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Chinesische Marienkäfer - so unterscheiden sie sich von den heimischen

Ursprünglich war der chinesische Marienkäfer in Europa zur biologischen Bekämpfung von Blattläusen in Gewächshäusern gedacht. Erstmalig zum Einsatz kam dieser im Jahre 1982 in Süd-Frankreich. In Freiheit vermehrt sich der "Glücksbringer" im Gegensatz zu seiner einheimischen Verwandschaft mit einer rasanten Schnelligkeit, sodass dieses schon zu einer kritischen Plage ausartet. Doch wie unterscheidet sich der chinesische Marienkäfer von der einheimischen Käferart? Wenn Sie mehr darüber wissen möchten, dann erfahren Sie dieses im folgenden Text.

Die Punktzahl entscheidet über die Herkunft.
Die Punktzahl entscheidet über die Herkunft.

Chinesische Käferart - Unterscheidungskriterien

Chinesische und europäische Marienkäfer lassen sich vom äußeren Erscheinungsbild relativ leicht unterscheiden.

  • Wird der Rücken des asiatischen Käfers meistens mit 19 - 21 Punkten verziert, so ist der des heimischen Tieres nur mit 2, 4 oder 7 Flecken versehen.
  • Obwohl es sich hierbei um ein-und dieselbe Käferart handelt, besteht -farblich gesehen- doch ein Unterschied.
  • Der (Harmonia axyridis) aus Fernost hat eine hohe Variabilität in der Farbauswahl, welche auch klimaabhängig ist. Denn je niedriger die Temperatur im Larvenstadium ist, desto dunkler ist der Marienkäfer im Endstadium. Seine Farbbrillanz kann somit von einem hellgelb bis zu einem rotorange tendieren.
  • Außerdem ist der weiße bzw. hell-gelbliche Halsschild des Tierchens mittig mit einer M- bzw. W-Zeichnung versehen, während beim heimischen Krabbeltier dessen Färbung aus zwei Farbvarianten bestehen kann. Diese besteht vielfach aus einer roten Grundfarbe, wo sich zudem auf jeder Flügeldecke ein schwarzer Punkt befindet.
  • Des Weiteren können die heimischen Käfer auch mit einer gänzlich schwarzen Farbe gekennzeichnet sein, auf dessen Flügeldecken sich dann jeweils 2 - 3 rote Punkte befinden.

Marienkäfer anhand der Physiognomie weiter abgrenzen

Auch größenmäßig unterscheiden sich der chinesische und der heimische Marienkäfer voneinander.

  • Werden die einheimischen Zweipunkte-Käfer etwa 3,5 bis 5,5 mm lang mit einer Körperbreite von circa 25 mm, so kann der rundliche asiatische Käfer durchweg eine Größe von 6 - 8 mm und eine Körperbreite bis zu 6 mm erreichen.
  • Im Gegensatz zu seinen einheimischen Artgenossen ist der chinesische Marienkäfer auch weitaus fortpflanzungsfähiger. Während der einheimische Käfer sich nur einmal jährlich fortpflanzt, ist der asiatische Harlekin fortpflanzungsfreudiger und schafft, je nach Witterung, 3 - 4 Generationen zu zeugen, wobei 10 - 50 gelbe Eier an der Unterseite von Blättern abgelegt werden.
  • Zudem ist der Chinakäfer auch wesentlich gefräßiger als seine einheimischen Genossen. Der aus Fernost stammende Käfer kann täglich bis zu 270 Blattläuse verspeisen. Jedoch ist die Käferart auch nicht abgeneigt, sich an den Eiern und Larven der einheimischen zu beköstigen, was durchweg eine Gefährdung darstellen und zu einer Reduzierung europäischen Käferpopulationen führen kann. Diese sind durchaus genügsamer und geben sich täglich nur 20 - 50 Blattläusen zufrieden.
  • Fühlt der chinesische Marienkäfer sich vom Menschen angegriffen, dann ist dieser auch nicht abgeneigt, sich zur Wehr zu setzen und durchaus in der Lage ist, kräftig zuzubeißen, was für Menschen völlig ungefährlich ist. Natürlich würde ein derartiges Verhalten den friedliebenden, einheimischen Käfern nicht im Traum einfallen.

Beide Arten der Käfer sind an Waldrändern, auf Wiesen und in Gärten vorzufinden. Die Lebenserwartung von Marienkäfern kann durchaus auch 3 Jahre betragen.

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