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Bundeskleingartengesetz einhalten - so legen Sie einen Schrebergarten an

Für viele ist der Aufenthalt im eigenen Schrebergarten ein Ersatz für Urlaub und das Gemüse aus dem eigenen Garten schmeckt meist ohnehin am besten. Wenn Sie einen Schrebergarten anlegen wollen, sollten Sie dabei die Bestimmungen des Bundeskleingartengesetzes bzw. die Ihres örtlichen Schrebergartenvereines beachten.

Ein eigener Kleingarten ist viel wert.
Ein eigener Kleingarten ist viel wert.

In einem gepachteten Schrebergarten können Sie zwar vieles tun, jedoch auch nicht ganz frei nach Lust und Laune schalten und walten. Die Rahmenbedingungen legt das Bundeskleingartengesetz fest, und auch Ihr Schrebergartenverein wird in seiner Satzung bestimmte Bedingungen festlegen.

Die wichtigsten Bestimmungen des Bundeskleingartengesetzes

  • Nach § 3 Abs. 1 des Bundeskleingartengesetzes (BKleingG) soll ein Kleingarten nicht größer sein als 400qm. Bei seiner Bewirtschaftung sind zudem Umwelt- und Naturschutzbelange zu berücksichtigen.
  • In Ihrem Schrebergarten werden Sie sicher eine Laube aufstellen wollen, damit Sie nicht bei jedem Regenguss nass werden, sondern gemütlich im Trockenen sitzen können. Die Grundfläche der Laube darf im Schrebergarten allerdings 24qm nicht überschreiten, wobei ein überdachter Freisitz dazugerechnet wird. Sie darf gem. § 3 Abs. 2 BKleingG auch nicht zum dauerhaften Wohnen geeignet sein. Sie können also kein kleines Häuschen mit Bad und Küche in die Laube stellen.
  • Sollten Sie eine Laube haben, die schon vor Inkrafttreten des BKleingG (1.4.1983) rechtmäßig errichtet wurde und die zulässige Größe nun überschreitet, darf diese jedoch stehen bleiben.
  • Kleingärten sind zur Erholung und zum Eigenanbau bestimmt, nicht erlaubt ist daher eine gewerbsmäßige Nutzung. Sie dürfen daher kein Obst und Gemüse anbauen, um dieses dann auf einem nahegelegenen Markt zu verkaufen.
  • Befristete Pachtverträge sind gem. § 6 BKleingG nicht möglich, d.h., dass Sie Ihren Pachtvertrag nur auf unbestimmte Zeit abschließen können.

Die Anlage eines Schrebergartens

  • In der Satzung eines Schrebergartenvereins sind meist genauere Bestimmungen darüber enthalten, wie der Kleingarten anzulegen ist. Zum Beispiel könnte vorgeschrieben sein, auf wie viel Prozent der vorhandenen Fläche Nutzpflanzen oder Zierpflanzen vorhanden sein müssen.
  • Hier finden sich oft auch Bestimmungen darüber, wie eine Teichanlage beschaffen sein muss. Betonierte Wasserbecken sind meist unzulässig.
  • In den meisten Kleingartenanlagen sind zudem nur Chemietoiletten oder biologische Toiletten zulässig, nicht jedoch Wasserspültoiletten.
  • Bevor Sie einen Kleingarten pachten, sollten Sie sich die entsprechenden Garten- und Pachtordnungen genau durchlesen. Denn hier kann auch geregelt sein, dass ein gewisser Anteil an Gemeinschaftsarbeit vom Pächter zu leisten ist.

Der Anlage eines Kleingartens sind durch örtliche Bestimmungen oft enge Grenzen gesetzt, wobei das Bundeskleingartengesetz nur den Rahmen vorgibt. Die örtlichen Regelungen sollten jedoch beachtet werden, denn sonst kann es mit dem Frieden im Verein schnell vorbei sein.

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