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Carpinus betulus - die Hainbuche als Hecke kultivieren und beschneiden

Die Hainbuche, die botanisch als Carpinus betulus bezeichnet wird, kann sowohl als Solitärpflanze, als auch als Heckenbepflanzung verwendet werden. Dabei sollte der regelmäßige Beschnitt für ein kräftiges und dichtes Wuchsverhalten sorgen.

Die Hainbuche stellt ein sommergrünes Gehölz dar.
Die Hainbuche stellt ein sommergrünes Gehölz dar.

Was Sie benötigen:

  • Sand
  • Lehm
  • Humus
  • Heckenschere
  • Rindenmulch

Carpinus betulus - Wissenswerte Hintergrundinformationen zum Gehölz

Die Hainbuche ist auch unter anders lautenden Bezeichnungen im Handel erhältlich.

  • Alternativ wird das Gehölz auch als Hornbaum oder Hagebuche bezeichnet und gehört der eigenen Gattung der Hainbuche an, die der Familie von Birkengewächsen angehörig ist. Das Gehölz steht in keinem Zusammenhang mit der Rotbuche.
  • Der Baum ist vor allem in Westasien und Europa beheimatet und erreicht Wuchshöhen von 25 Metern, mitunter werden Höhen von 35 Metern erreicht bei einem Stammdurchmesser von einem Meter.
  • Auch die Verwendung des Gehölzes als attraktive Heckenbepflanzung ist denkbar und findet sich in vielen Gärten und Vorgärten wieder. Dabei ist die Carpinus betulus auch als Strauch erhältlich, sodass die Kultivierung als Hecke leichter fällt. Diese sollten Sie bei der Planung einer Hecke bevorzugt nutzen.
  • Das Laub des Baumes bleibt oft bis zum Neuaustrieb im Frühling an den Ästen und Trieben haften, sodass auch über die kalte Jahreszeit im Herbst und Winter der Sichtschutz bzw. Windschutz beinahe komplett bestehen bleibt, bevor frische grüne Blätter im Frühjahr wieder austreiben.
  • Die Hainbuche ist eine robuste und schnellwachsende Pflanze, die sich ausgezeichnet …

  • Das Gehölz als typischer Waldbaum verträgt dabei einen vollsonnigen Standort, während andererseits auch schattige Bedingungen die Pflanze im Wachstum kaum beeinträchtigen. Das bedeutet, Sie können das Gehölz unproblematisch kultivieren, sodass weder zu schattige, noch zu sonnige Standorte das Wachstum negativ beeinflussen.

Die Hainbuche als Hecke pflegen - Bodenbedingungen und Beschnitt

Die Hainbuche bietet viele Vorteile gegenüber anderen Heckenpflanzen.

  • Bei der Kultivierung der Hainbuche sollten Sie bei der Heckenbepflanzung die ausgehobenen Erdlöcher mit etwas Humus, vor allem aber mit Lehm und Sand befüllen, denn somit ist für eine ausreichende Nährstoffzufuhr gesorgt. Der Baum gilt als Tiefwurzler, was das Anheben von Grenzsteinen oder Gehwegplatten vermeidet, sodass für die Heckenbepflanzung sich der Baum eignet.
  • Das Abdecken der frischen Erdlöcher mit Rindenmulch vermeidet die Ansiedlung unterschiedliche Pflanzen und Unkräuter, die einen hohen Anteil an Wasser und Nährstoffen der Carpinus betulus vorenthalten. Das Mulchen schützt zudem vor akutem Wasserverlust im Sommer.
  • Sie sollten auf einen ausreichend feuchten Bodengrund achten. Das Wässern sollte durchdringend sein - auf Staunässe ist allerdings zu achten, denn diesen Wasserüberschuss verträgt die Hainbuche nicht sonderlich gut.
  • Als Hecke verträgt das Gewächs jegliche Arten von Beschnitten, auch das Setzen auf den Stock ist möglich, da die Pflanze über außergewöhnliche Regenerationskapazitäten verfügt. Der optimale Zeitpunkt zum Beschneiden ist vor dem Austriebsbeginn im Frühling, wobei Sie das Einkürzen ab minus 5 Grad Celsius aufwärts vornehmen sollten, damit keine Kälte- oder Frostschäden an den frischen Schnittstellen entstehen und sich keine Pilze oder Krankheiten einnisten können.
  • Damit die Hecke mit der Hainbuche für ausreichenden Sicht- und Windschutz sorgt, sollten Sie das Einpflanzen mit drei Gewächsen pro Meter vornehmen. Innerhalb von ca. 2 Jahren ist der Sichtschutz voll ausgeprägt, das auch kräftige Beschneiden fördert den Bewuchs bzgl. der Dichte der Hecke.

Die Hainbuche sorgt darüber hinaus auch für die Nistplätze vieler Vogelarten, sodass diese sich vermehren können.

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