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Buchungssätze - eine Begriffserklärung

Der Hauptbestandteil in einer kaufmännischen Ausbildung liegt im Rechnungswesen und in der dazugehörigen Buchführung mit den Buchungssätzen. Die Buchungssätze sind das A und O und sollte jede/r Kauffrau/-mann beherrschen. Doch was genau sind Buchungssätze eigentlich?

Soll an Haben - eine intakte Buchführung
Soll an Haben - eine intakte Buchführung

Was Sie benötigen:

  • Geschäftsfall
  • eine intakte Buchführung

Die drei Grundsätze der Buchführung mit Buchungssätzen 

Bevor Sie mit den Buchungssätzen beginnen, sollten Sie drei Grundsätze der Buchführung beherrschen:

  1. Zu jeder Buchung gehören immer zwei Konten.
  2. Es gibt keinen Anfangsbestand in den Konten - außer in den Bestandskonten, die haben einen Anfangsbestand, dort leitet dieser sich aus der kompletten Bilanz ab. 
  3. Alle Geschäftsfälle müssen immer über den Kontoaufruf zu verstehen sein.

So gehen Sie bei einer Buchung immer vor

Die folgenden Schritte sind bei einer Buchung immer einzuhalten. Jede Buchung wird nach diesen Schritten durchgeführt:

  1. Zuerst wird die Frage geklärt, ob das zu bebuchte Konto ein aktives Konto oder ein passives Konto ist. 
  2. Dann ist es wichtig zu klären, ob es ein Zugang oder ein Abgang auf das Konto ist. 
  3. Daraus folgt dann, ob das Konto im Soll oder im Haben bebucht wird. 
  4. Nun kommt die Bildung der Buchungssätze dran.
  5. Wichtig ist, dass der Sollwert immer identisch mit der Haben-Buchung ist. 
  6. "Soll an Haben" - zu beachten ist, dass zuerst die Soll-Buchung dann die Haben-Buchung kommt. 

Der Begriff "Buchungssätze"

Der Begriff "Buchungssätze" kommt aus dem Rechnungswesen und bietet die Grundlage der Verbuchungen in einem Geschäftsfall an. Der Buchungssatz legt fest, welche Geldbeträge auf welches Konto gebucht werden. Jede Buchung muss durch einen schriftlichen Beleg festgehalten werden. Des Weiteren ist darauf zu achten, dass die Buchungssätze immer in einer chronologischen Reihenfolge aufgeführt werden. 

Es gibt zwei Arten von Buchungssätzen:

  • den einfachen Buchungssatz
  • den zusammengesetzten Buchungssatz

Der einfache Buchungssatz besteht immer aus zwei Konten - Soll- und Haben-Konto. Wenn Sie Buchungssätze bilden, gilt immer die Regel "Soll an Haben"!

Der zusammengesetzte Buchungssatz besteht aus mehreren Konten. Eine kleine Eselsbrücke kann sein, dass auf das Sollkonto immer die Lastschrift und auf das Habenkonto die Gutschrift kommt. Zudem ist es bei einer Buchung wichtig, dass das Sollkonto immer mit dem Habenkonto übereinstimmt. 

Des Weiteren ist es wichtig, die Wörter "Soll" und "Haben" nicht in ihrer inhaltliche Bedeutung zu sehen. Denn es geht nicht darum, "etwas zu haben"  bzw. "etwas, das sein sollte". Merken Sie sich daher lieber: "Wir HABEN noch zu zahlen" und "der Kunde SOLL noch bezahlen".

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