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Chemie - Dipol leicht erklärt

Chemie - Dipol leicht erklärt2:47
Video von Galina Schlundt2:47

Die Polarität in der Chemie befasst sich mit der Verteilung von Ladung in Atomgruppen, also Molekülen. Dabei können mehrere Verteilungsarten vorkommen, wie beispielsweise die des Dipols.

Wann ein chemischer Dipol vorliegt

  • Die Polarität in der Chemie kennzeichnet den Zustand eines Moleküls hinsichtlich der elektrischen Ladungsträger. Das heißt, dass bestimmte Zustände ein Molekül positiv oder negativ ausrichten können.
  • Solche Zustände, in der Regel durch Reaktionen ausgelöst, beeinflussen den Stoff dabei im Ganzen.
  • Bei einem dipolaren Molekül ist nun jedoch der Fall, dass sich dieses nach außen hin elektrisch neutral verhält. Die Ursache ist hier eine abgegrenzte Verteilung von positiven und negativen Ladungsträgern, welche vor allem bei einer Verbindung von verschiedenen Atomen vorkommt, da diese unterschiedliche Ladungen tragen.
  • Zum Vergleich hat die Verbindung von gleichen Atomen schließlich das gleiche Resultat, da sich die Ladungsträger nicht anders ausrichten, sondern gleich bleiben.
  • Ein solches Molekül aus mehreren Atomen besitzt nun sozusagen eine positive und eine negative Seite, da hier die Elektronegativität eine entscheidende Rolle spielt: Daraus entstehen dann die zwei Pole.
  • Eine wesentliche Rolle dafür spielt jedoch der Aufbau des Moleküls. Dies führt vor allem bei symmetrischen Ausrichtungen, beispielsweise bei Kohlenstoffdioxid, zu einer Aufhebung des Dipolmoments bzw. zu keinem permanenten Dipol.
  • Die verschiedenen Elektronegativitäten sind nun, vereinfacht ausgedrückt, als Differenz zu sehen, wodurch sich der Dipol auch in Zahlen ausdrücken lässt.

Beispiel eines Dipols in der Chemie

  • Um einen Dipol in der Chemie darstellen zu können, muss folglich Blick auf das 3-D-Modell des Moleküls genommen werden.
  • Denn eine einfache Summenformel reicht hinsichtlich der eingängigen Definition nicht aus, um Symmetrien zu erkennen.
  • Ein Beispiel eines Moleküls ist nun das Wasser. Dieses bietet in der Struktur der beteiligten Atome keine Symmetrieachse, welche eine Aufhebung der Ladungsverteilung erreicht, sondern hingegen einen negativen Sauerstoff- und einen positiven Wasserstoffpol.
  • Die Werte der Elektronegativität sind übrigens dem Periodensystem zu entnehmen.

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