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Buchsbaum: Pflanzabstand und Schnitt - so geht's für einen Bauerngarten

Beeteinfassungen mit Buchsbaum sind typisch für Bauerngärten. Damit die niedrigen Hecken dicht und gleichmäßig wachsen, müssen Sie in Bezug auf den Pflanzabstand und den Schnitt ein paar Kleinigkeiten beachten.

Buchsbaum als Klassiker unter den Beeteinfassungen
Buchsbaum als Klassiker unter den Beeteinfassungen

Der Mix aus fröhlich-bunten Blühpflanzen und den gerade geschnittenen Beeteinfassungen aus Buchsbaum macht den Reiz des typischen Bauerngartens aus. Während es im Beet durchaus ungeordnet und kunterbunt zugehen darf, wirkt die exakt geformte und niedrige Buchsbaumhecke drum herum wie ein grüner Bilderrahmen. Von heute auf morgen werden Sie die optimale Höhe und Form der Hecke nicht hinbekommen, aber mit dem richtigen Pflanzabstand und einem regelmäßigen, sorgfältigen Schnitt gelingt Ihnen der Hingucker innerhalb weniger Jahre. Etwas Geduld ist jedoch Bedingung.

Buchsbaum - mit der richtigen Sorte zu dichten Hecke

  • Buchsbaum - also Buxus sempervirens - können Sie in über 60 Sorten kaufen. Für die Anlage einer Hecke sollten Sie auf Unterschiede in Wuchshöhe und -geschwindigkeit achten.
  • So verführerisch es ist, eine schneller wachsende Sorte in kürzerer Zeit zu einer dichten Hecke zu formen, müssen Sie bedenken, dass schnelles Pflanzenwachstum auch seine Nachteile haben kann. Dazu gehört, dass - hat die Hecke einmal die gewünschte Höhe und Dichte erreicht - das schnelle Wachstum ja nicht automatisch aufhört. Dies bedeutet, dass die Buchshecke nach dem Formschnitt schneller aus der Fasson gerät als bei einer langsam wachsenden Sorte.

Pflanzabstand und Anordnung der Pflanzen

  • Für eine Buchsbaumhecke, die später einmal schön dicht sein soll, müssen Sie den Pflanzabstand so berechnen, dass Sie zwischen sieben und acht Pflanzen pro Meter setzen. Wenn Sie kleine Pflanzen kaufen, sieht dies zwar anfangs recht dürftig aus, aber nur so haben die Buchspflänzchen genügend Platz, sich optimal zu entwickeln. Bleiben Sie also eisern, wenn Sie die benötigte Menge für den richtigen Pflanzabstand ausrechnen, und übertreiben Sie es nicht.
  • Möchten Sie ein rechteckiges oder quadratisches Beet mit Buchs einfassen, sollten Sie für jede der vier Ecken ein Bäumchen vorsehen und sich dann in gerader Linie zur nächsten Ecke vorarbeiten.
  • Damit die Hecke später nicht schlangenmäßig verläuft, stecken Sie vier Holzstäbe in die Ecken und verbinden diese mit einer Schnur. Messen Sie dabei ruhig die Abstände der sich gegenüberliegenden Schnüre aus, damit die Beeteinfassung gradwinkelig verläuft. Beim Setzen der Pflänzchen orientieren Sie sich dann an der Linie, indem Sie deren Wurzelballen danach ausrichten und nicht die Kronen.

Regelmäßiger Schnitt fördert und erhält die Form

  • Insbesondere in den ersten Monaten nach dem Einsetzen benötigen Buchsbäume einiges an Wasser. Dennoch kann es passieren, dass innerhalb dieser Zeit einzelne Ästchen oder sogar ganze Pflanzen absterben. Im ersten Fall sollten Sie Abgestorbenes sofort entfernen, im zweiten Fall müssen Sie die Pflanze möglichst kurzfristig ersetzen, damit keine Lücke in der Hecke entsteht.
  • Aus der Hecke ragende Triebe können Sie im Prinzip jederzeit in den Monaten März bis September schneiden.
  • Formschnitte nehmen Sie am besten jährlich im Laufe des August vor. Den richtigen Zeitpunkt erkennen Sie daran, dass die neuen, hellgrünen Blätter den dunklen Farbton der restlichen Pflanze angenommen haben. Die Hauptzeit für den Neuaustrieb ist beendet und die gestutzten Pflanzen bleiben länger in Form.
  • Je nach Geschick und Aufwand können Sie den Formschnitt mit einer Buchsbaumschere oder einer Heckenschere vornehmen. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, die Hecke gerade zu schneiden, spannen Sie Schnüre als Hilfsmittel.
  • Das abgeschnittene Laub verrottet leider sehr langsam, sodass das Beet lange Zeit von langsam vergilbenden Blättchen bedeckt sein kann. Dem können Sie vorbeugen, indem Sie Folie unter die Hecke legen und nach dem Schneiden vorsichtig zusammenfalten und herausziehen.
  • Nicht alle abgeschnittenen Ästchen müssen Sie auf den Kompost werfen. Sie lassen sich - je nach Länge - durchaus zum Binden von Kränzen oder als dekoratives Gesteck verwenden.
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