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Bürostuhl nach Bandscheibenvorfall - so wählen Sie den richtigen aus

Ob im Büro, in der Schule oder im privaten Bereich - viele Menschen verbringen einen großen Teil des Tages im Sitzen. Da der Stuhl dem darauf Sitzenden meist nicht angepasst wird, gehören eine krumme Körperhaltung, Rückenschmerzen oder sogar ein Bandscheibenvorfall oft zu den Folgen. Daher ist die Anschaffung eines Rückenschonenden Bürostuhles eine sinnvolle Investition in Ihre Gesundheit.

Welcher Bürostuhl ist wirklich rückenschonend?
Welcher Bürostuhl ist wirklich rückenschonend?

Auswahlkriterien für den perfekten Bürostuhl

Um den Bürostuhl optimal an Ihre persönlichen Bedürfnisse anpassen zu können, sollte er folgende Eigenschaften besitzen:

  • Der Bürostuhl sollte unbedingt höhenverstellbar sein. Ideal eingestellt ist Ihr Bürostuhl, wenn sich Ihre Hüftgelenke etwas oberhalb der Kniegelenke befinden.
  • Die Lehne sollte mit einer verstellbaren Lendenstütze ausgestattet sein. Dadurch wird gewährleistet, dass die physiologische Krümmung der Lendenwirbelsäule, die sogenannten Lendenlordose, optimal unterstützt wird. Da sich ein Bandscheibenvorfall meist im Bereich der Lendenwirbelsäule ereignet, ist dies ein wichtiges Kriterium für die Auswahl des Bürostuhles.
  • Die Sitzfläche muss ausreichend groß und im Neigungswinkel verstellbar sein. So können Sie die Sitzfläche beispielsweise nach vorne hin abfallen lassen. Dies ersetzt den Gebrauch eines Sitzkeils. Höhenverstellbare Armlehnen erhöhen zusätzlich den Komfort.
  • Zudem sollte Ihr Bürostuhl drehbar sein. Dadurch können Sie leichter Ihre Position wechseln. Um zum Beispiel nach einem Gegenstand am Rand des Schreibtisches zu greifen, müssen Sie nicht die Wirbelsäule "verdrehen", sondern Sie drehen sich mit dem gesamten Stuhl. Dies ist besonders kurz nach einem Bandscheibenvorfall von Bedeutung.

Rückenschonendes Sitzen nach einem Bandscheibenvorfall

Nicht nur die Auswahl des Bürostuhls ist nach einem Bandscheibenvorfall wichtig. Rückenschonendes Verhalten beginnt auch schon bei der eigentlichen Sitzposition. Folgende Punkte sind zu beachten:

  • Die richtige Sitzhöhe ist erreicht, wenn sich Ihre Hüftgelenke etwas über dem höchsten Punkt der Kniegelenke befinden. Dies gewährleistet, dass Ihr Becken in seiner Beweglichkeit flexibel ist und Sie nicht jede Bewegung direkt aus der Wirbelsäule heraus machen.
  • Die Knie befinden sich bei der korrekten aufrechten Körperhaltung senkrecht über den Sprunggelenken.
  • Lassen Sie Fußspitzen leicht nach außen zeigen. Die Längsachse der Füße liegt mit der Längsachse der Oberschenkel auf einer Linie. Die Oberschenkel zeigen also leicht V-förmig nach außen.
  • Ihr Körpergewicht liegt gleichmäßig verteilt auf beiden Sitzbeinhöckern. Versuchen Sie diese im Sitzen zu erspüren, indem Sie leicht mit dem Becken vor- und zurückkippen. Als Hilfe eignet es sich auch, wenn Sie sich auf Ihre Hände setzen. Dadurch lassen sich die hervorstehenden Sitzbeinhöcker leichter erspüren.

Die hier beschriebene Sitzposition nach einem Bandscheibenvorfall auf dem Bürostuhl ist selbstverständlich das absolute Optimum des aufrechten Sitzes. Natürlich ist es unmöglich, mehrere Stunden in dieser Position zu verharren. Schließlich "lebt" die Wirbelsäule letztendlich von Bewegung. Sie können also durchaus immer wieder die Position wechseln: stützen Sie sich zwischendurch mit den Armen auf dem Tisch auf, stehen Sie für einige Minuten auf, gehen Sie umher oder dehnen Sie sich genüsslich. 

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