieder aufgehoben, denn Allergien können durch diesen Stahl nicht hervorgerufen werden.

  • Das liegt daran, dass dieses Material trotz des hohen Nickelanteils keine Nickelallergie auslöst und somit auch für Allergiker geeignet ist. Denn Nickel ist im Chirurgenstahl fest gebunden liegt nicht frei. Dadurch ist ein direkter Kontakt mit dem Bestandteil nicht möglich, wodurch es auch nicht zu allergischen Reaktionen bei Nickel-Allergikern kommen kann. Deshalb wird Schmuck aus Chirurgenstahl zum Beispiel auch wieder als Erstpiercing eingesetzt.

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