Alle Kategorien
Suche

Champignons züchten - so klappt's

Wenn Sie gerne Pilze essen, mögen Sie sicherlich Champignons. Statt diese leckeren Pilze immer ausgewachsen zu kaufen, könnten Sie sie auch einfach selbst züchten. Hier erfahren Sie, wie es funktioniert.

Züchten Sie Ihre eigenen Champignons.
Züchten Sie Ihre eigenen Champignons.

Champignons sind die beliebtesten der uns bekannten Pilzsorten. Doch weiß man ja leider nie, was Champignons hinter sich haben, bevor Sie bei uns im Kühlschrank landen. Schöner wäre es da doch, wenn Sie Ihre eigenen Champignons züchten würden. So sind Sie bei der Entstehung von Anfang an dabei und können Ihre Pilze später mit einem guten Gefühl essen.

So züchten Sie Champignons

  1. Es gibt Shops, die Champignonkulturen zum Verkauf anbieten. Diese Kulturen werden, in den meisten Fällen, komplett in einem Minigewächshaus und mit Erde geliefert. Wenn Sie „Champignonkulturen“ über die Internetsuchmaschine eingeben, bekommen Sie viele Angebote angezeigt, aus denen Sie sich das Beste heraussuchen können.
  2. Wenn Sie die Champignonkulturen haben, können Sie anfangen die Champignons aufzuzüchten. Bauen Sie das Minigewächshaus nach der mitgelieferten Anleitung zusammen und füllen Sie danach das Pilzsubstrat mit der beiliegenden Erde auf. Drücken Sie die Erde nicht fest, damit die Champignons keine Probleme haben durchzuwachsen.
  3. Damit die Erde feucht bleibt, wird Sie mit der Folie abgedeckt. Um die Champignons optimal züchten zu können, sollten Sie das Minigewächshaus an einem Ort aufstellen, an dem die Temperatur zwischen 12 C° und 18 C° liegt. Achten Sie darauf, dass die Temperatur niemals über 20 C° steigt. Ob die Pilze in einem hellen oder dunklen Ort stehen, ist dagegen unwichtig.
  4. Jetzt können Sie das Wachstum Ihrer Champignons beobachten. Nach 10-14 Tagen sollten Sie die komplette Erde besiedelt haben. Ist das geschehen, können Sie die Folie von den Pilzen abnehmen. Nun können Sie auch gut sehen, ob Ihre Champignons zu warm standen. Ist das der Fall, hat sich zu viel Pilzmyzel (ein wenig ist normal) gebildet. Ist dies passiert, stellen Sie das Minigewächshaus umgehend an einen kühleren Ort, lockern Sie die Erde etwa 1 cm tief auf und wässern Sie Erde ganz leicht.
  5. Schließen Sie nun das Gewächshaus mit der Folienabdeckung. Ab jetzt wachsen Ihre Champignons schneller und Sie sollten regelmäßig kontrollieren, ob die Erde locker und feucht genug ist. Wässern Sie aber die Pilze nicht direkt, da die Champignons zu hohe Feuchtigkeit nicht vertragen und aufhören sich weiterzuentwickeln. Wenn die Erde einmal zu trocken werden sollte, versuchen Sie sie nur ganz schwach anzufeuchten.
  6. Ob Sie erfolgreich beim Züchten der Champignons waren, erkennen Sie daran, wenn die Huthaut der größeren Pilze anfängt aufzureißen. Denn dann sind sie reif und Sie können sie durch vorsichtige Drehbewegung ernten. Unreife Champignons bleiben bis zur Reifung weiterhin im Gewächshaus.
  7. Nach der ersten kompletten Ernte können Sie die Erde wieder anfeuchten. Hierbei gilt: Ernten Sie zum Beispiel 500g Champignons, sollten Sie nach und nach wieder 500 ml Wasser nachfüllen, sodass die nachwachsenden Champignons wieder mit genug Feuchtigkeit nachwachsen können. Auf diese Weise können Sie 3-4 Mal neue Champignons nachzüchten. Danach können Sie die Erde mit den Champignonkulturen im Biomüll entsorgen.

Champignons selbst zu züchten lohnt sich schon allein durch die recht große Menge, die Sie durch ein einziges Minigewächshaus erhalten. Achten Sie nur sehr auf die richtige Temperatur, auf die Lockerheit der Erde und darauf, dass die Erde nicht austrocknet, aber auch keine Staunässe entsteht. Dann sollten Sie beim Züchten Ihrer eigenen Pilze keine Probleme bekommen.

Teilen: